Sonntag, 18. Januar 2009

Atlanta, Georgia

Einreiseschalter: viele, viel zu viele…
Wer mich kennt, weiß, was ich als erstes getan habe, als wir in Atlanta gelandet sind.

Rischtich…ich hab die Toilette aufgesucht! Ich hatte nen vierstündigen Aufenthalt, da musst ich ja nicht hudeln. Sitzpinkler wie ich bin, hatte ich auf dem Klo dann meinen ersten Kulturschock: Was war das denn?



Die Klotüren hängen gefühlte 2 Meter über dem Boden, dafür fehlt wenigstens oben soviel, dass sich ein Liliputaner genötigt sieht zu überlegen, ob er nun unten drunter oder oben drüber reinguggt. Naja, wir ham ja nix zu verbergen.
Geschäft erledigt (nein, davon gibt’s kein Foto) und wieder raus, wo ich den anderen bis zur Warteschlange für die Einreise hinterherdackelte.
Diese eine Schlange spaltete sich dann sehr schnell in etwa zehn kleinere auf und ich hatte die Wahl an welche davon ich mich anstelle. Gut, dass wir nächstes Semester Operations Research haben, denn ich hab sooft die Warteschlange gewechselt, weil diese vermeintlich kürzer war, bis ich am Schluss auch wirklich als letzter drankam.

Nungut…da steh ich also am Schalter, zeig artig meinen Reisepass her, drück meine Finger auf die Sensoren und lass ein Bildchen von mir machen. Dann fragt mich der nette Herr, was ich denn so in USA mache und wie lange ich denn vorhätte zu bleiben. Ehrlich wie ich bin, erklär ich ihm, dass dies ein Businesstrip gepaart mit Urlaub und Familienbesuch werden soll.
UND dass ich vorhabe, 89 Tage zu bleiben…
Zur Erinnerung: Ohne Visum darf man höchstens 90 Tage in den Vereinigten Staaten verweilen…

Okay, ab diesem Moment war das zuvor freundliche Gesicht verschwunden.
„Oh man, why have you told me this?“, sagte er nur. Ohoh!
(Notiz an mich: Niemals mehr ehrlich sein, wenn es darum geht, an der Grenze der erlaubten visumfreien Zeit zu kratzen!)

Ihr kennt Guantanamo Bay? Ja genau, da wo die bösen Terroristen sitzen und mit üblen CIA-Methoden zum Sprechen gebracht werden.
Vergesst Guantanamo Bay! Der vormals liebe Officer hat mich derart auseinander genommen, dass ich am Schluss selbst nicht mehr wusste, was ich überhaupt in USA wollte. Als ich also schon drauf und dran war, meine Habseligkeiten einzusammeln und nach Hause zu gehen, drückt er mir meinen Reisepass in die Hand und meint: „Don’t do that ever again!“
Ja wie, bin ich schon drin? Juhuuu, das war ja einfach!
To be continued…

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen