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Donnerstag, 19. März 2009

Austin, wir kommen...

Noch einmal schlafen, dann isses soweit!
Spring Break in Austin steht endlich an. Ich kanns kaum erwarten. Das langweilige Dallas hinter uns lassen und endlich ne geile Party starten...
In Austin ist vergangene Woche auch das South by Southwest Festival angelaufen...


Das bedeutet, dass noch mehr los sein wird, als ohnehin jede Woche in Downtown los sein soll. Allen voran auf der 6th Street spielen wohl täglich in etlichen Bars Live Bands. Austin wird nicht umsonst Live Music Capital of the World genannt.

Genau diese 6th Street haben uns auch etliche Arbeitskollegen ans Herz gelegt. Nicht zuletzt Danny, den wir bekanntlich letzten Dienstag kennen gelernt haben, hat folgende beschwörenden Worte von sich gegeben: "Haltet Euch an die 6th Street. Was ihr sonst noch sehen müsst? Hmmm...die 6th Street...da müsst ihr hin...sonst nirgends..."

Da musste ich heute glatt mal im Internet stöbern, was dort wirklich so abgeht und hab entdeckt, dass es in Austin auf der 6th doch tatsächlich einen Coyote Ugly Club gibt. Ich wusste noch nicht mal, dass es diese Clubs wirklich gibt...also dort muss ich auf jeden Fall mal vorbeischauen.

Also gut also, ich pack mich ins Bett, damit ich morgen fit bin. Wir sehn uns frühestens am kommenden Sonntag wieder...buenas noches!

Mittwoch, 18. März 2009

St. Patrick's Day

Sonntag hab ich mal schön ausgeschlafen und zum ausgelassenen Brunch mal wieder das unfassbare Fernsehprogramm genossen:
Die bringen tatsächlich Sonntag morgens um 10:30 Jeepers Creepers 2 und gleich danach Final Destination 2.
Und American Pie 2, der im Anschluss lief, schneiden sie dann. Ja geht's noch? Die besten Szenen aus dem Streifen haben die einfach mal so ritsch ratsch rausgeschnippelt.
Stiflers Urindusche z.B. und die beste Szene des Filmes, bei der Stifler mit dem Vibrator der vermeintlichen Lesben durchs Haus springt und „Dildo, Dildo“ brüllt. Einfach weg...aber Horrorfilme vormittags bringen *tzz*

Gegen Abend sind wir dann Richtung Dallas Downtown aufgebrochen, um im Westend ein St. Patrick's Day Straßenfest zu besuchen. Die Hinfahrt war schon super spannend. Wie wir grad in Richtung Nobelviertel unterwegs sind, seh ich doch glatt folgende Schönheit vor mir.


Da wir auf eine Ampel zufuhren bin ich schnell auf die rechte Spur gewechselt, damit ich auch ein schönes Bild von Christine erwische. Die Ampel springt auf grün, ich beschleunige und mache ein weiteres Foto.


Man achte genau auf das Schild rechts außen - was das wohl heißt?
Richtisch: Right lane MUST turn right!

Hinter mir hupt plötzlich einer wie verrückt, weil ich natürlich geradeaus weiterfahren will. Ja spinnt denn der? Kann der nicht nen anderen anhumpen und wenn schon mich, dann doch gefälligst leise. D'oh.
Merkt Euch Jungs: "Niemals den Verkehr aus den Augen lassen, auch wenn Euch eine wahre Schönheit begegnet!"

Diese adrenalinhaltige Autofahrt konnte dann nur noch von einem noch spannenderen Straßenfest getoppt werden. Welch Höllenspektakel uns erwartete, könnt Ihr auf folgenden Fotos sehen:


Der Hammer, oder?
Wo sind wir hier nur gelandet? Armselig ist kein Ausdruck! Aber wenigstens wissen wir jetzt, was Santa Claus so nach Weihnachten treibt...





Den Frust haben wir dann erst mal mit nem Bierchen runtergespült und sind weitergezogen ins Westend Pub, wo laut Flugblatt das Spektakel weiter gehen sollte. Naja, dort hat sich Viktor noch ein etwas ungewöhnliches Gebräu für 8.50$ einverleibt, bevor wir dann nach Hause gefahren sind, weil auch hier absolut nix los war.

Ausblick - Rückblick

Die neue Woche hat just begonnen und heute ist sie für uns auch schon wieder vorbei. Ist ja wie im Kade, wo mit den Mittwochspartys das Wochenende eingeläutet wird...

Und wieso fragt Ihr Euch? Weil wirs können!
Und da ab morgen Spring Break in Austin ansteht.
Juhuuuuuu...hoffentlich wird das endlich was, nach den herben Enttäuschungen, die wir bisher einfahren mussten. Aber nachdem mir Kathi letzte Woche mitgeteilt hat, dass Spring Break in Florida ne Kinderveranstaltungen sei, schwant mir ja böses.
Hmmm, wie viel Alk benötige ich wohl, um auf Kindergartenniveau zu sinken? Zwei Schluck Bier dürften genügen!

Sodele, und da ich heute mal verkehrter Weise mit dem Ausblick auf die restliche Woche begonnen habe, steht jetzt der von vielen heiß ersehnte Rückblick an:

Freitag: Was lange währt, wird endlich gut?!
Ich fass es nicht, mein Zugang zum Alcatel-Netzwerk funktioniert endlich. Mein Account wurde freigeschaltet und ich kann auf meine Emails zugreifen. Wie geil ist das denn? Finally...wie lange musste ich darauf warten?! Acht lange Wochen sind ins Land gezogen, während ich keinen eigenen Zugang zu unserem heiß geliebten Email-Server hatte....
hmmm...
Super! Und was bringts mir? Emails checken, wie toll *gähn*
Naja, wenigstens kann mir Tobi jetzt auf meine Alcatel-Adresse schreiben...

Aber das sollte nicht das einzige Highlight des Tages sein:
Anfang der Woche wurden wir schon davon unterrichtet, dass wir heute die Spielekonsolen des Labs evaluieren sollen...evaluieren?
Aha...also irgendwas für ne Kundenpräsentation austüfteln, ein Demo-Setup aufbauen oder die XBOX360, die PS3 und die WII mit einem Next Generation Network verbinden, um die Datenraten mittels Sniffer mitzuprotokollieren und ein aussagekräftiges Chart zu erstellen. Klasse!!!
Aber wie sich herausstellte, sollten wir einfach nur...

...hinsitzen und zocken...

Und wofür das ganze? Keiner weiß es. Die Konsolen wurden halt schon vor längerer Zeit gekauft und stehen seit dem dumm rum. Und wenn man schon mal zwei deutsche Praktikanten zur Verfügung hat, dann missbraucht man halt die zum Testen und setzt sie vor die Kisten.
Dies sollte also das erste Mal sein, dass ich ne XBOX360 und ne PS3 in Aktion sehe. Die Nintendo WII hab ich ja schonmal bei Mülli gezockt.

