Donnerstag, 22. Januar 2009

Fastfood rulez

And the Oscar for the dumbest logo goes to: the flying buffalo?

Subway ist klasse. 30cm Sandwich für 5$...da kann man nix sagen. Und man kann es sich noch belegen, wie man will...

Die folgenden beiden haben wir noch nicht ausprobiert. Aber folgt noch ;-)

Email für Dich

Da wir in nem Lab arbeiten, das keine direkte Verbindung zu unserem Alcatel-Lucent Intranet hat, haben wir auch keinen Zugriff auf unsere Laufwerke und Emails. Da ein Alcatel-Student aber ohne eben diesen Zugang nur ein halber Mensch ist, hat Don es heute für uns in die Wege geleitet, dass wir auch von außerhalb des Netzes Zugang bekommen. Ich will ja nicht rumprahlen, aber bei Alcatel Germany ist es nur den hohen Tieren erlaubt, von außerhalb auf unser Netz zuzugreifen. Tja…von 0 auf VIP in gerade mal vier Tagen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Wir haben noch über 80 Tage vor uns…Geht Euch dasselbe durch den Kopf wie mir?

Den Zugriff macht übrigens ein gewisses Gerät namens Safeword Token möglich, das wir dann zugleich über ein Web-Interface angefordert haben. Dumm nur, dass eine Bestätigungsmail an unseren direkten Vorgesetzten geschickt wurde, der aber nirgends hinterlegt ist. Tolle Wurst…also heißt es erstmal abwarten, wie es genau weiter geht.
Und was machen wir morgen Abend?
Genau dasselbe, wie jeden Abend. Wir versuchen, die Weltherrschaft an uns zu reißen!

Mittwoch, 21. Januar 2009

Excuse me...

Am Mittwoch haben wir uns nach dem Arbeiten mal wieder auf Wohnungssuche begeben. Während die ersten Tage vermehrt Viktor die Apartments angerufen hatte, sollte es sich heute bestätigen, wieso er dafür auch die bessere Wahl war. Dacht ich mir, das kann doch nicht so schwer sein und hab auch mal den Hörer in die Hand genommen. Böser Fehler!
Die gute Frau am anderen Ende hat derart schnell geredet, dass ich das einzig sinnvolle in dieser Situation getan habe: Ich hab Auszüge des Liedes MmmMmmMmm von den Crash Test Dummies zum Besten gegeben und so getan, als ob ich alles verstehe. Bin ja nicht auf den Kopf gefallen.
Den Trick hab ich mir übrigens von den Chinesen bei mir im Wohnheim abgeschaut und um ne Sprachausgabe erweitert. Die nicken nämlich nur immer mit dem Kopf, wenn ich ihnen erkläre, wie sie das Internet zu nutzen haben.
Tja, und am Schluss hab ich noch ein Besichtigungstermin ausgemacht, war mir aber nachdem ich aufgelegt hatte, nicht mehr sicher, ob das werte Fräulein nun die Miete mit 800 oder 1800$ pro Monat veranschlagt hatte. Nochmal nachfragen machen ja nur Idioten, weswegen wir also den Besichtigungstermin wahrgenommen haben… Einmal dürft Ihr raten, welcher Wert richtig war.
Naja, aber wenigstens war die Dame dort richtig nett und hat uns Tipps für die Suche gegeben und ne Nummer von einem Locator sprich Makler aufs Auge gedrückt.

Abends haben wir dann noch den Fitnessraum im Comfort Inn Hotel ausprobiert. Ich hab mal vorsichtshalber kein Foto gemacht, denn der Raum war sooooo klein, dass man ihn ohne Makromodus, den meine Handy-Cam leider nicht hat, gar nicht gesehen hätte. ;-)

Da der Tag ansonsten recht ereignislos war, hier noch ein paar Bildchen aus Plano:


Dienstag, 20. Januar 2009

Big in Taiwan

Abends nach dem Arbeiten sind wir noch so durch die Straßen gestreift (natürlich mit dem Auto! Zu Fuß kommst nicht mal bis zur Toilette), auf der Suche nach was Spektakulärem. Und wir haben es gefunden in Form eines Asia-Shops…
So merkwürdig es dort gerochen/gestunken hat, so merkwürdige Sachen gab es da zu kaufen. Hier gab es zum Beispiel tatsächlich das TsingTao-Bier, von dem uns unser geschätzter Dr. Britzelmaier erzählt hatte...


