Mittwoch, 4. Februar 2009

Grippaler Infekt

Tja, jetzt hats mich endgültig erwischt.
Dienstag Morgen hab ich Schüttelfrost bekommen und ich fühlte mich, als hätte ich nen Truck mit meinem Körper gestoppt. Die letzten zwei Tage hab ich nur das Bett gehütet und mich auskuriert.
Ich war seit rund 15 Jahren nicht mehr richtig krank, dann komm ich nach Texas und mich hauts weg. Hier scheint wirklich alles größer zu sein, selbst die Bazillen. So hab ich mir meinen Urlaub...öhm...Aufenthalt hier nicht vorgestellt... :(

Da nicht viel passiert ist, hier mal zwei Videos von vergangenem Samstag über die regionalen Fahrgewohnheiten.
1. Die HOV-Lane:



2. Geschwindigkeit

Montag, 2. Februar 2009

Neue Arbeitswoche...

Meine Erkältung wird immer schlimmer. Im Geschäft Unmengen an Taschentücher verbraucht, weil meine Nase nur noch läuft und läuft und läuft.
Dafür kam mich Squirry mal wieder besuchen:


Mittags haben wir mal kurzerhand unseren Wagen aufgetankt. Für 20 Dollar den ganzen Tank gefüllt:


Gegen Abends wollt ich dann noch ein letztes Mal ein Kernel-Upgrade meines Bugbundles machen, worauf dieses dann abgestürzt ist. Wie heißt es am Roulette-Tisch so schön: „Rien ne va plus.“ - Nichts geht mehr!
Tja, wo das Ding schon nicht mehr geht, kann ich ja eigentlich nach Hause gehn.

Sonntag, 1. Februar 2009

Super Bowl Evening

Der Tag, auf den alle gewartet hatten: Das Finale der National Football League (NFL) stand an. Es spielten die Pittsburgh Steelers gegen die Arizona Cardinals.


Am Freitag gaben uns unsere Kollegen ja noch einige Tipps mit auf den Weg, wo wir das Spiel anschauen sollten und wir haben uns schlussendlich fürs Bone Daddy’s in der Spring Valley Road entschieden.
Und was das für ne Wahl war! Vergesst die Wahl Barack Obamas zum Präsidenten, dies war die Wahl des Jahrtausends und vergesst, was ich über das Hooters schrieb!

Man wusste sich gar nicht zu entscheiden, ob man nun das Football-Spiel in einem der rund 20 übergroßen LCD-Fernseher über oder das Spiel der weiblichen Reize direkt vor uns genießen sollte. Fantastisch. Bezaubernde Frauen, atemberaubende Beine, sagenhafte Hintern, überwältigende Dekolletes…
Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein!

Man war derart abgelenkt, dass man beinahe James Harrisons 100 yard interception return touchdown verpasst hätte. Aber ich hab ihn gesehen. Ich war live dabei!!!
Die Steelers haben schließlich mit 27:23 ihren sechsten Super Bowl gewonnen.

Wer jetzt auf Fotos wartet: Vergesst es! Bin so sehr auf Wolke Sieben geschwebt, dass ich die Welt um mich rum vergessen hab.
Sport + Alkohol + Fastfood + süße Frauen = Primärhirn aus = Sekundärhirn ein

Samstag, 31. Januar 2009

Lasset die Spiele beginnen

Und dann gings ab zum Rodeo…


…war eigentlich ganz witzig, aber mehr als einmal kann man sich so was nicht reinziehen, außer man gehört zu den Leuten, die rot-grün-blaue Cowboystiefel tragen (über den Hosen natürlich) und wie Vollopfer aussehen. Ich geb’s ja zu, hab mich ein bisschen wie im Allgäu gefühlt, nur dass unsere Bauernjungs Gummistiefel tragen.
Es gab aber kaum etwas, was man nicht schon im Fernsehen gesehen hätte: Disziplinen wie Bull-Riding, Horse-Riding, Calf Roping, Barrel Race... Und selbst den Text vergessen beim Singen der Nationalhymne kannte ich schon von Sarah Connor. Meinen Lachanfall verkniff ich mir aber schnell, als ich gemerkt habe, dass keiner mit mir lachte...keinen Humor, die Jungs hier...

