
Eines vorweg: Der erste Teil war definitiv besser! Und das heißt schon einiges. War der erste doch schon ziemlich grottig.
Hintergrund:
Frank Castle war ein Cop bis seine Familie bei einem Picknick in einem Park von der Mafia getötet wurde, weil sie Zeugen einer Exekution wurden. Frank schwor daraufhin Rache und wurde zum Punisher, der versucht die Bösen auf eigene Faust auszurotten.
Story des Films:
Frank Castle alias the Punisher ist wieder mal auf seinem Rachefeldzug gegen die Bösewichte. Diesmal legt er sich gleich zu Anfang mit dem Bösewicht Billy „the Beaut“ Russoti an, den er in eine Glaszerkleinerungsmaschine wirft. Billy überlebt schwer entstellt, schwört seinerseits Rache und nennt sich fortan Jigsaw.
Der Punisher, der seinen Rachefeldzug endgültig beenden will, da er bei seiner Jagd auf Billy aus Versehen einen Undercover FBI Agent tötete, sieht sich gezwungen doch noch einmal dem Bösen gegenüber zu treten…
Meinung:
Hört sich doch nach ner Wahnsinnsstory an, oder? *gähn*
Der Film fängt schon komplett überzogen und lächerlich an:
Ein Mafia-Anwesen.
Das erste Auftreten des späteren Jigsaw-Darstellers Dominic West.
Er spielt seine Rolle derart schlecht, dass man nicht weiß, ob man lachen oder weinen soll. Wie kann man auch einen Engländer einen Italiener spielen lassen?
Dann tritt der Punisher auf. Mord, Totschlag und Splattereffekte bis zum Erbrechen.
Auf jeden noch so kleinen Tötungsakt wird knallhart mit der Kamera draufgehalten, bis der letzte Knochensplitter aus dem Bild geflogen ist. Diese Anhäufung von Splattereffekten hätte man von einem frühen Werk Peter Jacksons erwartet, nicht aber in einer Hollywood Marvel Produktion. Eigentlich ja genau mein Ding!
Was dann aber übel aufstößt ist der Umstand, dass man ab und an versucht die Story in den Mittelpunkt zu drängen, um Franks zerrüttetes Inneres darzustellen. Da wird seine Familie noch mal im Rückblick gezeigt, dann wieder den Punisher spielenden Ray Stevenson, dem man entweder ein paar Tropfen Wasser ins Gesicht gespritzt oder Zwiebeln unter die Nase gehalten hat, damit er Tränen in den Augen hat.
Und warum das? Damit auch der letzte Pazifist in der hintersten Reihe mit ausgestreckten Finger schreit: „Recht hatter! Alle umbringen soller!“
Es wird versucht, eine Rechtfertigung für all die Grausamkeiten, die sich dort abspielen zu finden. Das geht angesichts des überzogenen Gorefaktors aber gründlich daneben.
Entweder ein ethisch hinterfragendes Werk oder eben ein persiflierter Splatterfilm. Beides zugleich geht einfach nicht!
Wenn der Film also rigoros auf der Splatterschiene gefahren wäre, dann hätte ich ihm ja durchaus eine gewisse Absicht zum Slapstick und Klamauk zugesprochen. So verkommt das Werk aber zur unbeabsichtigten Lachnummer im Wert von 22 Mio. US-Dollar, dessen Effekte nur über die nicht vorhandene Handlung und die miserablen Schauspieler hinwegtäuschen sollte.
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