Sonntag, 29. März 2009

Spring Break

Donnerstag

Der große Tag war gekommen. Vor lauter Vorfreude hatte ich natürlich nicht allzu gut geschlafen, aber wer braucht schon Schlaf, wenn er mit einem gelungenen Frühstück in den Tag startet? Heut hab ich mich nämlich mal wieder an heimischen Apfelküchle probiert, was gar nicht so einfach ist, wenn die Pfanne weder Teflonbeschichtung noch eine plane Oberfläche besitzt:

Apfelküchle: sehen doch gar nicht so schlecht aus...

Tja, und nachdem wir gespeist und ich gepackt hatte, gings auch schon los. Lagen immerhin 160 Meilen vor uns, die auf der Hinfahrt ich und auf der Rückfahrt Viktor zu überbrücken hatte. Die Fahrt verlief verhältnismäßig ruhig. Viel Musik gehört und die Aussicht genossen.

In Austin angekommen, gings dann erst mal zu unserem Hotel. Für Donnerstag und Freitag Nacht hatten wir uns nämlich ein Zimmer mit Doppelbett angemietet, während wir uns dafür entschieden hatten, am Samstag im Auto zu nächtigen. Unser Zeug abgeladen und nichts wie ab in die Innenstadt...

Außentemperatur umgerechnet 30° C

Nach ermüdender Parkplatzsuche, an deren Ende wir aber doch noch einen Gratisplatz, fünf Blocks von der Sixth Street entfernt, ergattern konnten, ging es also ab auf selbige. Und wie wir dort ankamen, fiel ich doch fast aus allen Wolken. Hier waren tatsächlich Menschenmassen und überall Bars, die Live-Musik aufboten. Ein Teil der 6th Street war extra abgesperrt und dort tummelten sich die unterschiedlichsten Charaktere und hatten Spaß. Von Jung bis Alt, über Rocker, Punker, Snobs, Normalos, Viktors und Nicos - war alles vertreten. Es sollte also keine Kiddy-Party werden; verkündete sogar ein Schild nicht weit von der Partymeile, dass Minderjährige nach 7 Uhr abends keinen Zugang mehr hier hätten. Klasse Sache. Natürlich nicht für die Minderjährigen, aber zumindest für mich :D

Also erst mal die Straße hinauf- und wieder hinabgeschlendert und das Gesehene auf uns wirken lassen, bevor wir anfingen eine Bar nach der anderen aufzusuchen und die dargebotene Livemusik zu genießen und im Gegensatz zur us-amerikanischen Bevölkerung dazu zu tanzen und mitzugröhlen.

Livemusik überall, selbst auf den Straßen



Von Bar zu Bar, von Livemusik zu Livemusik

Der hats ein bisschen zu gut gemeint

Die Livemusik in den Bars hat dann schon ziemlich früh um 1:30 Uhr aufgehört, weswegen wir uns, beeindruckt vom ersten Tag, auf dem Weg zum Auto machten. Unterwegs sind wir aber noch über einen Live Event gestolpert, wo wir bis zum Schluss blieben. Wenn ich von Schluss rede, meine ich natürlich die obligatorische USA-Sperrstunde um 2 Uhr.

Letzter Live Event des Abends

Nachdem ich Viktor im Hotel abgesetzt hatte, hab ich mich nachts noch auf die Suche nach nem Walmart gemacht, um was zum Frühstück für den nächsten Morgen zu besorgen - leider hatte schon alles in der Umgebung geschlossen. Wenn man sich erst einmal an solche 24/7-Einkaufsläden gewöhnt hat, will man sie gar nimmer missen...
Ein erster genialer Tag ging also zu Ende, aber der nächste sollte ja nicht lange auf sich warten lassen.


Freitag

Morgens erst mal aufgestanden und zum lokalen HEB gefahren, um Frühstück zu holen. Während ich die letzten Wochen eigentlich ziemlich gesund gelebt hatte, würde ich die nächsten zwei Tage so richtig über die Strenge schlagen. Ab heute lautete mein Motto: Party on, Wayne! Also neben Äpfeln und Bananen auch Donuts eingekauft und nen obligatorischen Billig-Six-Pack - ganz stylisch im Dosenbierlook.

Da ich heute nicht mehr fahren musste, zischte ich vor unserer Fahrt in die Stadt also sofort mein erstes Bier. Und dann gings wieder auf die Sixth Street, wo wir uns erst mal auf die Suche nach nem anständigen Lokal zum Mittagessen begeben haben. Da das Wetter einfach traumhaft war, mussten wir also ans Freie zum Essen und mexikanisch sollte es auch sein. Also entschieden wir uns für den Iron Cactus. Naja, eigentlich hab ich die Entscheidung übernommen, weil ich nicht wieder stundenlang nach nem Schuppen suchen wollte, bei dem das Essen nun 1$ billiger ist. Für einen Platz an der Sonne, geb ich gerne ein bisschen mehr aus.
Aber die Entscheidung war geradezu goldrichtig. Die Portionen waren riesig und der Preis kann mit 15$ pro Portion mitten auf der Partymeile geradezu als Spottpreis angesehen werden. Und nen annehmbaren Mojito hatte ich auch noch zum Essen.