Da ich von Natur aus mal alles probiert haben muss, musste ich also unbedingt in diesem Shop etwas erstehen. Leider war aber alles verhältnismäßig teuer, weshalb ich mich schlussendlich für getrockneten Tintenfisch entschieden hab, den ich aber wohl erst back in Germany probieren werde.

... erster Arbeitstag

Was sollte uns also erwarten. Der Email-Austausch mit unserem Betreuer Don Zriny ließ ja schon einiges erahnen. Es sollte irgendwas spannendes sein, was zum spielen und Schoko…ääh...ja nee….
Also morgens bei Alcatel angekommen, wo uns auch gleich Don abholte und uns den gesamten Kollegenkreis vorstellte…der Hammer, abartig, ihr glaubt es nicht…

…ich hab mir auf Anhieb deren Namen gemerkt. Naja zumindest die, die ich aussprechen konnte.
Wenn mir in Deutschland mehr als eine Person vorgestellt wird, merke ich mir prinzipiell nur den letzten Namen. Mein Namensgedächtnis ist nämlich pufferförmig aufgebaut – das Problem dabei ist aber, dass der Puffer binär einstellig ist! Mehr als ein Name – no way! Oft lagere ich in diesen Puffer aber auch andere Worte aus – meinen Namen z.B. - so dass ich mir dann nicht mal einen singulären Personenbeschreiber merken kann…binär eben: 0 oder 1!
Naja, frei nach Goethe sind Namen ja bekanntlich Schall und Rauch. Was interessieren mich auch die Namen der anderen, viel wichtiger ist doch, dass meinereiner bekannt ist. :o)

Tja, nicht so in USA. Wahrscheinlich hab ich mich in dem unverständlichen Kauderwelsch, der da auf mich einprasselte, verzweifelt an dem einzig Verständlichen festgeklammert, um nicht wie Leonardo DiCaprio in Titanic komplett abzusaufen.
Die Leute in der Abteilung sind richtig cool drauf. Keiner arbeitet so richtig etwas und doch sind alle superbeschäftigt. Da passen wir gut rein….
Die Abteilung selbst ist ein Riesenspielplatz. Ist das Proof of Concept-Laboratory (kurz: POCLAB), wo die Technologien von morgen entwickelt und ausprobiert werden. Alles super spannend - lasst Euch gesagt sein, was da in Zukunft auf Euch zukommt….funktioniert alles noch nicht! :-D

Ja gut, aber was machen wir denn dort genau?
Wir haben die Ehre an nem Open Source Hardware Projekt der Buglabs mitzuprogrammieren. Auf ne Basisstation, dem so genannten BUGbase, kann man alle mögliche Module wie einen GPS-Empfänger, ne Kamera, Touchscreen, Bewegungsmelder, und, und, und, aufstecken und anschließend Anwendungen dafür programmieren. Also wie ein richtiger Legobaukasten für Erwachsene. Klingt doch interessant, oder? Ist echt ne ziemliche Herausforderung…

…nicht einzuschlafen dabei!

Erster Trainingstag...

Da wahrscheinlich das FBI, der CIA, die NSA, der MI6, der BND, Mossad, Interpol und allen voran die DEA mitliest, muss ich eingangs erst einmal etwas klarstellen:
Wir sind hier in USA nicht zum Arbeiten, sondern besuchen verschiedene Trainings! Wir dürfen in den Staaten nämlich nicht in den wirtschaftlichen Schaffungsprozess eingreifen. Gerade deswegen ging Guantanamo Joe am Einreiseschalter auch so ab, weil er dachte, ich würde hier einer Arbeit nachgehen.
Da sich Trainingstag aber eher nach Sport anhört, unsere Arbeit….ups…Trainings aber mal überhaupt nix mit Sport zu tun haben (sollte „Arsch breit sitzen und Kaffee trinken“ demnächst olympisch werden, nehme ich natürlich alles zurück), werde ich ihn Zukunft trotzdem von Arbeitstagen sprechen. :P

Clarification:
We’re just here for training and business purposes! We get paid from our home country company and are not employed by any US employer. Anybody claiming anything other differently is a damn liar!