Nach dem Rodeo haben wir dann noch Sarah, Maggie und Katie kennen gelernt, die unsere Abendgestaltung erstmal durcheinander brachten, indem sie uns in einen Schuppen namens PR schleppten, wo der Türsteher derart blind war, dass er selbst von mir ne ID haben wollte. Von Bouncer zu Bouncer hab ich ihn dann beiseite genommen und gefragt: "Man, you don't really need an ID from me, right?". Tja, wollte trotzdem meinen Führerschein sehen. Komm Du mir ins Kade, du Pfeife!
Die drei Damen waren übrigens selbst schon in Deutschland und Sarah (Blonde, rechts im Bild) gab uns auch gleich ihre dabei aufgeschnappten Deutschkenntnisse zum Besten, die größtenteils aus Schweinereien bestanden oder mit Alkohol und/oder Sex zu tun hatten.


Aber das PR ist wirklich eine außergewöhnliche Tanzbar. Dort versammelt sich Jung und Alt zur abwechselnd spielenden Country- und Dance-Music. Während zur Country-Musik von den älteren Semestern die Standard-Tänze zum Besten gegeben werden, reiben sich die jüngeren zur Dance-Musik derart die Leiber aneinander, das selbst Jenna Jameson davon rot werden würde.

Nachdem wir die Mädels aus den Augen verloren hatten, haben wir noch ein paar andere Saloons abgecheckt, bis wir dann so gegen 1 nach Hause fuhren, weil sich meine Erkältung wieder bemerkbar machte...

Kulinarisches

Bis abends um 20 Uhr haben wir dann erst mal die Umgebung gecheckt und schon mal nen Plan ausgeheckt, welche der Bars wir nach dem Rodeo noch aufsuchen wollten.
Das gesamte Areal erinnerte an den wilden Westen, nur dass anstatt den Pferden, nun die Harleys vor den Saloons rumstehen. Und alles ist natürlich für die Touris aufgepimpt. So gibt es unzählige Souvenirläden, Antiquitätengeschäfte und Imbissstände.


Und wie wir so rumlaufen, kommen uns immer wieder Leute mit nem „Beer to go“ entgegen. Und da ich ein großes Baby bin und es gar nicht ertragen kann, wenn jemand etwas hat, was ich nicht habe, musst ich also auch eins haben. In anderen Bundesstaaten isses nämlich nicht mal erlaubt mit Alkohol im Freien rumzulaufen, weswegen wir das natürlich ausnutzen mussten. In ner Seitenstraße hab ich mir also ein Bud Light bestellt, das immerhin besser geschmeckt hat als das normale ein paar Tage zuvor. Und lasst Euch von dem „Light“ nicht in die Irre führen. Light bedeutet nicht, dass kein Alk drin ist (im Gegenteil), es ist einfach kalorienreduziert.
In Fort Worth haben wir dann auch endlich unser erstes richtiges Texas-Steak gefuttert, bevor es dann zum Rodeo ging. War mit 17$ ziemlich teuer, aber wenigstens hatten wir endlich eins.
T-Bone with baked Potato und dazu ein Coors, das ziemlich lecker schmeckt:

Stockyard Rodeo

Auf unserem heutigen Tagesplan stand das urtümlichste Spektakel von Texas:
Rodeo! Genauer: die Stockyard Rodeo Show in Dallas Fort Worth.


Wir sind schon zeitig losgefahren, wollten wir doch das vorhergehende Viehtreiben durch die Straßen noch erleben. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt, und so haben wir uns typischerweise verfahren beim Versuch pünktlich anzukommen.

Viktor und ich ergänzen uns orientierungstechnisch ziemlich gut: was der eine nicht findet, findet der andere auch nicht….und prinzipiell sind wir diesbezüglich nie einer Meinung…aber egal, wessen Vorschlag wir schließlich umsetzen: meist ist er falsch! Komischer Zufall, wa?
Über eines sind wir uns aber einig, nämlich dass die Beschilderung in Texas mal unter aller Sau ist. Eigentlich ist sie schlicht und ergreifend nicht vorhandenen!


Das Viehtreiben haben wir zwar verpasst, dafür haben wir ein richtiges Parkplatz-Schnäppchen geschlagen. Während auf den meisten Parkplätzen 5$ pro Tag verlangt wurde, sind wir einfach ein paar Meter weiter gefahren und haben einen für 3$ gefunden. Fader Beigeschmack: Wären wir noch 25 yards weiter gefahren, hätten wir ein großes Schild gesehen: Free Parking…damnit!

Freitag, 30. Januar 2009

Dieser Weg...

Ich hab ziemlich schlecht geschlafen. Hab mich am Vortag schon mies gefühlt, weil ich’s beim Sport übertrieben hatte (ne kleine Runde Mitleid wäre jetzt angebracht!).
Dafür ging der Morgen schon geil ab, Viktor is heute gefahren und er hat gleich ne neue Route gefunden...