Das Peinlichste ist, dass sowohl Viktor als auch ich, die Superpfeifen der neuen Generation sind. Ich bin der Meister der vergangenen Nintendo und Sega-Ära, aber zu doof die neue Generation der Spieleunterhaltung zu bedienen. Das fängt schon bei der XBOX nach dem Start an. XBOX-Live ... klick .. klick ... hmmm ...klickklick...wo gehts zurück??? Ah, okay...klick...fuck...wo ist das alte Plug&Play-Prinzip - der Grund, wieso man sich eigentlich ne Konsole zulegt?!
Irgendwie ham wir auf dem Ding dann doch ein Spiel zum Laufen gebracht: Halo 3.
Schon viel drüber gehört, jetzt endlich mal zu Gesicht bekommen. Grafisch reißt es nicht vom Hocker und spielerisch ist es (zumindest für mich) voll daneben. Wie kann man nen Shooter auf ner Konsole mit Gamepad zocken? Das is ja mal voll krank. Komplett unintuitiv!
Die PS3 hat dann leider gleich gar nicht funktioniert, weswegen wir halt ein bisschen WII gezockt haben. Hatte das irgendwie besser in Erinnerung. Aber auf Müllis Party sah die Welt dank obligatorischem Alkoholkonsum sowieso anders aus. Da musste ich ja auch nur schütteln (etwaige Assoziationen verbitte ich mir!)

Nach dem Desaster am Arbeitsplatz sind wir dann abends noch ins Fitnesscenter zum Schwimmen gegangen. Und wie ich so im Whirlpool sitze und die Blubberbläschen genieße, verdunkelt sich plötzlich die Halle:
Kommt doch tatsächlich ein Walross von Frau rein und begibt sich Richtung Beckenrand, wo es sich an einem Kopfsprung versucht.
Jetzt weiß ich auch, wieso überall "No diving"-Schilder aufgehängt sind:
Das Walross hat nen Bauchplatscher gelandet das alles zu spät war, wodurch ich mich schon fast genötigt sah Tsunami-Warnungen rauszugeben. Okay, genug der Lästerei. Kommen wir zum...

Samstag: Grapevine Mills Mall
Es geht immer größer, schneller, weiter. Diesen Samstag haben wir die Grapevine Mills Mall besucht, weil das Wetter ziemlich bescheiden war und somit der Six Flags Freizeitpark wieder flach gefallen ist.
Das Ding war noch größer als die Premium Outlet Stores in Allen und ich bin selbst nach vier Stunden shoppen grade mal halb durchgekommen. Viktor andererseits hat es in der Zeit locker geschafft und hatte dabei noch Zeit, sein Eingekauftes ins Auto zu bringen. Irgendwann muss er mir mal erklären, wie er das macht!
Auf jeden Fall hat mich auch diese Mall nicht das letzte Mal gesehen...

Mittwoch, 11. März 2009

Forsicht Vettnapf - huch, schon drin

Der Vice President der Optical Networks Division Mr. Raj Shanmugaraj hatte sich nämlich angekündigt. Nach einer nachmittäglichen Besprechung und Klärung der wieder einmal neuen territorialen Zuständigkeiten, waren alle Mitarbeiter der Division abends im Fox and Hounds zum Pool spielen eingeladen. Das hieß zwei Getränke und Fingerfood und Salat for free! Da ließen wir uns natürlich nicht lumpen und sind vorbeigejettet. Konnten wir doch auch gleich ein bisschen unsere Kollegen besser kennen lernen.

Zum Etablissement:
Das Fox and Hounds is ein englisches Pub wie es sich ein Texaner vorstellt. Während vorne gediegenes Restaurantfeeling herrscht, ist in den hinteren Räumen englische Pubatmosphäre angesagt: Poolbillard und Dart. Die Preise sind human und täglich gibt es irgendwelche Specials: gestern gabs z.B. jedes Pint für 2$.
Natürlich darf man nicht wirklich britisch-englische Küche erwarten. Wir sind immerhin in Texas und die Gerichte somit auf Tex-Mex getrimmt. Aber das Essen war lecker und das nicht nur, weil es umsonst war. Es gab Chickenfingers, Mini-Burritos, Nachos mit allerlei Dips, Salat und Guacamole.

Kojak spielt mit seinen Bällen

Während wir uns also die Bäuche vollschlugen, Pool spielten und peu à peu neue Kollegen kennen lernten, musste ich dann doch mal Vincent (siehe Bildbeschreibung weiter unten) fragen, wer denn eigentlich Raj war, von dem ich bisher nur immer den Vornamen gehört hatte. Zur offiziellen Vorstellung Nachmittags waren wir ja nicht geladen gewesen bzw. wurde uns abgeraten hinzugehen, weil es stinklangweilig sei. Nun gut, kollegial wie Vincent ist, zeigt er in Richtung eines Flatscreens und bedeutet mir, dass "the guy with the glasses under the tv" Raj sei.
Hmmm...dort stand ne Bohnenstange von Weißbrot. Und der soll nen indischen Namen haben? Hab ich Vincent auch richtig verstanden? In der Nähe dieses Typen stand aber auch keiner, der nur annähernd den Namen Raj hätte tragen können. So hallo, das war also Raj.

Wie der Abend dann voranschreitet und ich gerade mit nem Riesenteller Fingerfood (natürlich vollgeladen bis oben hin), an einem Billardtisch vorbeilaufe, spricht mich ein dunkelhäutiger Kollege mit der Frage an, wer denn eigentlich ich sei.
Ich mit vollem Mund: "I'm Nico and you?"
Da guckt er mich ganz entgeistert an und meint: "I'm Raj"
OUCH! Bedienung! Bitte drei doppelte Whiskey! Peinlicher kanns nimmer kommen.

Vincent, Danny und Snehal (von links)

Ich bin mir bis jetzt noch nicht sicher, ob mich Vincent, der des öfteren seine Späße treibt, veräppelt hat oder nicht. Ich hab ihm natürlich gleich drauf die peinliche Geschichte erzählt, worauf er nur meinte: "Oh no man, I meant the guy behind the guy with the glasses". Ich könnt schwören, dass hinter ihm niemand stand - ich werds wohl nie erfahren...

Der restliche Abend war noch richtig klasse. Ziemlich coole Leute kennen gelernt. Allen voran Danny (siehe Bild oben in der Mitte):
Der Typ ist ein Unikum, wie man ihn wohl auf jeder Party trifft. Laut, immer nen Spruch auf den Lippen und er hat uns "wertvolle" Tipps für Spring Break in Austin nächste Woche mit auf den Weg gegeben. Die Studentinnen dort seien strohdoof und würden geradezu auf alles "exotische" fliegen - allen voran auf Europäer. Wir sollen einen auf Touri machen, wofür unser Englisch im Moment aber zu gut sei (das hat der tatsächlich zu mir gesagt *lach*). Immer schön breit Akzent sprechen und oft nachfragen, was dies und das denn auf Englisch heißt, da die Mädels doch so gerne "teachen" würden. Na aber hallo und ich war ein ungezogener Schüler..öhm...aus!!!