Montag, 19. Januar 2009

Impressionen zum zweiten Tag






Der Alltag tritt ein…

Das ging ja ziemlich schnell. Angekommen und die üblichen leidigen Arbeiten müssen verrichtet werden. Nahrung besorgen und Sport treiben!
Unsere Vorfahren scheinen uns da was voraus gehabt zu haben. Sie haben nämlich noch beides gemeinsam erledigt.
Also nachmittags erst mal den nächstgelegenen Walmart abgecheckt.



O-H---M—Y-----G-O—O---O—D!!!

Ich wollte doch nur was zum Abendessen besorgen. So viel Auswahl! So viel leckere Sachen! Aber wie alles im Leben, das gut ist, ist das meiste auch ungesund.
Und bei der Nahrung in USA hat man immer den Drang nach dem Essen sofort nen Marathon zu laufen, um wenigstens ein Viertel der aufgenommenen Kalorien zu verbrennen.
Apropos Marathon: Was macht man bei 15-20° C im Januar?

Natürlich Joggen und die Siedlungen erkunden.
Auf meiner Jogging-Tour um die örtliche Highschool, hab ich doch tatsächlich das Staatstier von Texas getroffen. Nein, nicht das große, sondern das kleine:
Den Armadillo (auf Deutsch: Gürteltier). Echt ein putziger Geselle, der sich beim Aufräumen seiner Behausung nicht hat stören lassen. Er hat wohl grad das Laub vor seinem Bau mit seinen Krallen zusammengerecht, die mit bis zu 15 cm immerhin die längsten Krallen im ganzen Tierreich sind. Der Armadillo ist übrigens das einzige Tier, das durch seine niedrige Körpertemperatur das Leprabakterium in sich tragen kann. Na, da sag noch jemand, dass man hier nix lernt. So genug klug geschissen. Und es wurde Abend und es wurde Morgen. Ein zweiter Tag...

Jet? Ja lag!

Montag sind wir ziemlich früh aufgestanden, wollten wir doch die deutsche Autovermietung noch erreichen, bevor die dicht machen. Sind ja immerhin sieben Stunden Zeitunterschied. Hatte ne nette Dame am Apparat, die sich um alles kümmerte. Dauerte zwar noch einen Tag und die versprochene Email kam auch nie an, aber anscheinend passt jetzt alles mit unserem Mietwagen.
Na denn, happy go lucky in einen vielversprechenden Tag. Wo war übrigens der viel beschriebene Jetlag? So fit bin ich noch nie in nen Montag Morgen gestartet. Da schlauchen mich meine deutschen Partywochenenden aber eindeutig mehr.

Was wir an unserem ersten Tag in Plano getan haben?
Schon mal nach einem Appartement umgeschaut, da wir das Hotel nur für eine Woche angemietet hatten. Wir dachten uns, dass es einfacher wäre, direkt vor Ort ne Unterkunft zu suchen. Ohweija, wie wir uns da geirrt haben sollten…

Wieso wir nicht bei der Arbeit waren?
Na wir sind doch nicht doof. Haben uns für den ersten Tag gleich nen Feiertag ausgesucht. Den MLK-Day. Ja, richtig gelesen MLK. Na was heißt das wohl?
Blöder Touri, wie ich bin, hab ich auch erst mal gestutzt, als wir nachmittags an ner Highschool vorbeigefahren sind, vor der folgende Meldung stand: School closed for MLK-Day
Holy Cow. Denen scheint ihre Milch ja wirklich heilig zu sein.
Nunja, diese Milch war jedoch schwarz, hatte am 23.08.1963 einen Traum und wurde am 4. April 1968 in Memphis erschossen. Na hats geklickt?


Genau, Martin Luther King!

To be continued…

TV? Total!

So fertig wie ich am Vortag war, habe ich es mir trotzdem nicht nehmen lassen, noch die 74 Fernsehkanäle im Hotel zu erkunden. Hatte artig die Hand vor Augen, denn wer Talk Talk Talk auf Pro7 kennt, weiß natürlich, dass im US-Fernsehen nur fette, meist dunkelhäutige Degenerierte rumspringen, die sich entweder vor laufender Kamera entblößen, sich gegenseitig vermöbeln oder wahlweise entblößt aufeinander einschlagen. Und so kurz vor dem Schlafen gehen, wollte ich mir dann doch nicht den Magen verderben. Also habe ich nur immer wieder kurz durch die Finger gespickelt…und was sahen meine fantastisch aussehenden aber ohne Kontaktlinsen mal gar nix sehenden grün-blau-braun-grauen Augen?