Viktor: Nah, if this little street, which looks exactly the same as the 5 we just passed, really WERE a highway on-ramp there would be street signs....

Texas Transportation Authority: Omfg, rofl - street signs?! WTF for? You don't know your highway on-ramps by heart, you ain't got no business driving on our Texan roads, y'all!
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edit Viktor



Voll klasse…Einen $ gezahlt, damit wir auf den George Bush fahren durften…ein Spottpreis, manche würden Millionen bezahlen, um über George Bush zu fahren…okay, der Witz ist langsam ausgelutscht. War das letzte Mal, ich schwör!


Dafür haben wir einiges Neues gesehen. Zum Beispiel nen Subway, den wir noch nicht kannten.


Der restliche Tag verging schleppend. Hab mich wirklich nicht gut gefühlt und so richtig produktiv war ich auch nicht. Nunja, als wir um fünf Abends nach Hause aufgebrochen sind, haben noch alle ihr Tipps für kommenden Sonntag Super Bowl zum Besten gegeben: Hooters, Bone Daddy’s, Twin Peaks

Die Homepages sehen ja vielversprechend aus. Aber wer die Wahl hat…

Donnerstag, 29. Januar 2009

Heute Morgen war’s nicht allzu eisig, dafür umso nebliger.


Gegen abends war das Wetter aber wieder einigermaßen passabel, so dass wir zum Joggen gehen konnten und ich mich derart verausgabt habe, dass es sich noch rächen sollte…

Ansonsten ist nicht wirklich viel passiert heute, außer, dass wir Luft an unseren Reifen nachfüllen mussten und dafür 75 Cent bezahlt haben! Kapitalistenschweine – kassieren sogar die Luft ab. Tankstelle: SHELL!!!


Die letzten Tage war viel Schreibarbeit angesagt. Wer kam eigentlich auf die dumme Idee mit dem Blog? Hab ja gar keine Freizeit mehr *g*

Gestern war’s wohl richtig glatt:


Ich war's aber (diesmal) wirklich nicht!

Mittwoch, 28. Januar 2009

Schlaraffenland Texas

Nicht so genau auf die Stimme am Schluß achten, das is wohl grad ne Schwuchtel vorbeigelaufen!


Und so sah das Auto in schöner Auflösung aus, während vom Baum die Eiszapfen fielen:

Wednesday morning - working from home

Immaculately prepared and eager to start our working day we step out of the hotel and make our way to our black Chevrolet Cobalt, discovering it in this sorry state:


Next time the weather channel promises icy rain and dangerous driving conditions we might give them more credence. After hours of valiantly trying to de-ice the car with our bare hands we give up and head back to our room.


Back there an email from our boss Don awaits us: He and the team probably won’t come in to work today either.

Guess we’ll just work from home then.


Dienstag, 27. Januar 2009

Guest blogging: Viktor


That's me... horsing around in downtown Dallas.

Since I will be using this blog as a resource for a report I have to write up about my time in the US, I'll keep this in English.

The Indian from Servicedesk

Da ich immer noch nichts von meinem Safeword Token gehört hatte (ihr erinnert euch?), dachte ich, es wird mal Zeit, beim Helpdesk anzurufen.
Wie sich das für einen richtigen Helpdesk gehört, war am anderen Ende der Leitung ein Inder. Kurz gefasst: aneinander vorbei gelabert.
Er meinte, dass von mir keine Daten vorliegen würden und ich das Ding erneut beantragen solle. Daraufhin hab ich ihm erklärt, dass ich beim letzten Mal nicht meinen Vorgesetzten angeben konnte und somit die Bestätigung ins Leere lief.
Kein Problem, meinte er, er würde mir am Telefon erklären, wo ich das richtige Formular finden würde. Aha! Es gab also noch ein anderes, richtiges Formular.
Da ich aber keinen Zugriff hatte, meinte er noch, dass er mir ne Email mit dem Link schicken würde...und dann war Stille...

Eine Minute...nichts…rauschen…
zwei Minuten…was treibt der da am anderen Ende?
Drei Minuten…ich fange an zu überlegen, ob er mir zuletzt vielleicht ne Frage gestellt hat und jetzt seit drei Minuten auf ne Antwort wartet…
vier Minuten…das gibt’s doch nicht! Just in dem Augenblick, wo ich nachhaken will, erklingt seine Stimme: „I've just sent you an email. Did it arrive?“
Öhm, hab ich ihm nicht grade (naja vor fünf Minuten) erklärt, dass ich genau deswegen anrufe, weil ich keinen Zugriff auf meine Emails habe? Also erklär ich ihm, dass ich hoch ins Office muss und dort nachsehen werde. Hab mich artig bedankt und wir haben uns verabschiedet. Netter Inder.

