Nach diesem Schock machte ich mich zugleich auf zu meinem Abflug-Gate.
Dort saß ich also und sollte zugleich meine erste Erfahrung mit der hiesigen Nahrung und der Bevölkerung machen. Gegenüber des Gates stand doch tatsächlich ein Imbiss, wo es lecker Sandwiches gab. Denk ich mir, haste lange nix gegessen, kaufst dir da drüben was, kannste auch gleich deine Kreditkarte ausprobieren. Aber so ganz unvorbereitet wollt ich da natürlich nicht hin. Also hab ich erst mal mein Buch rausgekramt und so getan als würde ich lesen, während ich den Stand und die dort verkehrende Kundschaft beobachtet habe.
Notiz an mich: „Sollte mich vielleicht beim Secret Service bewerben. Erfahrungen als Nachwuchsagent habe ich ja schon.“
Nun gut, wie ich also dort sitze, hab ich mir schon im Kopf die Sätze zurechtgelegt und mich auf alle Eventualitäten vorbereitet. „Sag ihr, dass du dich nur umschauen willst, wenn sie dich fragt, ob sie dir helfen könne“ – „Verdammt, wie sage ich das überhaupt auf Englisch?“
Okay…vorbereitet wie ich war (niiiiiiicht!!!), schlenderte ich also ganz locker lässig dort rüber und flüsterte schon mal mögliche Antworten auf etwaige Fragen in meinem zukünftigen texanischen Akzent, der mich nicht von der dort lebenden Bevölkerung unterscheiden sollte.
Und dann kam es…überaschte mich die vollschlanke afroamerikanische Bedienstete doch glatt mit etwas, auf das ich überhaupt nicht vorbereitet war…Sie sprach Amerikanisch!!!!! *eek*
Ich: „Äh…wott?“ (Notiz an mich: „Benutze in Zukunft keine Umlaute beim Sprechen!“)
Naja…ich wurschtelte mich dann so durch und hab sogar ein Sandwich erstanden. Wie ein deutscher Touri halt. Hab ganze 8$ für ein Sandwich bezahlt, das zu klein war, um zu schmecken. Bin natürlich nicht auf die Idee gekommen, nach dem Preis zu fragen, weil mir alle Welt erzählt hat, dass Fastfood in den USA soooo billig sei.
IHR SCHWEINE!!!
Zum Schluss hat dann die nette Fette noch was zu mir gesagt, das entweder ne Verabschiedung, ne Beleidigung oder beides war. Nonchalant wie ich bin, habe ich ihr souverän die passende Antwort darauf geliefert: „Ju tu!“
To be continued...
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