Megaportionen

Leider war das Essen aber auch ziemlich zwiebelhaltig, womit ich wohl reichlich Bier benötigen würde, um den Geschmack wieder wegzubekommen. Aber zum Glück hatte ich ja noch ein paar Airwaves in meiner Tasche gefunden, die mir heute den Atem retten würden. Im Land des Chewing Gums gibt es tatsächlich keine richtig guten Kaugummies...
Aber zurück zum Essen: Die Portionen waren derart riesig, dass ich mir, Schwabe wie ich bin, den Rest in ner ToGo-Box mitgenommen habe. Wußte doch, dass ich nachts sicher noch hunger bekommen würde. Aber da ich nicht mit dem Zeug auf der Sixth Street rumdackeln wollte, brachte ich es zurück zum Auto, woraufhin sich Viktors und meine Wege vorerst getrennt hatten. Später würden wir uns wieder vor dem Iron Cactus treffen, um auf ein Live Konzert zu tigern, das ganz in der Nähe sein sollte.

Wieder auf der Sixth Street angekommen, dachte ich so bei mir, dass es doch ne wahnsinnig intelligente Idee sein müsste, ne Schachtel Kippen zu kaufen. Als Raucher macht man ja bekanntlich besser Bekanntschaften. Was schon annodazumal im Kade geklappt hatte, würde doch auch sicher hier funktionieren. Und nachdem ich die letzten Wochen schon immer Gelüste nach ner Zigarette hatte und letzte Woche im Westend Pub schon beinahe der Versuchung erlegen wäre, ne Schachtel zu kaufen, wars nun endlich so weit.
Also ne Schachtel LM gekauft und ab ins "Blind Pig" gegenüber vom Iron Cactus, wo ich mir erstmal ein Kippchen angesteckt und ein Bierchen dazu getrunken habe. Oh Gott, hat mich die Kippe verspickt. Aber geil wars....

Dachterasse des Blind Pig

Zum verabredeten Zeitpunkt bin ich dann, nach einem weiteren Bierchen, runter zum Iron Cactus, wo ich doch tatsächlich Bekanntschaft mit dem Tod machte, während ich auf Viktor wartete:

Der Tod steht ihm gut, bei 30° C!

Dann haben wir uns auf dem Weg gemacht zum Free SXSW Concert am See. Aber da wir außer einer traumhaften Aussicht nach einstündiger Rumsucherei nichts entdeckt hatten, bin ich entnervt zur 6th Street zurück. Wieso auch stundenlang nach etwas suchen, wenn man die Party direkt vor der Nase hat?


Prachtvolle Aussicht am See, aber keine Party!

Auf der 6th bin ich dann von Bar zu Bar gezogen, hab den verschiedensten Musikstilen gelauscht und in jeder Bar mindestens ein Bierchen gezischt. Das Fiese in Austin ist nämlich, dass man kein Alkohol auf den Straßen trinken darf, weswegen man eben so lange in den Bars bleiben muss, bis der Alk leer ist. Wenn die Musik nicht mehr gefällt, wird man so ganz schnell zum Extrinker. Wieviel Bars es waren? Keine Ahnung, hab irgendwann aufgehört zu zählen. Könnt Ihr auf die Biere und den weiteren Alkohol übertragen ;-)

Gegen spätabends bin ich dann nochmal zum Auto, wo ich mein kurzhosiges Outfit gegen ein wetterfesteres tauschte, da es nachts schon ziemlich kalt werden kann. Ich hatte ja immerhin Klamotten für mindestens drei Festivals dabei, weswegen ich oben am Auto noch ne Modenschau veranstaltete, weil ich mich nicht entscheiden konnte, in welchem ich noch besser aussah.
Hatte wohl das richtige gewählt, lernte ich doch auf dem nächsten Freilichtspektakel ein Mädel kennen, das mich später noch in den Laden ums Eck einlud.

Letztes Freilichtspektakel des Abends



Curiosity: Physik die begeistert...

In dem Schuppen war es anfangs noch ziemlich leer, wofür sich das Mädel, dessen Namen ich natürlich auf Anhieb wieder vergessen hatte, vielmals entschuldigte. Gegen später wurde es aber richtig voll gute alte Dancemusik wurde auch gespielt, worauf ich so lange getanzt habe, bis der Laden dicht machte. Hatte vollkommen das Zeitgefühl verloren. Als ich das letzte Mal auf die Uhr schaute wars 23 Uhr - und plötzlich war es 2.30 Uhr nachts.
Als ich so abtanzte, kam ein Fotograf auf die Tanzfläche und machte ein paar Bilder von mir, fragte mich, wo ich her komme und meinte, dass ich "a really handsome guy" sei. Ziemlich gay, aber ich hatte wohl wirklich das richtige Outfit gewählt...

Nachdem ich kein Bier mehr bekam, machte ich mich also auf den Weg zum Auto, wo Viktor friedlich schlafend auf mich wartete. Musste ziemlich am Auto rütteln, bis ich ihn wach hatte. Ab nach Hause, wo ich den Hals natürlich nicht vollkriegen konnte und noch ein Bierchen aufmachte und...nach ein paar Schlücken stehen ließ...


Samstag

"Boah Viktor, muss das sein?", waren meine ersten Worte, als dieser morgens den Vorhang aufzog. Was ich vergessen hatte: Wir mussten das Zimmer bis 11 Uhr räumen.
Während ich im Halbschlaf nochmal den gestrigen Tag Revue passieren hab lassen und zu mir selbst sagte: "Geil wars", war ich auch schon raus aus dem Bett und ab unter die Dusche, um mich zurecht zu machen für einen weiteren Tag voll wilder Party. War der vorherige Abend schon klasse, hoffte ich das Ganze heute noch toppen zu können. Meinen Muskelkater vom Tanzen ignorierte ich mal geflissentlich.
Schlüssel abgegeben, ab ins Auto und in die Innenstadt.

Kippe am Morgen vertreibt Kater und Biersorgen..