Ich also hoch in Dons Büro. Und mich erst mal verlaufen. Großraumbüro, pah!
In einem Raum habe ich dann ein bekanntes Gesicht gesehen. Unser IPhone-Guru Snehal. “I’m looking for Don’s office! Do you know where …” – “Yeah, right behind that wall, but he isn’t here at the moment” – “Oh, I know, he sent me to check my emails in his…” … ich lauf weg, weil mir die Worte fehlen.
In Dons Büro meld ich mich also an, check meine Mails und kann mir ein Lachen kaum verkneifen. Jetzt ging mir ein Licht auf, wieso der Inder sich minutenlang nicht gemeldet hatte. Er hat mir ne ellenlange Email geschrieben, in der er mir haarklein erklärte, wie ich zum gewünschten Formular komme…Für so wenige Klicks schreibt er nen Aufsatz von 5000 Wörter? Hält der mich für doof? Wahrscheinlich! Jemand der 8$ für ein Sandwich am Flughafen bezahlt, muss nicht ganz dicht sein…nunja ich klick mich also durchs Intranet und finde schließlich das Formular. Der heilige Gral zu dem coolen „physical device“, um meine Emails von außerhalb der Firma zu checken!!!
Wie geil ist das denn?

Ich öffne also das Formular und seh eine Anmeldemaske. Ich also meine Corporate ID eingetragen und mit meinem Passwort verifiziert und freue mich schon darauf im nächsten Fenster die Daten von Monika Schleifer, meiner Vorgesetzten, einzutragen, als mir ein bekannter Satz ins Auge springt, in dem mir erläutert wird, dass soeben eine Email an meinen Manager geschickt wurde, der das approvaln darf, woraufhin ich ne Benachrichtigung bekomme…wie jetzt?
WELCHER MANAGER??!!!

Montag, 26. Januar 2009

Was ging sonst noch ab?

Squirry kam mich in der Firma besuchen:



Wir mussten das Zimmer wechseln, weil unsere Beanstandungen vom Vortag nicht so schnell gefixt werden konnten:

Alles ist größer. Die Zwiebeln natürlich auch:

No Sex, no drugs, nur Rock’n’Roll?

Seit über ner Woche keine Kippe mehr geraucht, kein Alk getrunken und die Weiber hier sind fett. Kann ich ja gleich zu den Franziskanern gehen…aber apropos Franziskaner:
Is zwar kein Weißbier, aber ich hab mir nen Sixpack Budweiser geholt:


wie es mir mit dem selbsternannten King of Beers erging, könnt Ihr auf folgendem Video sehen:

The first shopping spree!

We spend several hours wandering the vast expanses of one of 4 local Wal-Mart Supercenters, where after the nice people at Wal-Mart pack our bags two items apiece. Which makes carrying them somewhat difficult. Then again, what do I know? They probably have their reasons…


Nico the pack-mule:


Now that we’ve got our groceries, the way for our first home-made meal since our arrival in Plano, TX is paved. After a week of fast food we’re finally able to cook anything we want! Naturally, here's what we came up with:

What a day!

Dies war ein Tag, an dem man mal besser im Bett liegen bleiben sollte.
Parkplatz, Alcatal:
Will ausparken. Cool, vor mir ist kein Auto. Kann ich ja vorwärts ausparken. BUMM! ZACK! PENG! (Yeah, Adam West als Batman rockt). Ja leck mich, was geht ab? Ich sitz auf…ich konnte ja mal gar nix dafür, wie dumm sind denn die Amis, überall auf den Parkplatz Begrenzer aufzustellen?
Seit wann sind die Teile denn da? Müssen die glatt morgens gemacht haben *inLuftguggundpfeif*


Abends dann zu unserer Killing…öhm Shopping Spree gefahren. Beamt sich doch glatt so ein Penner von der rechten Seite aus dem Nichts in unseren Rückspiegel, während wir abbiegen wollten. Sachma, allet im Lack, oda wat?

Sonntag, 25. Januar 2009

Resümee und ein paar Bilder




Sodele, die erste Woche war also geschafft, ziemlich ereignisreich, wenn ich das jetzt alles so lese. Mal schauen, was die nächste Woche so in Petto hält für uns.
Hoffentlich wird's kein Albtraum, denn die Elmstreet is nicht weit von hier:
Oh my God, where's Freddy?