Nungut, wir werden ja nächste Woche sehen, wie "wertvoll" seine Tipps wirklich sind. :o)

Ein gelungener Abend ging dann mit einer Runde Darts zu Ende, wobei Vincent doch glatt nen 180er in der ersten Runde gegen mich warf. Der Typ wird mir immer unheimlicher...

Ein turbulenter Tag

Gestern is mal wieder einiges passiert, nicht zuletzt, weil sich hoher Besuch angekündigt hatte. Aber dazu im nächsten Post mehr.
Zuerst galt es in der Firma einmal mehr mich um meinen Zugriff auf das Alcatel-Netzwerk zu kümmern.
Meine SecureID (links), die mir minütlich nen neuen sechstelligen RSA-Schlüssel generiert, wurde mir ja mittlerweile zugeschickt. Aufs Netzwerk komm ich aber immer noch nicht. Also mal wieder beim Global Helpdesk angerufen und erfahren, dass mein Account ja noch gar nicht frei geschalten sei. Aha, und was machen wir da?
Wie wärs mit nem neuerlichen Antrag übers Internet? Gute Idee! Also wurde mir wieder einmal ein Link zu einem Formular via Mail geschickt, wo ich dann endlich meinen Zugang freischalten lassen könne. Dieser Link sah aber anders aus, als alles was ich bisher ausgefüllt hatte und am Schluss stand doch tatsächlich dran, dass Monika Schleifer nun ne Email zur Bestätigung erhalten habe. Wow, das könnte also endlich klappen. Monika hat sich dann auch gleich heute bei mir gemeldet und wollte noch kurz wissen, was genau ich da bestätigt haben will, bevor sie ihre Zustimmung gibt. Sieht ja soweit alles gut aus...We'll see tomorrow.

Tja, und wie ich gestern meine Alcatel-Mails über Viktors Zugang checke, stolpere ich doch glatt über ne Benachrichtigung unserer Personalabteilung, dass ich noch meine Lohnsteuerkarte nachreichen muss...das ganze gefälligst bis in drei Tagen, sonst werd ich rückwirkend mit Steuerklasse VI abgerechnet. Na spitze. Da kommen die erst jetzt drauf?!
Und gerade mittwochs hat das Bürgerbüro in Stuttgart natürlich nachmittags geschlossen, weswegen ich also gestern bis halb zwei nachts wach bleiben durfte, damit ich in aller Herrgottsfrühe in Deutschland anrufen konnte. Aber der Typ vom Bürgerbüro war echt cool drauf und hilfsbereit. Meinte zwar erst, dass das wohl nichts wird mit zuschicken bis Freitag und ich persönlich vorbeischauen soll; nachdem ich ihm aber erklärt hatte, dass das im Moment leider nicht ganz soooo einfach sei, hat er dann die Karte direkt zu Händen unserer Personalabteilung abgeschickt. Coole Sache.
Heute morgen dann auch gleich noch die zuständige Dame der Abteilung angerufen und vergewissert, dass alles ohne Probleme vonstatten geht.

Tja, wie eingangs schon erwähnt, stand gestern ja noch hoher Besuch an...

Dienstag, 3. März 2009

Schlaflos in Plano

Es ist mal wieder Zeit für nen Rückblick der letzten Tage. Na habt Ihr mich schon vermisst? Will ich auch gehofft haben. :o)

Im Moment hab ich wieder eine meiner berühmten Phasen, an denen ich nachts nicht schlafen kann, obwohl ich ziemlich am Sack bin. Wach pausenlos auf und schlaf nur schwerlich ein. Normalerweise ist das ein Zeichen. Ein Zeichen, dass mich etwas beschäftigt....

Wahrscheinlich die Vorfreude auf die über 25°C am Donnerstag und am Freitag. Wie würde Homer sagen: Yuhuuuuu!!! Aber für das Wochenende wurde auch schon wieder beschissenes Wetter angesagt. Und das Üble ist, die liegen hier verdammt richtig mit ihren Vorhersagen. Was den Wetterbericht angeht, wünsche ich mir echt die 80er und frühen 90er Jahre zurück, wo man am nächsten Tag die Chance auf Badewetter hatte, auch wenn Regen vorhergesagt wurde.
So genug mit unserem Wetter geprotzt und in Nostalgie geschwelgt. Was ging nun ab die letzten Tage? Mit einem Satz: Eigentlich nicht viel und doch so einiges...

Samstag 

waren wir shoppen bei den Allen Premium Outlets. Ein gigantisches Gelände mit 100 Outletstores, die im Kreis angeordnet sind. Man fängt also bei einem Store an und wählt eine Richtung in der es zu shoppen gilt. Und mit etwas Glück, kommt selbst ne Navigationsniete wie ich irgendwann wieder am Ausgangspunkt an. Tja, ist halt nur eine Frage der Zeit. Ich habs in vier Stunden noch nicht mal bis zum Halbkreis geschafft. Was heißt das für mich?
Da muss ich vor meiner Heimreise unbedingt nochmal hin. Dann aber mit mehr Zeit.



Sonntag 

Ihr erinnert Euch noch an das Fitnesscenter, von dem ich so geschwärmt hatte?
Am Sonntag haben wir dort den ganzen Nachmittag im Wellnessbereich verbracht. Eigentlich wollten wir uns ja auch ein bisschen an der Kletterwand austoben, aber dafür waren wir leider zu spät dran und so musste ich mich halt von Whirlpool zu Sauna zu Dampfbad und wieder zurück hangeln. Einfach himmlisch...Ich kann mich nur nochmal wiederholen: "Wieso haben wir sowas nicht in Deutschland?"


In dem Center wird echt an alles gedacht: Handtücher werden gestellt (hab ich natürlich gleich ausgenutzt und sechs verbraucht), in der Umkleide, die übrigens traumhaft eingerichtet und mit Holz vertäfelt ist, gibts ne Fernsehecke, vor den riesigen Spiegelwänden, wo wirklich jeder Platz findet, gibt es unzählige Handföhne, so dass absolut niemand nach dem Training warten muss.


Natürlich gibts auch nen Seifenspender in der Dusche und der größte Gag: die haben dort ne Minischleuder installiert, in der man seine nassen Kleider von der gröbsten Nässe befreien und danach gleich in nen Plastikbeutel stecken kann. Ich sag ja, die denken echt an alles.


Wochenausblick

Mittlerweile haben wir ja die Halbzeit erreicht hier in Plano und leider hat mit ihr auch der Alltag Einzug gehalten. Läuft fast gleich wie in Deutschland. Man steht morgens auf, geht zum Arbeiten, schleift sich abends vielleicht noch in ne Bar, ins Kino oder Fitnessstudio und freut sich auf das Wochenende. Wie es sich schon die letzten Tage abgezeichnet hat, wird es wohl die nächsten Wochen nicht so viel Beiträge von mir geben. Aber nicht traurig sein, ich hab mir auch mal ein bisschen Auszeit verdient.
Und übrigens hab ich noch ne lange ToDo-Liste für die Wochenenden, womit ich Euch auf dem Laufenden halten kann. In diesem Sinne: to be continued....