Nicht weit von unserem Parkplatz machten wir auch schon die erste coole Entdeckung des Tages: es sollte ein Live-Konzert mit unzähligen Bands und zwei Tribünen heute geben - 4free. Na, wenn das nichts ist.

Gelände des Livekonzerts (abends bei einem/zwei Bier aufgenommen)..

Aber zuerst hieß es, was zum Kauen zu finden, damit der Alkohol auch ein anständiges Bettchen im Magen bekam. Also ab in die Stadt und erst mal wieder umhergeirrt, auf der Suche nach einem Lokal das Viktor am Vortag gesehen hatte und unbedingt ausprobieren wollte. Da ich langsam richtig Kohldampf bekam und Viktor später noch ins Kino wollte, trennten sich also unsere Wege heute schon vor dem Essen.
Während Viktor sich nun alleine auf die Suche nach seinem ominösen Lokal machte, betrat ich um etwa 13 Uhr das Fadó Irish Pub an der 4th Street, um erst mal anständig zu brunchen.
Das Fadó (ausgesprochen "f'doe") ist ein irisches Lokal, wie es im Buche steht: Drinnen lief zeitgleich ein Rugby- und ein Fussballspiel auf den Großbildfernsehern und die Stimmung war ausgelassen - außerdem war die Hütte rammelvoll. Traf sich gut, wollte eh an die Sonne, weswegen ich also auf den Patio raus bin, wo ich dann auch gleich noch zu meinem ersten Guiness rauchen konnte.
Außerdem bestellte ich mir ein anständig deftiges All-Day Irish Breakfast

So macht brunchen Spaß..

Nachdem ich gespeist und ein bisschen der Livemusik, die im Innenhof gespielt wurde, gelauscht hatte, machte ich mich mit einem aufgewärmten Rausch auf den Weg Richtung Livekonzert. Grad wo ich mir denke, dass jetzt ne Soda nicht schlecht wäre, kommt ein Pickup-Truck mit zwei Mädels auf der Ladefläche ums Eck, um free Monster zu verteilen. Wollt ja eigentliich kein Antialk heute trinken. Aber he, wenns gratis ist!

Vor dem Livekonzert hatte sich mittlerweile eine Riesenschlange gebildet, in der auch Leute anstanden, die bereits ein Armband hatten. Wenn die Amis was von den Briten abgeschaut haben, dann das In-der-Schlang-Stehen. Ich bin natürlich außen vorbei und hab auch erstmal die fast noch längere Schlange vor den Toiletten ignoriert. Wenn keiner was sagt, is auch nix passiert.

Und da noch nicht allzu viel los war, hab ich mich erst mal in der Nähe der Haupttribüne in die Sonne gepackt und die Zeit genossen. Schön rumliegen und Bierchen trinken. Wieso auch immer rumstressen? So muss sein!


Just relax.....

Gegen abends, nachdem Viktors Film fertig war, haben wir uns wieder zusammen gefunden und gemeinsam die Show genossen.

Haupttribüne..

Zwischen zwei Live-Acts sind wir dann erst mal zum Capitol rüber und haben ein paar Touri-Bilder gemacht, solange die Sonne noch günstig stand:





Auf dem Rückweg nochmal kurz am Auto vorbei, um uns frisch zu machen und ein Bierchen zu trinken - nunja..ich hab zwei gezippt. Überhaupt kam das Trinken heute nicht zu kurz:


Eins, zwei, drei, viele, viele Bierchen.....

Aber neben der Tatsache, dass das Bier hier wie Wasser schmeckt, wirkt es auch in etwa so. Ich hab summasummarum ungelogen etwa gute 7-8l Bier an diesem Tag getrunken und war abends immer noch topfit. Auf dem Wasen macht sich spätestens nach der vierten Maß die Wolldecke im Mund bemerkbar. Und in Deutschland bin ich auch noch im Training, während ich hier seit 9 Wochen kaum Alkohohl getrunken hatte. Naja, bin ich halt irgendwann auf Jack on the rocks umgestiegen...

Das Konzert ging in etwas bis kurz nach 9, woraufhin wir wieder Richtung 6th Street zogen. Auf dem Weg sind wir aber noch auf ein Restaurant gestoßen, wo neben einem fantastischen Ambiente auch noch grandiose Livemusik geboten wurde.


Wunderschönes Setting und geile Musik..

Dort habe ich dann mein letztes Bargeld auf den Kopf geworfen, bevor es dann endgültig zur Endstation 6th Street gehen sollte. Aber vorher musste ich natürlich noch zu nem ATM, wie hier die Geldautomaten abgekürzt genannt werden, um Geld abzuheben…na spitze…wollen die tatsächlich 5,25 € fürs Abheben von mir! Schweine!!!
Aber ich hatte noch Hunger, ich hatte noch mehr Durst und noch viel mehr Bock auf Party, weswegen ich die Kohle brauchte und also weitere 60$ abhob.

Coyote Ugly Saloon..

Daraufhin gingen wir endlich ins Coyote, das wir am Donnerstag nur kurz von innen begutachtet hatten. War schon irgendwie cool..hab natürlich gleich wieder die Regeln missachtet und ein Filmchen aufgenommen, anstatt nur die erlaubten Fotos zu machen. Aber der Türsteher hat mich nett darauf aufmerksam gemacht.

Yeah, tanzt für mich...

An der Bar erst mal ein Coors und ein Jack on the rocks bestellt und beides so gut wie auf Ex runtergezogen, weil es kurz vor 2 war und ich nicht wieder wie gestern danach ohne Alk da stehen wollte. Also ab die Post und gleich noch mal an die Bar: Coors und Jack on the Rocks…

Juhuuuuu...