Ey Mann, wo ist mein Auto?

Bevor es wieder nach Hause ging, hieß es erst mal, das Auto wieder zu finden.
Die letzten Minuten habe ich Euch dokumentiert:

Dallas, Downtown

Yeah, auf diesen Schock sind wir erst mal losgezogen - zur Innenstadt von Dallas, umso richtig die Sau rauszulassen. Am nächsten Tag könnten wir ja blau machen, scheiß drauf.
Vollgas bis zum Ende. War alles geplant!


Womit wir nicht gerechnet hatten:
Dallas Downtown war leer! Sonntag Abend ist die verdammte Stadt ausgestorben?!
Wo waren die Leute nur alle abgeblieben. Die einzigen Menschenseelen die unterwegs waren, waren Obdachlose, die uns hie und da angequatscht haben. Der ersten hab ich noch drei Quarter zugesteckt, mit anderen hab ich zumindest das ein oder andere Wort gewechselt - kann ganz schön schwer sein, Menschen zu ignorieren. Dachte immer, ich sei gut im Penner-Ignorieren.


Aber wo waren denn nun alle Leute. Ich hab mich so gefreut, mal wieder ein ansehliches weibliches Wesen zu erblicken, nachdem ich seit ich hier war nur fettes, hässliches, altes Fleisch zu Gesicht bekam!
Auf unserer Erkundungstour durch die Stadt, sind wir dann irgendwann auf den Grund gestoßen. Und er war grauenhaft!
Hooters!


Frauen! Halbnackte Frauen, die Bier servieren und Fastfood verteilen. Wo bin ich hier gelandet. Wie sexistisch, frauenverachtend, niederträchtig…

...einfach herrlich, fantastisch, mit einem Wort: Gorgeous!!!
Wenn es einen Himmel gibt, dann wird er so ausschauen (nur billiger). Der Schuppen war komplett überfüllt. Der einzige Laden in ganz Dallas, wo die Hölle los war…
Verständlich Männer, oder?

...hello Homestead Studios

Mittags haben wir unsere letzte Besichtigung; bei Monique. Eigentlich wissen wir schon so gut wie sicher, dass wir die Zimmer bei ihr nicht nehmen werden, weil sie inklusive Nebenkosten auf 1050$ kommen sollten.
Wir fahren aber trotzdem hin und lernen eine nette Dame kennen, die uns herzlich begrüßt und uns begeistert von ihren Katzen erzählt, während sie uns rumführt. Die Zimmer wären ausreichend groß, jedoch ist eines davon leider unmöbiliert und es gibt nur einen Fernseher im Wohnzimmer. Dafür hätte sie Internet…können wir nicht irgendwie Monique und Cameron zusammen bringen? Die machen mir beide so nen einsamen Eindruck. Und alle wären wir zufrieden. :o)
Leider werden wir Monique später am Abend absagen müssen…

Nun gut, wir fahren also schweren Herzens zu einem unserer Notfallpläne.
Notfallplan A waren die Intown Suites und Plan B die Homestead Studios. Beides sind Extended Stay Hotels. Bei den Intowns hätten wir uns einen Raum teilen müssen - das war eigentlich nur ein Zimmer, in das man zwei Betten reingequetscht hat. Also entschieden wir uns schließlich für Plan B: die Homestead Studios.
Etwa 40 qm Wohnfläche sind hier in Schlafzimmer, Wohnzimmer mit angrenzender Küchenzeile und Bad unterteilt. Während die ersten zwei Wochen Viktor im Schlafzimmer haust, verweile ich auf der ausklappbaren Couch im Wohnzimmer. Danach wird gewechselt. Für diese noble Unterkunft bezahlen wir dann doch nur 600$ pro Monat…geht doch, oder?


600$ PRO NASE!!! 1200$ im Monat für 40 qm! Die spinnen die Amis!

Naja, kann man nix machen, war so ziemlich das billigste und einfachste, was wir finden konnten, aber wir werden die Craigslist die nächsten Wochen im Auge behalten. Bei unserem Einzug haben wir übrigens gleich festgestellt, dass die Schiebetür zum Badezimmer schief hängt, und somit nicht abgeschlossen werden kann, der Fernseher im Schlafzimmer nen Rotstich hat und ne Pfanne fehlt! Also haben wir das alles am Empfang gemeldet und sind los gezogen…