Donnerstag, 26. Februar 2009

Ich mal wieder...

Die letzten Tage hatte ich nicht wirklich viel Zeit, um ein Post zu verfassen. Nach der Arbeit sind wir abends eigentlich immer gleich noch weitergezogen.

Dienstags war mal wieder Kino angesagt. Da ich ja bekennender Owen Wilson Fan bin, hatten wir uns diesmal für Marley and me entschieden, in dem auch Jennifer Aniston mitspielt. Kann ich wenigstens behaupten, ich hab seinen letzten Film gesehen, falls Owen dieses Jahr noch einmal nen Selbstmordversuch startet, nachdem der letzte ja schief ging. Wie wir vergangenen Sonntag bei der Oscar-Verleihung gesehen haben, kann sich so ein Suizid ja ziemlich positiv auf die Karriere auswirken. Dumm nur, dass es einem nicht mehr viel bringt...

Mittwoch hab ich dann ein neues Fitnessstudio mittels 7-Day-Trial-Pass ausprobiert.
Und was soll ich sagen, das Fitnesscenter ist ein wahrer Palast. Wie ich so zu der im Internet angegebenen Adresse fahre, fällt mir kurz vor dem Ziel ein riesiger Bau zu meiner Rechten auf. Ein paar hundert Meter weiter, ist dann ein riesiger Wegweiser auf dem LIFETIME Fitness steht. Mitten im Nirgendwo steht ein gigantisches Center...


... (bessere Bilder folgen) und dort gibt es so ziemlich alles, was das Sportlerherz begehrt. Eine ganze Etage mit Fitnessgeräten. Ein riesiger Cardio-Bereich mit dutzenden Laufbändern, Ergotrainern, Fahrrädern, Steppern...dazu noch ein Schwimmbad, mehrere Basketball- und Squash-Courts, Tennisplätze, Kletterwände, Saunas...abartig! 24 Stunden, 7 Tage die Woche offen. Ich würd glatt dort einziehen, wenn ich hier leben würde :o)

Abends sind wir dann noch in nen Improv Comedy Club gegangen, wo Nachwuchskünstler ihr Können unter Beweis stellen konnten. Unser Host Rudy Rush, hat die Zuschauer, die nicht wenige waren, an diesem Abend gut eingestimmt auf die Action die folgen sollte. Leider hielten die Kandidaten (eigentlich 12 an der Zahl, von denen aber nur zehn auftraten) aber nicht, was Rudy uns versprochen hatte.
Ich hab echt bis kurz vor Ende der Show gerätselt, wieso ich nicht so recht lachen konnte. Anfangs überlegte ich noch: "Kann es sein, dass ich die falsch verstehe?".
Dann dachte ich mir: "Blick ich die Witze vielleicht nicht?","Bin ich zu dumm für diese Art Humor?"

Nachdem ich so also sukzessive alle möglichen Gründe aufgedröselt und beiseite geschoben hatte, kam mir der Geistesblitz und Heureka, ich hatte die Lösung: "Ey Mann, die sind so schlecht!"
Okay, ich will nicht alle über einen Kamm scheren. Es waren auch ziemlich witzige und chaotische Elemente dabei, aber auch viel Fäkalhumor und mit diesem haben die meisten versucht, die fehlende Klasse wett zu machen. Johnny Fucking Edwards (der Name ist Programm) zum Beispiel hat haarklein seine Analspielchen erklärt...das muss dann wirklich nicht sein...


Donnerstag war dann der heißeste Tag bisher hier in Plano. Wir hatten rund 80° Fahrenheit, was etwa 27°C sind. Und wir durften in nem arschkalten Lab rumsitzen und arbeiten. Die Amis und ihre Klimaanlagen. *argh*
Heute war das Wetter dann natürlich schon wieder grottig und am Wochenende solls noch beschissener werden. Is ja klar. Wieso sollte es hier auch anders sein als in Deutschland?

Wann bekomm ich hier endlich einmal meine wohlverdienten paar Stunden Sonne ab?! *heul*

Montag, 23. Februar 2009

Sport is Mord!

Vergangenes Wochenende war mal super gechillt. Während Viktor auf seiner SciFi-Convention war, war ich samstags nur shoppen und bin herum gehangen. Kein Stress! Just relax. Von 7 Shops, die ich mir vorgenommen hatte, hab ich zwar gerade mal 2 Stück geschafft, aber ich bin ja noch ein Weilchen da...

Den Sonntag hab ich dann typisch deutsch verbracht: Auf der Couch abliegen und nichts tun. Fernsehen, im Internet surfen, kein Sightseeing! Und vor allem mal ausschlafen!
Also alles recht unspektakulär...

Heut mussten wir dann mal wieder was für unsere Pokerkünste tun. Mit unserer Teilnahme am Turnier im Rack Daddy's letzte Woche, sind wir nun ja offizielle Mitglieder bei AHL Poker. Mit jeder Turnier-Platzierung unter den besten 16, bekommt man Punkte gut geschrieben. Bringt uns zwar nicht viel, macht aber fun. Heut wieder ein paar Punkte mit nem zwölften Platz abgestaubt und danach noch lustlos ein bisschen Pool gespielt.
Ehrlich gesagt, wäre ich dann heut doch lieber auf nem Rosenmontagsball gewesen, um mal wieder so richtig bis in die Puppen abzufeiern. :o)

Naja, aber für mich ist ein bisschen Schongang schon mal ne gute Sache. Gerade wo mein Körper mir ja nen Strich durch die Rechnung macht. Während mein Knie mehr und mehr aus der Schmerzgrenze rauskommt, beginnt jetzt meine Hüfte vom Radfahren zu schmerzen. So langsam stellt sich mir doch die Frage: "Sachma, wirste etwa alt?"
Sollte langsam zu sparen anfangen, damit ich mir ein hübsches künstliches Hüftgelenk in ein paar Jahren leisten kann und dazu vielleicht noch nen vollautomatischen AOK-Jopper. Echt panne!

Freitag, 20. Februar 2009

Hier kommt die Maus

Ein riesiger Shuttlebus nur für uns zwei beide, der uns dann noch ganze 100 Meter weit fährt. Alter Falter. Faules Pack hier! Aber da mein Knie ja hin ist, kommt mir das gerade recht.
Schon auf dem Parkplatz draußen haben wir übrigens mehrere Schulbusse gesehen, was wir jedoch erblicken, als wir zum eigentlichen Touranfang kommen, lässt zumindest mir leicht die Sprache verschlagen: Ein ganzer Haufen Grundschüler samt Lehrkräfte. Putzig!

Aber nun fühl ich mich noch mehr fehl am Platze. Sind denn keine anderen Erwachsenen hier?
Und da erblicke ich sie und wünsche mir zum fünfzigsten Mal heute, ich wäre zu Hause im Bett geblieben (hab ich schon erwähnt, dass ich endlich mal ausschlafen hätte können?): Die restlichen Erwachsenen scheinen geradewegs aus dem Film Cocoon entsprungen zu sein. Da wahrscheinlich außer Natascha, keiner der hier Mitlesenden (liest überhaupt jemand mit? *g*) den Film Cocoon kennt, hier ein paar Tipps, auf was ich hinaus will: Graue Haare, runzlige Haut, Menopause, Rollstuhl, Windeln.
Ja genau: Heute hatte also nicht nur die örtliche Grundschule sondern auch das nahegelegene Altenheim Ausgang. Cool! Da passen wir ja gnadenlos rein, ich ja sozusagen in beide Kategorien.