Danach gemütlich an die Bar gesetzt, um dem buchstäblich bunten Treiben zu folgen. Um Punkt 2 Uhr nachts kommt dann plötzlich die Bedienstete an und nimmt mir mein Bier weg, das noch vor mir stand, während ich meinen Jacky in der Hand hielt. "No Alcohol after 2am", meinte sie nur und mein Flehen und meine Beteuerungen, es auch schnell auszutrinken stießen auf Granit. Die Party war also gelaufen...

Schon irgendwie ein Spießerladen und ein Spießerland!
Die könnten dort das Megageschäft mit den trink- und feierwütigen Touristen machen - aber wer nicht will, der hat bekanntlich schon. Wie man auf folgendem Video noch sieht, waren nach 2 Uhr noch alle wild auf irgendeine Party und fanden immer wieder einen Grund, um eine Menge zu bilden und zu feiern. Bis schließlich die berittene Polizei kam und die Massen auseinander trieb.

Wildes Treiben noch auf der Straße

So ging nun auch unsere letzte Nacht hier in Austin zu Ende. Grad schad!
Auf dem Weg zum Auto, wo wir ja nächtigen sollten, hab ich dann noch hautnah einen Auffahrunfall miterlebt, bei dem gleich vier Autos aufeinander krachten. Das zweitvorderste sah am Übelsten zugerichtet aus. Aber da mir die Füße wehtaten und ich nur noch ab ins Auto zum Pennen wollte, hab ich ganz vergessen noch anständige Bilder zu machen.


Sonntag

Oh mein Gott…
Im Auto pennen ging mal gar nicht. Mit Sonnenaufgang und dem Vogelgezwitscher, waren auch Viktor und ich wieder auf den Beinen, um uns auch zugleich auf den Heimweg zu machen. Ich wär glaub noch nicht im Stande gewesen zu fahren, hatte ich immerhin mal wieder für vier gesoffen. Aber grad sche wars…

Trotz Zwischenstopp an einer Tanke, wo ich mir ne Zuckerkur verabreichte und eine rauchte, hat Viktor die Rückfahrt in knapp drei Stunden gemeistert. Hut ab!

Vorsicht Kalorienbombe!

So waren wir also um kurz nach 11 Uhr morgens wieder im gepflegten Plano, wo ich den Tag im Germany-Style auf der Couch ausklingen lies und von Austin träumte...

Fazit: 3 Schachteln Kippen geraucht, Unmengen an Alkohol vernichtet, getanzt bis zum Muskelkater, Party bis zum Abwinken, Live-Musik ohne Ende, ...
Einfach grandios!


PS: Der Trick mit den Kippen hat natürlich geklappt und so bin ich auch hier immer wieder mit Leuten zumindest kurz ins Gespräch gekommen, die ein Feuerzeug von mir wollten. Hat sich also gelohnt, wieder kurzzeitig mit dem Rauchen anzufangen. Die restlichen Kippen hab ich sonntags noch weggeraucht, womit ich seit genau einer Woche wieder abstinent lebe :o)

Not missing but back in Action

Jetzt hab ich so lange nichts von mir hören lassen und dann fange ich auch noch in Englisch hier an. Keine Angst!
Die Überschrift war mir nur grad passend erschienen. Muss meine (unzulänglichen) Englischkenntnisse hier nicht unter Beweis stellen; das überlass ich meinen Kommilitonen :P

Der ein oder andere hat wahrscheinlich schon gemutmaßt, ob ich in Austin vielleicht eingeknastet wurde, dort nun irgendwo unter ner Brücke lebe oder die Party dermaßen beschissen war, dass ich Hals über Kopf nach Hause geflogen bin…

Nichts von alledem! Es geht nur auf das Ende meines Praxiseinsatzes hier zu und somit häuft sich die (liegengebliebene) Arbeit. Report muss noch geschrieben, Projekt abgeschlossen werden und dann fühlt man sich abends schon irgendwie ausgelaugt und hat nicht mehr die Muse noch mehr zu schreiben.

Aber nun ist es endlich soweit. Die Zeit nehm ich mir das Wochenende einfach, wo hier mal wieder superbeschissenenes Wetter ist und Six Flags zum dritten Mal ins buchstäbliche Wasser fällt. Und somit komme ich auch gleich ohne weitere Umschweife auf das Topthema der vorletzten Woche zu sprechen: Spring Break und South by Southwest Festival in Austin, Texas. Um es vorweg zu nehmen: Es war geil! HAMMERGEIL!!!
Die Zeit dort hat die langweiligen Wochen hier in Plano wohl so ziemlich wett gemacht, wobei ich aber mittlerweile zugeben muss, dass wahrscheinlich schon ein Wangener Bauernfest nach 9 Wochen Abstinenz so in etwa so bedeutend geworden wäre wie das Oktoberfest. Aber es war schon genial...

Donnerstag, 19. März 2009

Austin, wir kommen...

Noch einmal schlafen, dann isses soweit!
Spring Break in Austin steht endlich an. Ich kanns kaum erwarten. Das langweilige Dallas hinter uns lassen und endlich ne geile Party starten...
In Austin ist vergangene Woche auch das South by Southwest Festival angelaufen...


Das bedeutet, dass noch mehr los sein wird, als ohnehin jede Woche in Downtown los sein soll. Allen voran auf der 6th Street spielen wohl täglich in etlichen Bars Live Bands. Austin wird nicht umsonst Live Music Capital of the World genannt.

Genau diese 6th Street haben uns auch etliche Arbeitskollegen ans Herz gelegt. Nicht zuletzt Danny, den wir bekanntlich letzten Dienstag kennen gelernt haben, hat folgende beschwörenden Worte von sich gegeben: "Haltet Euch an die 6th Street. Was ihr sonst noch sehen müsst? Hmmm...die 6th Street...da müsst ihr hin...sonst nirgends..."