Die eigentliche Besichtungstour war noch unspektakulärer als ich es mir vorgestellt hatte. Viel blabla, noch mehr blablabla und noch viel mehr blublub. Ach übrigens: Wir hatten heute 22°C Außentemperatur, während wir hier inner verstickten Offset-Druckerei rumgammelten *d’oh*.
Hab absolut nichts gesehen, was ich nicht schon im Internet gelesen oder bei der Sendung mit der Maus über ne Gelddruckerei gesehen hätte. Hab ich eingangs also noch geschrieben, dass ich eines besseren belehrt worden bin. Das war gelogen!

Notiz an mich: Werde nicht zu einer Sightseeing-Heuschrecke, die meint alles gesehen haben zu müssen. Carpe diem, aber richtig!

Nachdem ich Viktor zu seiner SciFi-Convention gefahren hatte, hab ich mich erst mal in die Sonne gepackt. Wat mut, dat mut!

Money Factory

Tja, aber vorher wollte er noch die Gelddruckerei in Fort Worth anschauen. Da ich ja kein Spielverderber bin und außer endlich einmal auszuschlafen auch nichts anderes zu tun hatte, bin ich halt mal ohne richtige Lust mit zum Bureau of Engraving and Printing.
Geld drucken, bestimmt super interessant. *gähn*
Aber ich sollte eines besseren belehrt werden….

Erst mal haben wir uns wieder heillos verfahren. Diesmal waren aber nicht wir (naja nur teilweise) Schuld, sondern Google! Schicken die uns glatt mitten ins Nirgendwo.
Haben es dann aber dank unseres perfekten Orientierungssinnes doch noch gefunden. Dort angekommen, ertönt auch schon eine Stimme aus einem Lautsprecher, die über den gesamten Parkplatz zu vernehmen ist. Wir sollen doch bitte alle elektronischen Geräte, Kameras, Handfeuerwaffen, Messer, Pfefferspray usw. im Auto lassen.
Und dann gings ab durch den Scanner.
Meinen Autoschlüssel haben sie mir komischerweise nicht abgenommen. Man muss beim besten Willen kein Chuck Norris sein, um so nen Schlüssel als Dosenöffner für ne Halsschlagader zu verwenden. Okay, ich bin Horrorfilm geschädigt!


Draußen stand dann ein Shuttlebus für uns bereit...

Nix zu tun! Oder?

Okay, die Woche gabs nicht wirklich viel von mir zu hören. Hab mir am Dienstag beim Joggen endgültig das Knie geschrottet. Ich tipp auf ne Meniskusquetschung. Joggen fällt also die nächsten Wochen flach. Aber da die Schmerzen nur beim Laufen auftreten, weil da das Knie ganz durchgestreckt wird, bin ich halt auf Radfahren umgestiegen. Kann ja nicht angehen, dass ich keinen Sport mehr hier treibe, wo doch sonst nix zu tun ist.

Wo wir beim Thema nix tun sind:
Don hatte endlich ein Einsehen mit uns und ein anderes Projekt besorgt. Da wir anscheinend nicht mehr mit unserem eigentlichen Projekt weitermachen können, da das GPS-Modul nicht funktioniert und das Kamera-Modul erst in 4 Wochen eintreffen soll. Also durften wir die Entwicklerstiefel an den Nagel hängen, um sie gleich darauf wieder runterzuholen.
Die jetzige Aufgabe klingt sehr viel versprechend, auch wenn wir die erste Teilaufgabe schon in wenigen Stunden gelöst hatten, obwohl dafür einige Tage bis Wochen veranschlagt waren. Mal schauen, ob der zweite Teil auch so simpel wird.

Tja, und wenn man endlich mal was Richtiges zu tun hat, was macht man dann am besten? Rischtisch!!!! Urlaub!!!
Haben uns also heute frei genommen, weil Viktor nachmittags auf ne SciFi-Convention wollte…

Montag, 16. Februar 2009

Please do not touch...

Da wir bei unserem Ausflug ins Dallas Museum of Arts ein Combi-Ticket erstanden hatten, haben wir gestern noch den zweiten Teil unserer Museumstour eingelöst:
Die Besichtigung des Nasher Sculpture Center

Der Name implizierts: dort sind tatsächlich...ja...Skulpturen zu sehen. Darunter auch Werke von weltbekannten Künstlern wie Picasso und Rodin. Natürlich ist die Handycam auch hier wieder heiß gelaufen. Waren schon einige tolle Sachen dabei.
Unter anderem zwei Werke von Jonathan Borofsky, der Riesenskulpturen anfertigt und den ich zu meinem neuen Lieblingskünstler erkoren habe:

Jonathan Borofsky: Walking in the Sky

Wer sich über die Überschrift wundert, die habe ich gewählt, weil ich natürlich nicht die Griffel von der Kunst lassen konnte. Laufe ich also bei folgender Skulptur vorbei...

Mark di Suvero: "For W.B. Yeats"

...und höre mir auf meinem Audio-Guide die dazugehörende Nummer an. Und da wird mir doch tatsächlich erzählt, dass die Skulptur frei bewegliche Teile hat!! Ja, bist narrisch. Wenn das keine Einladung war. Ich also erst ganz unauffällig mit überkreuzten Armen an das Ding rangetreten und es vorsichtig mit dem Daumen angeschubst...
Und sie dreht sich doch: Wie geschmiert fängt das Teil an sich zu drehen.
Und wie ich sehe, dass die Seitenteile auch beweglich sind, werfe ich alle Vorsicht über den Haufen, um zu sehen, wie flexibel es nun wirklich ist. Drück hier rum und dort rum und ...
"Do not touch the sculptures, please!"
Oh Mann, steht doch tatsächlich so ein Spielverderber vom Museum vor mir und fordert mich auf, die Skulpturen nicht anzufassen. Ist ja wie bei ner Sammlung von alten Spielsachen. Wofür wurden diese Dinge hergestellt, wenn man nicht mit ihnen spielen darf?

"Oh, I'm sorry! I didn't know it's not allowed."
Wer's glaubt :D

Davor oder danach aufgenommen?

Sonntag, 15. Februar 2009

Fitness Center, Bücher und Kartenspiele

Tja, mit dieser Überschrift ist mein Samstag auch schon zusammengefasst.
Während ich mich nämlich samstags auf den Weg machte, um ein Fitness Center zu suchen, in dem ich die restlichen zwei Monate trainieren kann, bin ich über einen Half Price Books-Laden gestolpert, aus dem ich gleich gar nicht mehr raus wollte.

Aber von Anfang an:
Samstag Mittag hab ich mich also auf die Suche nach einem Fitness Center begeben und musste mit Graus feststellen, dass die Schweine hier nen armen (fast) jungen Studenten um seine Kohle bringen wollen. Wollen die doch tatsächlich für zwei Monate alle im Schnitt über 70$ von mir haben, wo ich doch nur zwei Mal in der Woche deren Gewichte benutzen will, damit mein Gewicht wegen dem Fast Food hier nicht soweit zunimmt, dass ich ein eigenes Gravitationsfeld aufbaue.
Da nun aber viele Fitnesscenter ne 7-Tage Trial Mitgliedschaft anbieten, werde ich die nächsten Wochen jetzt einfach im Wechsel die Studios "ausprobieren". Clever, nicht?
Wenn die mich verkackeiern wollen, dat kann ich auch. D'oh!

Auf der Rückfahrt von meiner Suchtour stolpere ich dann tatsächlich über einen Half Price Book Store. Dort werden gebrauchte Bücher, CDs, DVDs, Musik/Video-Kassetten und Software angekauft und zum halben Coverpreis oder billiger verkauft. Desweiteren haben diese Läden immer ne Clearance-Ecke, wo die "Ramsch"-Bücher für 1-3$ verscherbelt werden. Coole Sache! Wieso gibts sowas nicht in Deutschland?

Abends haben Viktor und ich dann ne hiesige Bar auserkoren, um den Bauerntölpeln dort mal zu zeigen, wie man richtig Poker spielt. Der Laden heißt Varsity Club und man kann dort mehrmals die Woche 4free an nem Texas Hold'Em Turnier mitmachen. Zu gewinnen gibt es 50$.
Also gut also, die fünfzig Bucks passen gut in meinen Geldbeutel. Deswegen angemeldet, gespielt...

...und als erster mit nem Full House gegen nen Vierling abgefahren. Dolle Wurscht. But I'll be back!

Samstag, 14. Februar 2009

Friday the 13th

Kein Datum ist so mit Aberglauben verbunden wie Freitag der 13. Schwarze Katzen, Leitern, zerbrochene Spiegel. Alles papperlapapp und Hokuspokus, oder ist doch was dran?

Scheißegal!
Gestern war die Premiere des neuen "Friday the 13th", ein Remake des altbekannten Slasher-Stoffes rund um den psychopathischen Jason Voorhees, der dann und wann mal gerne mit ner Machete Teenys meuchelt. Wenn man sich die Jugendlichen von heute so anschaut, kann man den armen Jason geradezu verstehen und würde ihm gern die Machete aus der Hand nehmen, um selbst ein bisschen...öhm...ja, neee...

In letzter Zeit sind Remakes von altbekannten Horrorstreifen ja tierisch angesagt:
Von "The Hill Have Eyes", "Dawn of the Dead" über "Halloween" bis zu "The Last House On The Left", der im März hier in USA in die Kinos kommt, wird alles neu aufbereitet, um dem jüngeren Publikum den Esprit der fast vergessenen Perlen des Horrorgenres näher zu bringen (oder, weil den Filmemachern halt einfach die Ideen ausgehen).
Da lacht natürlich auch das Veteranenherz. Während mich die Neuverfilmung der "Hügel der blutigen Augen" mit seiner überzogenen Gewaltdarstellung schon in seinen Bann gezogen hatte, war ich geradezu gefesselt von Rob Zombies Interpretation der Michael Myers-Reihe. Deshalb war ich natürlich gespannt, was man aus dem genauso betagten Jason Voorhees noch herausholen konnte.
Ich muss zugeben, dass ich nie ein wirklicher Jason-Fan war. Hab im Gegenteil zu den Nightmare on Elm Street Filmen auch nicht jeden Teil gesehen. Aber als richtiger Horrorfan, durft ich den Streifen an seinem Premierentag trotzdem nicht verpassen.

Als Produzent für diesen Flick zeichnet sich Michael Bay verantwortlich, der auch das Remake von Texas Chainsaw Massacre produzierte und 1998 einen der bedeutendsten Filme aller Zeiten auf Zelluloid gebannt hat: Armageddon mit Bruce Willis. Okay haltet mich verrückt, aber ich steh dazu. :-P

Aber zum eigentlichen Film:


Der Plot wird eingeführt mit einem Rückblick auf die Geschehnisse von 1980 und somit auf den ersten Teil, wo Jasons Mutter noch für die Morde verantwortlich war und schließlich ihr Ende durch Kopfabschlagen fand.
Es geht dann ziemlich schnörkellos weiter. Altbekannte Stilmittel werden verwendet, um die Fans in Schrecken zu versetzen. Darunter enervierendes Musikspiel und Passagen, bei denen mit lauten Special Effects der Herzschlag des gespannten Zuschauers um einige Schläge erhöht wird. Der Body Count zieht nach wenigen Minuten mit der Anzahl der Darsteller gleich und man fragt sich nach einer guten viertel Stunde: "What the f***?"
Und dann gehts erst richtig los! Mehr wird vom Plot nicht verraten...

Auch wenn der Film eigentlich nur altbekanntes zeigt, interpretiert er den Slasher-Stoff doch auf seine eigene Art. Jasons Geschichte wird um ein paar Nuancen weiter entwickelt und es wird teilweise abgerückt von den vorangegangenen elf Streifen. Dies tut dem ganzen aber keinen Abbruch, sondern verleiht ihm vielmehr seine eigene Note. Ich bin trotzdem zwiegespalten was die finale Bewertung angeht, da ich, verwöhnt von den bisherigen Remakes, einfach mehr erwartet habe. Aber vielleicht bin ich dazu auch einfach zu wenig Verfechter dieser Slasher-Reihe.
Also sage ich, man kann ihn definitiv einmal ansehen, als wahrer Jason-Fan ist er natürlich absolute Pflicht.

Little known facts:
Die krankhafte Angst vor einem Freitag den 13. nennt man übrigens Paraskavedekatriaphobie...

Donnerstag, 12. Februar 2009

Improve your language by using less words

Ich bin jetzt endlich dahinter gestiegen, wieso ich mir so verdammt herb tue beim Englisch-Sprechen. Am Wortschatz kanns nämlich kaum liegen. Hab wahrscheinlich nen größeren Wortschatz als die meisten Rednecks hier.
Mein großes Problem ist aber, dass ich im Deutschen allzu gerne mit Worten spiele und mit nicht ganz alltäglichen Vokabeln jongliere.
Leider versuche ich hier in Amiland meine schönen Satzkonstruktionen 1:1 ins Englische zu übersetzen, wobei ich natürlich kläglich scheitere, da dazu dann doch mein Englisch-Vokabular einfach nicht ausreichend ist. Deswegen muss ich mir einerseits angewöhnen simplere Wendungen zu verwenden und andererseits nicht erst den Umweg über die Deutsche Sprache zu nehmen, sondern gleich in der Fremdsprache zu formulieren.
Hört sich doch relativ trivial an...