Da musste ich heute glatt mal im Internet stöbern, was dort wirklich so abgeht und hab entdeckt, dass es in Austin auf der 6th doch tatsächlich einen Coyote Ugly Club gibt. Ich wusste noch nicht mal, dass es diese Clubs wirklich gibt...also dort muss ich auf jeden Fall mal vorbeischauen.

Also gut also, ich pack mich ins Bett, damit ich morgen fit bin. Wir sehn uns frühestens am kommenden Sonntag wieder...buenas noches!

Mittwoch, 18. März 2009

St. Patrick's Day

Sonntag hab ich mal schön ausgeschlafen und zum ausgelassenen Brunch mal wieder das unfassbare Fernsehprogramm genossen:
Die bringen tatsächlich Sonntag morgens um 10:30 Jeepers Creepers 2 und gleich danach Final Destination 2.
Und American Pie 2, der im Anschluss lief, schneiden sie dann. Ja geht's noch? Die besten Szenen aus dem Streifen haben die einfach mal so ritsch ratsch rausgeschnippelt.
Stiflers Urindusche z.B. und die beste Szene des Filmes, bei der Stifler mit dem Vibrator der vermeintlichen Lesben durchs Haus springt und „Dildo, Dildo“ brüllt. Einfach weg...aber Horrorfilme vormittags bringen *tzz*

Gegen Abend sind wir dann Richtung Dallas Downtown aufgebrochen, um im Westend ein St. Patrick's Day Straßenfest zu besuchen. Die Hinfahrt war schon super spannend. Wie wir grad in Richtung Nobelviertel unterwegs sind, seh ich doch glatt folgende Schönheit vor mir.


Da wir auf eine Ampel zufuhren bin ich schnell auf die rechte Spur gewechselt, damit ich auch ein schönes Bild von Christine erwische. Die Ampel springt auf grün, ich beschleunige und mache ein weiteres Foto.


Man achte genau auf das Schild rechts außen - was das wohl heißt?
Richtisch: Right lane MUST turn right!

Hinter mir hupt plötzlich einer wie verrückt, weil ich natürlich geradeaus weiterfahren will. Ja spinnt denn der? Kann der nicht nen anderen anhumpen und wenn schon mich, dann doch gefälligst leise. D'oh.
Merkt Euch Jungs: "Niemals den Verkehr aus den Augen lassen, auch wenn Euch eine wahre Schönheit begegnet!"

Diese adrenalinhaltige Autofahrt konnte dann nur noch von einem noch spannenderen Straßenfest getoppt werden. Welch Höllenspektakel uns erwartete, könnt Ihr auf folgenden Fotos sehen:


Der Hammer, oder?
Wo sind wir hier nur gelandet? Armselig ist kein Ausdruck! Aber wenigstens wissen wir jetzt, was Santa Claus so nach Weihnachten treibt...





Den Frust haben wir dann erst mal mit nem Bierchen runtergespült und sind weitergezogen ins Westend Pub, wo laut Flugblatt das Spektakel weiter gehen sollte. Naja, dort hat sich Viktor noch ein etwas ungewöhnliches Gebräu für 8.50$ einverleibt, bevor wir dann nach Hause gefahren sind, weil auch hier absolut nix los war.

Ausblick - Rückblick

Die neue Woche hat just begonnen und heute ist sie für uns auch schon wieder vorbei. Ist ja wie im Kade, wo mit den Mittwochspartys das Wochenende eingeläutet wird...

Und wieso fragt Ihr Euch? Weil wirs können!
Und da ab morgen Spring Break in Austin ansteht.
Juhuuuuuu...hoffentlich wird das endlich was, nach den herben Enttäuschungen, die wir bisher einfahren mussten. Aber nachdem mir Kathi letzte Woche mitgeteilt hat, dass Spring Break in Florida ne Kinderveranstaltungen sei, schwant mir ja böses.
Hmmm, wie viel Alk benötige ich wohl, um auf Kindergartenniveau zu sinken? Zwei Schluck Bier dürften genügen!

Sodele, und da ich heute mal verkehrter Weise mit dem Ausblick auf die restliche Woche begonnen habe, steht jetzt der von vielen heiß ersehnte Rückblick an:

Freitag: Was lange währt, wird endlich gut?!
Ich fass es nicht, mein Zugang zum Alcatel-Netzwerk funktioniert endlich. Mein Account wurde freigeschaltet und ich kann auf meine Emails zugreifen. Wie geil ist das denn? Finally...wie lange musste ich darauf warten?! Acht lange Wochen sind ins Land gezogen, während ich keinen eigenen Zugang zu unserem heiß geliebten Email-Server hatte....
hmmm...
Super! Und was bringts mir? Emails checken, wie toll *gähn*
Naja, wenigstens kann mir Tobi jetzt auf meine Alcatel-Adresse schreiben...

Aber das sollte nicht das einzige Highlight des Tages sein:
Anfang der Woche wurden wir schon davon unterrichtet, dass wir heute die Spielekonsolen des Labs evaluieren sollen...evaluieren?
Aha...also irgendwas für ne Kundenpräsentation austüfteln, ein Demo-Setup aufbauen oder die XBOX360, die PS3 und die WII mit einem Next Generation Network verbinden, um die Datenraten mittels Sniffer mitzuprotokollieren und ein aussagekräftiges Chart zu erstellen. Klasse!!!
Aber wie sich herausstellte, sollten wir einfach nur...

...hinsitzen und zocken...

Und wofür das ganze? Keiner weiß es. Die Konsolen wurden halt schon vor längerer Zeit gekauft und stehen seit dem dumm rum. Und wenn man schon mal zwei deutsche Praktikanten zur Verfügung hat, dann missbraucht man halt die zum Testen und setzt sie vor die Kisten.
Dies sollte also das erste Mal sein, dass ich ne XBOX360 und ne PS3 in Aktion sehe. Die Nintendo WII hab ich ja schonmal bei Mülli gezockt.

Das Peinlichste ist, dass sowohl Viktor als auch ich, die Superpfeifen der neuen Generation sind. Ich bin der Meister der vergangenen Nintendo und Sega-Ära, aber zu doof die neue Generation der Spieleunterhaltung zu bedienen. Das fängt schon bei der XBOX nach dem Start an. XBOX-Live ... klick .. klick ... hmmm ...klickklick...wo gehts zurück??? Ah, okay...klick...fuck...wo ist das alte Plug&Play-Prinzip - der Grund, wieso man sich eigentlich ne Konsole zulegt?!
Irgendwie ham wir auf dem Ding dann doch ein Spiel zum Laufen gebracht: Halo 3.
Schon viel drüber gehört, jetzt endlich mal zu Gesicht bekommen. Grafisch reißt es nicht vom Hocker und spielerisch ist es (zumindest für mich) voll daneben. Wie kann man nen Shooter auf ner Konsole mit Gamepad zocken? Das is ja mal voll krank. Komplett unintuitiv!
Die PS3 hat dann leider gleich gar nicht funktioniert, weswegen wir halt ein bisschen WII gezockt haben. Hatte das irgendwie besser in Erinnerung. Aber auf Müllis Party sah die Welt dank obligatorischem Alkoholkonsum sowieso anders aus. Da musste ich ja auch nur schütteln (etwaige Assoziationen verbitte ich mir!)

Nach dem Desaster am Arbeitsplatz sind wir dann abends noch ins Fitnesscenter zum Schwimmen gegangen. Und wie ich so im Whirlpool sitze und die Blubberbläschen genieße, verdunkelt sich plötzlich die Halle:
Kommt doch tatsächlich ein Walross von Frau rein und begibt sich Richtung Beckenrand, wo es sich an einem Kopfsprung versucht.
Jetzt weiß ich auch, wieso überall "No diving"-Schilder aufgehängt sind:
Das Walross hat nen Bauchplatscher gelandet das alles zu spät war, wodurch ich mich schon fast genötigt sah Tsunami-Warnungen rauszugeben. Okay, genug der Lästerei. Kommen wir zum...

Samstag: Grapevine Mills Mall
Es geht immer größer, schneller, weiter. Diesen Samstag haben wir die Grapevine Mills Mall besucht, weil das Wetter ziemlich bescheiden war und somit der Six Flags Freizeitpark wieder flach gefallen ist.
Das Ding war noch größer als die Premium Outlet Stores in Allen und ich bin selbst nach vier Stunden shoppen grade mal halb durchgekommen. Viktor andererseits hat es in der Zeit locker geschafft und hatte dabei noch Zeit, sein Eingekauftes ins Auto zu bringen. Irgendwann muss er mir mal erklären, wie er das macht!
Auf jeden Fall hat mich auch diese Mall nicht das letzte Mal gesehen...

Donnerstag, 12. März 2009

Eine neue Liebe, ist wie ein neues Leben...

Gestern war ja bekanntlich Mittwoch, was soviel heißt, als dass ich mal wieder ein neues Fitnessstudio angesteuert habe: LA Fitness.
Ich bin frisch verliebt. LA Fitness ist die kleine jüngere Schwester von Lifetime Fitness. Einfach grandios, was einem auch hier geboten wird: Unzählige Fitness Geräte (an denen man nicht anstehen muss), Squash Courts, Basketballfeld, Sauna, Whirlpool, Schwimmbad mit temperiertem und chlorfreiem Wasser und ne Mini-Schleuder für die nassen Klamotten haben die dort auch. Auf die war mein gestriger Führer Dave besonders stolz. Als ich im aber nur lapidar geantwortet hab: „I know that. Lifetime Fitness got the same!“ war er ein bisschen angesäuert. Merke: Wenn man schon was gratis bekommt, dann nicht auch noch die Konkurrenz erwähnen!

Werd nachher gleich noch dorthin gehen und nach dem Training erst mal schön saunieren und Blässchen im Whirlpool erzeugen. Das hab ich mir verdient, nachdem bei uns die letzten Tage das Wetter richtig grässlich geworden ist. Während ich mir nämlich am Sonntag noch im wahrsten Sinne des Wortes den Sonnenbrand meines Lebens eingefahren habe, frieren wir uns nun bei 3° C die Hintern ab.
Von Sonnenbrand zu Deutschlandwetter in 24h. Da wirst verrückt.

Aber ich will mich ja mal nicht beschweren. In Deutschland isses auch nicht wärmer. Und wieso sollte man auch heulen, wenn man morgens schon so freundlich vom Teller aus angelächelt wird:

Mittwoch, 11. März 2009

Forsicht Vettnapf - huch, schon drin

Der Vice President der Optical Networks Division Mr. Raj Shanmugaraj hatte sich nämlich angekündigt. Nach einer nachmittäglichen Besprechung und Klärung der wieder einmal neuen territorialen Zuständigkeiten, waren alle Mitarbeiter der Division abends im Fox and Hounds zum Pool spielen eingeladen. Das hieß zwei Getränke und Fingerfood und Salat for free! Da ließen wir uns natürlich nicht lumpen und sind vorbeigejettet. Konnten wir doch auch gleich ein bisschen unsere Kollegen besser kennen lernen.