Wenns doch auch nur so spielend in die Praxis umzusetzen wäre.
Man könnte sich fast wünschen ein Einfaltspinsel mit einem Wortschatz von 2000 Worten zu sein. Solche Leute müssen es verdammt einfach haben, eine neue Sprache zu lernen und zu sprechen, müssen sie doch nur genau die 2000 Begrifflichkeiten pauken, womit sie dann wunderbare Eins-zu-Eins-Translationen herbeizaubern können.

Merke: Denke simpel, verwende/verschwende möglichst wenige Worte!

Gestern hab ich das folgendermaßen versucht (es ging um Filesharing - genauer: um Bittorrent):
"The tracker addresses the addresses by addressing them via the address. So the clients address the tracker which addresses the other clients, so they can address eachother without knowing the addresses of eachother."

Man beachte die kunstvolle Verwendung des Wortes "address", dass sich sowohl als Substantiv als auch als Verb missbrauchen lässt. Als Verb lässt es sich natürlich auch substantivieren, womit wir es auch als Gerundium verwenden können. Tolle Sache, was? Ein wundervoller Satz, der aus pretty much wenig Begriffen besteht.
Und das beste ist: Während der semantischen und syntaktischen Norm nahezu perfekt Folge geleistet wird...

...ergibt der Satz mal überhaupt sowas von keinen Sinn!

Dienstag, 10. Februar 2009

Lets twist again...

Sind grad vorhin aus dem Kino zurück gekommen, wo wir Yes Man mit Jim Carrey angeschaut haben (ganz passabel). Aber zum Wesentlichen:
Während in Oklahoma heute schon der erste Tornado gewütet hat, erklangen bei uns in Plano gerade die Warnsirenen. Im Moment stürmt und gewittert es wie Sau. Hagel wurde angesagt, is aber noch nicht zu sehen. Im Fernsehen wurden Tornadowarnungen ausgesprochen. Scheint voll ab zu gehen hier...und wir sind mittendrin statt nur dabei. YEAH!!! Wie würde Arni sagen: "Äktschn" :o)

Ansonsten ging die Woche nämlich noch nicht viel ab.
Gestern bekam ich wieder mal Nachricht vom Helpdesk bezüglich meines Safeword Tokens, das mir ja bekanntlich den Zugang von außerhalb auf unser Alcatel-Netzwerk ermöglichen soll. Und was haben sie mir geschrieben?
Haben mir nen Link zu nem weiteren Anmeldeformular geschickt! Ich dreh noch durch...
Naja...hab ja noch ein paar Wochen hier...

Dafür kam heute endlich mein Datalink-Kabel an, damit ich mein Bugbundle wieder klar Schiff machen konnte. Irgendwie schade - jetzt wo das Ding wieder läuft, hab ich keine Ausrede mehr, wenn ich stundenlang im Internet rumsurfe. Aber schlau wie ich bin, surfe ich natürlich nur auf deutschen Seiten rum, da kann ich wenigstens behaupten, dass es was wichtiges ist. Nur dumm, dass StudiVZ so klickibunt ist und so viele Bilder hat. :-D

Sodele - während ich den Post vollendet habe, hat sich das Wetter auch schon wieder beruhigt. Schade eigentlich. Aber is eh zu dunkel, um gute Fotos zu machen :o)

In diesem Sinne...
"Gute Nacht Amerika, wo immer Sie sind"

Sonntag, 8. Februar 2009

Nachts im Museum

Ja, die Überschrift ist wirklich passend. Um nämlich genug Zeit für die Besichtigung des Dallas Museum of Art zu haben, mussten wir tatsächlich Sonntag Nacht um 10am aufstehen. Geht ja mal gar nicht! Aber Sehenswürdigkeiten in Dallas haben leider meist nur bis spätestens 5pm geöffnet, weswegen man ziemlich früh da sein sollte, damit man auch alles besichtigen kann.
Da is nun wiederum gut, dass die Bars nur bis 2am aufhaben, so hatten wir ja genügend Schlaf, um heute früh aufzustehen. Wir sind dann aber trotzdem erst kurz nach 12 Uhr losgekommen. Aber es sollte dicke reichen...

Die Fahrt verlief im Vergleich zum Vortag verhältnismäßig unspektakulär, dafür gestaltete sich die Parkplatzsuche in Dallas Downtown heute aufwendiger, als noch beim letzten Mal. Da wir aber keine Parkgebühren zahlen wollten wie in Fort Worth, sind wir also ein paar Mal im Kreis gefahren, bis wir endlich ziemlich nah zum Museum einen schönen Parkplatz ergatterten.


Über Kommentare, wofür das "2 Cab Stand" steht, wären wir sehr verbunden, denn das wissen wir bis heute noch nicht richtig einzuordnen.

Da hatten wir also nen perfekten Abstellplatz, während der Touristenpöbel 50m weiter 9$ für nen Parkplatz löhnten. Schön blöd. :)
Vor dem Museum haben wir dann erst mal mit Anubis posiert, damit wir wenigstens etwas von der Tutenchamun-Ausstellung mitbekommen haben. Für diese Austellung hätten wir nämlich rund 30$ zahlen müssen, wozu wir beim besten Willen keinen Bock hatten. Wenn ich vergammeltes Fleisch sehen will, dann gugg ich in den Kühlschrank. Dat is gratis. ;-)


Ups, war ich das etwa???

Das Dallas Museum of Art ist verhältnismäßig klein. Hab mir ehrlich gesagt mehr erwartet. Ich hab trotzdem nen Haufen Fotos gemacht, die ich wohl irgendwann mal im StudiVZ hochladen werde. Hier werd ich nur mal meinen Favourite reinstellen:

Isser nich putzig?

Da sind wir nun also extra so früh aufgestanden und waren dann doch schon eine Stunde vor Schließung mit der Besichtigung fertig. Naja, dafür haben wir ja auch nur 4$ gezahlt. Aber war trotzdem scheee...

Samstag, 7. Februar 2009

Coole Musik - komische Leute ...

Drinnen bot sich uns ein nicht gerade berauschender Anblick.
Die Pinte war noch ziemlich leer, was sich im Laufe des Abends aber noch ändern sollte. Wir also an die Bar, was zu trinken geordert und uns dann frech an den vordersten Tisch direkt vor die Bühne gesetzt. Keine Ahnung, wieso der leer war; haben schon überlegt, ob das vielleicht der Tisch der Band ist, aber unverschämt wie wir sind, hatten wir nun also die beste Aussicht.

Die erste Band - eigentlich eine Ein-Mann-Truppe - war grad noch am Spielen, als wir ankamen. Ein ältlicher Cowboy, der mit verrauchter Stimme seine Country-Style Lieder zum Besten gab. Naja, von Liedern konnte man kaum sprechen. Eigentlich hat er nur Oneliner zu seiner Klampfe geplappert. Arni hatte mit seinem Einzeiler "I'll be back!" in Terminator mehr Text als dieser Cowboy in seinen Lyrics. Aber die Musik war trotzdem klasse. Und ständig hatte er ne Kippe im Mund.
In Texas darf man nämlich in den meisten Bars und Clubs rauchen. Das ist natürlich schlecht für mich. Hätte ich vergangene Woche in Fort Worth schon fast einen Rückfall erlitten, war ich heute froh, gefahren zu sein, so dass mein Alkoholkonsum in Grenzen blieb und das Verlangen nach einer Kippe einigermaßen kontrollierbar.

Nachdem die erste Band fertig war, standen noch zwei Gruppen aus: Shurman ...


... und Goldcure


Und was soll man sagen, die haben richtig gerockt. Man konnte einfach nur mitgehen, bei der Musik. Während das Publikum bei Shurman noch richtig abging, wurde Goldcure gar nicht mehr richtig gewürdigt. Schade eigentlich, aber dem Leadsänger schien das auch egal zu sein.
So klasse die Musik war, so miserabel war wieder mal die Frauen-Quote.
Im LBG konnte selbst ein 2-Fingriger Metzger die hübschen Damen an einer Hand abzählen.

Nightlife

Kaum wieder gesundet, galt es heute weiter das Nachtleben zu erkunden und dafür hatten wir uns einige Bars und Clubs rausgesucht, die wir im Laufe des Abends noch ansteuern wollten. Unser einziger Gegner dabei sollte die Zeit sein...
Das Problem hier in Plano und Dallas ist nämlich, dass die meisten Clubs und Bars schon um 2 Uhr nachts Sperrstunde haben. Wo wir in Deutschland grad mal mit dem Vorglühen fertig sind, schließen hier schon wieder die Schuppen. Traurig aber wahr.

Aber davon lassen wir uns trotzdem nicht abschrecken. Gemäß dem Dogma, lieber ne halbe Party, als gar keine, sind wir also um 9 Uhr abends zur ersten Bar in Dallas losgezogen: Lakewood Bar & Grill (kurz LBG)

Dort sollten heute Abend drei Live-Bands spielen.
Die Fahrt dorthin war schon ein Erlebnis für sich. Unter der Überschrift: "Leichen pflastern meinen Weg" bin ich wie ein richtiger Texaner die Straßen entlanggebrettert und von Fahrspur zu Fahrspur gehoppelt, um das schleichende Pack hinter mir zu lassen. Und wie ich grad wieder am Überholen bin, seh ich keine 10 Meter voraus das Schild zu derjenigen Straße, zu der wir eigentlich wollten. Mir bleibt komischerweise noch genug Zeit, um Viktor mitzuteilen, dass wir da eigentlich abbiegen müssten. Im selben Augenblick reiß ich das Steuer in voller Fahrt nach rechts rüber und schneide den gerade Überholten derart, dass meine Reifen quietschen und das Heck leicht ausbricht. Wie im Fernsehen! Voll geil. :o)

Am Ziel angekommen, überrascht uns das LBG doch glatt mit seiner Größe. Es ist nämlich zumindest von außen noch kleiner als es das Internet vermuten ließ. Und am Eingang dann die nächste Überraschung: Wollen die doch 7$ Cover von uns. Okay, man gönnt sich ja sonst nichts, hol also 20$ raus und will sie dem Nachwuchsbouncer mit seinem Irokesenhaarschnitt grad in die Hand drücken, da fragt er mich, welche Band ich denn sehen will.
Öhm...scheiße...das muss ne Fangfrage sein! Ich bin völlig perplex. Will der etwa für jede der drei Bands 7$ haben? Schweinerei, Abzocke...wollt schon auf dem Absatz kehrt machen, da erklärt er uns aber, dass die Kohle direkt an die favorisierte Band ginge. Ahja: "Divide it!" - Und rein...

Review zu Punisher: War Zone

Freitag Abend waren wir noch in unserem Lieblingskino und haben Punisher: War Zone geschaut. Naja, für 2$ kann man ja eigentlich nichts falsch machen. Eigentlich...


Eines vorweg: Der erste Teil war definitiv besser! Und das heißt schon einiges. War der erste doch schon ziemlich grottig.

Hintergrund:
Frank Castle war ein Cop bis seine Familie bei einem Picknick in einem Park von der Mafia getötet wurde, weil sie Zeugen einer Exekution wurden. Frank schwor daraufhin Rache und wurde zum Punisher, der versucht die Bösen auf eigene Faust auszurotten.

Story des Films:
Frank Castle alias the Punisher ist wieder mal auf seinem Rachefeldzug gegen die Bösewichte. Diesmal legt er sich gleich zu Anfang mit dem Bösewicht Billy „the Beaut“ Russoti an, den er in eine Glaszerkleinerungsmaschine wirft. Billy überlebt schwer entstellt, schwört seinerseits Rache und nennt sich fortan Jigsaw.
Der Punisher, der seinen Rachefeldzug endgültig beenden will, da er bei seiner Jagd auf Billy aus Versehen einen Undercover FBI Agent tötete, sieht sich gezwungen doch noch einmal dem Bösen gegenüber zu treten…

Meinung:
Hört sich doch nach ner Wahnsinnsstory an, oder? *gähn*
Der Film fängt schon komplett überzogen und lächerlich an:
Ein Mafia-Anwesen.
Das erste Auftreten des späteren Jigsaw-Darstellers Dominic West.
Er spielt seine Rolle derart schlecht, dass man nicht weiß, ob man lachen oder weinen soll. Wie kann man auch einen Engländer einen Italiener spielen lassen?
Dann tritt der Punisher auf. Mord, Totschlag und Splattereffekte bis zum Erbrechen.
Auf jeden noch so kleinen Tötungsakt wird knallhart mit der Kamera draufgehalten, bis der letzte Knochensplitter aus dem Bild geflogen ist. Diese Anhäufung von Splattereffekten hätte man von einem frühen Werk Peter Jacksons erwartet, nicht aber in einer Hollywood Marvel Produktion. Eigentlich ja genau mein Ding!

Was dann aber übel aufstößt ist der Umstand, dass man ab und an versucht die Story in den Mittelpunkt zu drängen, um Franks zerrüttetes Inneres darzustellen. Da wird seine Familie noch mal im Rückblick gezeigt, dann wieder den Punisher spielenden Ray Stevenson, dem man entweder ein paar Tropfen Wasser ins Gesicht gespritzt oder Zwiebeln unter die Nase gehalten hat, damit er Tränen in den Augen hat.
Und warum das? Damit auch der letzte Pazifist in der hintersten Reihe mit ausgestreckten Finger schreit: „Recht hatter! Alle umbringen soller!“
Es wird versucht, eine Rechtfertigung für all die Grausamkeiten, die sich dort abspielen zu finden. Das geht angesichts des überzogenen Gorefaktors aber gründlich daneben.

Entweder ein ethisch hinterfragendes Werk oder eben ein persiflierter Splatterfilm. Beides zugleich geht einfach nicht!
Wenn der Film also rigoros auf der Splatterschiene gefahren wäre, dann hätte ich ihm ja durchaus eine gewisse Absicht zum Slapstick und Klamauk zugesprochen. So verkommt das Werk aber zur unbeabsichtigten Lachnummer im Wert von 22 Mio. US-Dollar, dessen Effekte nur über die nicht vorhandene Handlung und die miserablen Schauspieler hinwegtäuschen sollte.