Zum Etablissement:
Das Fox and Hounds is ein englisches Pub wie es sich ein Texaner vorstellt. Während vorne gediegenes Restaurantfeeling herrscht, ist in den hinteren Räumen englische Pubatmosphäre angesagt: Poolbillard und Dart. Die Preise sind human und täglich gibt es irgendwelche Specials: gestern gabs z.B. jedes Pint für 2$.
Natürlich darf man nicht wirklich britisch-englische Küche erwarten. Wir sind immerhin in Texas und die Gerichte somit auf Tex-Mex getrimmt. Aber das Essen war lecker und das nicht nur, weil es umsonst war. Es gab Chickenfingers, Mini-Burritos, Nachos mit allerlei Dips, Salat und Guacamole.

Kojak spielt mit seinen Bällen

Während wir uns also die Bäuche vollschlugen, Pool spielten und peu à peu neue Kollegen kennen lernten, musste ich dann doch mal Vincent (siehe Bildbeschreibung weiter unten) fragen, wer denn eigentlich Raj war, von dem ich bisher nur immer den Vornamen gehört hatte. Zur offiziellen Vorstellung Nachmittags waren wir ja nicht geladen gewesen bzw. wurde uns abgeraten hinzugehen, weil es stinklangweilig sei. Nun gut, kollegial wie Vincent ist, zeigt er in Richtung eines Flatscreens und bedeutet mir, dass "the guy with the glasses under the tv" Raj sei.
Hmmm...dort stand ne Bohnenstange von Weißbrot. Und der soll nen indischen Namen haben? Hab ich Vincent auch richtig verstanden? In der Nähe dieses Typen stand aber auch keiner, der nur annähernd den Namen Raj hätte tragen können. So hallo, das war also Raj.

Wie der Abend dann voranschreitet und ich gerade mit nem Riesenteller Fingerfood (natürlich vollgeladen bis oben hin), an einem Billardtisch vorbeilaufe, spricht mich ein dunkelhäutiger Kollege mit der Frage an, wer denn eigentlich ich sei.
Ich mit vollem Mund: "I'm Nico and you?"
Da guckt er mich ganz entgeistert an und meint: "I'm Raj"
OUCH! Bedienung! Bitte drei doppelte Whiskey! Peinlicher kanns nimmer kommen.

Vincent, Danny und Snehal (von links)

Ich bin mir bis jetzt noch nicht sicher, ob mich Vincent, der des öfteren seine Späße treibt, veräppelt hat oder nicht. Ich hab ihm natürlich gleich drauf die peinliche Geschichte erzählt, worauf er nur meinte: "Oh no man, I meant the guy behind the guy with the glasses". Ich könnt schwören, dass hinter ihm niemand stand - ich werds wohl nie erfahren...

Der restliche Abend war noch richtig klasse. Ziemlich coole Leute kennen gelernt. Allen voran Danny (siehe Bild oben in der Mitte):
Der Typ ist ein Unikum, wie man ihn wohl auf jeder Party trifft. Laut, immer nen Spruch auf den Lippen und er hat uns "wertvolle" Tipps für Spring Break in Austin nächste Woche mit auf den Weg gegeben. Die Studentinnen dort seien strohdoof und würden geradezu auf alles "exotische" fliegen - allen voran auf Europäer. Wir sollen einen auf Touri machen, wofür unser Englisch im Moment aber zu gut sei (das hat der tatsächlich zu mir gesagt *lach*). Immer schön breit Akzent sprechen und oft nachfragen, was dies und das denn auf Englisch heißt, da die Mädels doch so gerne "teachen" würden. Na aber hallo und ich war ein ungezogener Schüler..öhm...aus!!!

Nungut, wir werden ja nächste Woche sehen, wie "wertvoll" seine Tipps wirklich sind. :o)

Ein gelungener Abend ging dann mit einer Runde Darts zu Ende, wobei Vincent doch glatt nen 180er in der ersten Runde gegen mich warf. Der Typ wird mir immer unheimlicher...

Ein turbulenter Tag

Gestern is mal wieder einiges passiert, nicht zuletzt, weil sich hoher Besuch angekündigt hatte. Aber dazu im nächsten Post mehr.
Zuerst galt es in der Firma einmal mehr mich um meinen Zugriff auf das Alcatel-Netzwerk zu kümmern.
Meine SecureID (links), die mir minütlich nen neuen sechstelligen RSA-Schlüssel generiert, wurde mir ja mittlerweile zugeschickt. Aufs Netzwerk komm ich aber immer noch nicht. Also mal wieder beim Global Helpdesk angerufen und erfahren, dass mein Account ja noch gar nicht frei geschalten sei. Aha, und was machen wir da?
Wie wärs mit nem neuerlichen Antrag übers Internet? Gute Idee! Also wurde mir wieder einmal ein Link zu einem Formular via Mail geschickt, wo ich dann endlich meinen Zugang freischalten lassen könne. Dieser Link sah aber anders aus, als alles was ich bisher ausgefüllt hatte und am Schluss stand doch tatsächlich dran, dass Monika Schleifer nun ne Email zur Bestätigung erhalten habe. Wow, das könnte also endlich klappen. Monika hat sich dann auch gleich heute bei mir gemeldet und wollte noch kurz wissen, was genau ich da bestätigt haben will, bevor sie ihre Zustimmung gibt. Sieht ja soweit alles gut aus...We'll see tomorrow.

Tja, und wie ich gestern meine Alcatel-Mails über Viktors Zugang checke, stolpere ich doch glatt über ne Benachrichtigung unserer Personalabteilung, dass ich noch meine Lohnsteuerkarte nachreichen muss...das ganze gefälligst bis in drei Tagen, sonst werd ich rückwirkend mit Steuerklasse VI abgerechnet. Na spitze. Da kommen die erst jetzt drauf?!
Und gerade mittwochs hat das Bürgerbüro in Stuttgart natürlich nachmittags geschlossen, weswegen ich also gestern bis halb zwei nachts wach bleiben durfte, damit ich in aller Herrgottsfrühe in Deutschland anrufen konnte. Aber der Typ vom Bürgerbüro war echt cool drauf und hilfsbereit. Meinte zwar erst, dass das wohl nichts wird mit zuschicken bis Freitag und ich persönlich vorbeischauen soll; nachdem ich ihm aber erklärt hatte, dass das im Moment leider nicht ganz soooo einfach sei, hat er dann die Karte direkt zu Händen unserer Personalabteilung abgeschickt. Coole Sache.
Heute morgen dann auch gleich noch die zuständige Dame der Abteilung angerufen und vergewissert, dass alles ohne Probleme vonstatten geht.

Tja, wie eingangs schon erwähnt, stand gestern ja noch hoher Besuch an...

Montag, 9. März 2009

Ups, I did it again!

Mein Ticket für die WWE Wrestling Supershow in drei Wochen ist angekommen. Ja, ich bin Wrestling-Fan. Ja, ich weiß, dass alles Show ist und ja, ich steh trotzdem dazu.
Wird sicher klasse!!!

Wie Ihr auf den vorangegangen Bildern von mir schon gesehen habt, hatte ich mal wieder nen Friseur nötig. Der ein oder andere wird sicher fragen: „Wofür?“.
Meine Antwort: „Schau, da fährt ein Zug nach „HALT DIE FRESSE!!!“

Also war ich heute beim Friseur. Was dabei rauskommt, wenn man nicht richtig Englisch sprechen kann, seht Ihr auf folgendem Bild *heul*.

Ups...I did it again!

War natürlich so gewollt. Öfter mal was Neues und ich muss mich ja langsam schon an den Glatzenlook gewöhnen.

Poser!

Na, in Pose schaut das doch gar nicht so schlecht aus ;-)
Nur der Spiegel sollte mal wieder geputzt werden.

PS: Wie man an meiner Beinstellung sehen kann, gibt es positives von meinem Knie zu berichten. Ich humpel zwar noch immer leicht, aber die Schmerzen beim normalen Gehen sind erträglich und nachts halten mich die Schmerzen auch nicht mehr wach. Vielleicht klappts ja bald wieder mit dem Sport.

Sonne...wie geil ist das denn?

Es war Sonntag und wieder einmal haben wir unsere Planung über den Haufen geschmießen. Nachdem wir ja am Vortag die wichtigste Sehenswürdigkeit Dallas' besucht hatten, wollten wir eigentlich heute das zweitbedeutendste anschauen: Die Southfork Ranch…
Also die Ranch, die Kulisse für die Serie Dallas stand. Ja es gab mal ne Serie namens Dallas mit Larry Hagman. Larry Hagman? Hat unter anderem in die Bezaubernde Jeannie mitgespielt…
Bezaubernde Jeannie? Argh…ich kann auch bei Adam und Eva anfangen.

Auf alle Fälle haben wir diesen Plan aus dem Fenster geworfen, nachdem ich aus eben diesem geschaut und wundervollen blauen Himmel erspäht habe. Also nix wie raus an den Pool...

Okay, der Pool lässt ein bisschen zu wünschen übrig

...und mich braten lassen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Getreu meinen Mottos: „Keine halben Sachen!“ und „Ganz oder gar nicht!“ hab ich mich also das erste Mal der texanischen Nachmittagssonne gestellt und leicht verschätzt - die Sonne unter- und/oder mich überschätzt.

Hello, Sunny Boy

Seh ein bisschen rot aus. Aber das wird braun. Endlich fühl ich mich wieder komplett, nachdem ich die letzten Wochen wie der lebende Tod rumgelaufen bin.

Abends stimmte ich mich dann auf ESPN mit ner Classic Ausgabe schonmal auf die kommende Baseball Saison ein. Wir haben übrigens Karten für das Auftaktspiel der Texas Rangers gegen...trommelwirbel...die Cleveland Indians!!!

Yeah, die Indianer von Cleveland.
Kennt das auch keiner mehr? Mit Tom Berenger und Charlie Sheen als Wild Thing Ricky Vaughn.
Ich brauch ne Kappe von denen, fällt mir da grad ein. Lasst mich das nicht vergessen!

Weitere Eindrücke vom Samstag

Wir haben aber natürlich nicht nur das Sixth Floor Museum besucht, sondern sind auch so mal wieder durch die Gassen von Dallas gezogen. In einem Souvenirshop konnt ich wieder mal nicht an mich halten:


Wenn ich so weiter mache, buchten die mich noch ein hier. Die haben ja noch die Todesstrafe in Texas. Gibts die auch für unerlaubt Fotos machen?

Auf den Adrenalinkick mussten wir dann erst mal was essen gehen und wo sollte man das besser machen als im Hofbräuhaus?


Okay, nicht ganz das legendäre Münchner Hofbräu, aber dafür hatten die dort die besseren Steaks und das wohl kalorienreichste Dessert überhaupt:


Auf unserer Heimfahrt musste ich dann endlich mal dokumentieren, wie hier die Vögel abgehen. Live ist das noch viel beängstigender:


Jetzt weiß ich, wo Hitchcock seine Idee für die Vögel her hatte.