Was geht ab?
Die Simpsons, Futurama, Friends, Two and a half man, Malcom in the middle, Dr. House, LOST!!!, richtige Sportarten wie Basketball und Football und Extreme Sports und nachmittags schon Spielfilme wie Lethal Weapon, A Few Good Men, Forrest Gump…jeden Tag, jederzeit…

Ein TV-Schlaraffenland der Superlative. Und das war nur das nationale Fernsehprogramm der Ostküste. Wie glücklich muss ein Amerikaner sein, der sich Cable leisten kann? Ich dachte immer, die Deutschen kopieren alles von den Amis…dann adaptiert dieses Fernsehprogramm für unsere GEZ-Gebühren, ihr SÄCKE!!! Und nicht das Fernsehprogramm, das den Amis immer nachgesagt wird. ;-)

Sonntag, 18. Januar 2009

Hit the road Jack!



Die spinnen die Amis!
Wofür brauch man solch breite Straßen und so viele Fahrspuren?
Ganz Texas ist eine einzige Einbahnstraße. Da kann man nicht mal kurz so einfach wenden. Dort heißt es, bis zur nächsten Kreuzung fahren und nen U-Turn (Ju-Törn) machen. Und der Clou am ganzen ist, die Ampeln stehen auf der anderen Seite der Kreuzung. Ich kann jeden Deutschen nur ausdrücklich davor warnen, direkt vor der Ampel zu halten - könnte sich nämlich suboptimal auf die Karosserie des Fortbewegungsmittels auswirken.

Um kurz nach 11 pm – nicht wundern, die können hier nicht bis 24 zählen, weswegen sie nach 12 die Buchstaben von am zu pm und umgekehrt wechseln – kamen wir dann endlich in unserer vorübergehenden Behausung an. Dem Comfort Inn Hotel.
Lasst Euch vom Namen aber nicht trügen. Dort stellte sich uns gleich das nächste Hindernis in den Weg. Just auf dem Parkplatz auf dem ich parken wollte, hatte sich ein kleiner elternloser Karton verirrt. Leider vergas ich, ein Foto unseres jungen Freundes zu machen, weswegen ich ein Phantombild von ihm angefertigt habe. Wenn Du dies liest: BITTE MELDE DICH!


Mit ein paar Impressionen unserer vorübergehenden Behausung möchte ich den ziemlich lang geratenen ersten Tag abschließen.




Dallas, Fort Worth

Der Weiterflug nach Dallas erwies sich als relativ ereignislos, dafür war es nach der Ankunft umso ereignisreicher. Wie abgemacht, traf ich meinen Mitstreiter Viktor am Alamo-Autovermietungsstand. Dort erwartete uns gleich eine dicke Überraschung.
Aus unerfindlichen Gründen wurde unser Mietvertrag gecancelt.
Ja wie, 1330 Euro für’n Arsch, oder was?

Aber die Servicemitarbeiter bei Alamo haben sich sehr kooperativ gezeigt. Eine Dame hat sogar deutsch gesprochen. So muss das sein. Die Amis wissen eben, wie man Kunden behandelt. Servicewüste? Nicht hier!
Haben uns erst mal einen Mietvertrag für einen Tag ausgestellt und gemeint, wir sollten das mit unserer deutschen Autovermietung ausmachen und am nächsten Tag den lokalen Manager anrufen.

Es war also endlich geschafft – wir hatten ein Auto. Oder doch noch nicht?
Nein, wir durften uns natürlich eines aussuchen. Und wie heißt es so schön:
„Wer die Wahl hat, hat die Qual!“
Tja, wir haben uns schlussendlich für dieses Prachtstück entschieden.



Isser nicht putzig? Ein Chevy Cobalt. Unser ganzer Stolz. Muss er auch sein, haben wir doch die schlechteste Wahl von allen getroffen. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass man bei einer Wahl aus fünf Autos, dasjenige zieht, das weder elektrische Fensterheber, noch Zentralverriegelung, geschweige denn Klimaanlage besitzt? Alle anderen hatten zumindest eines davon…

Nunja…aber Hauptsache wir hatten ein Auto. Ich war mittlerweile seit 26h auf den Beinen und wollte nur noch ins Bett. Aber zuvor stand ja noch die Fahrt zum Hotel an. Und hier sollte mich der nächste Kulturschock ereilen...

Gate 33B


Nach diesem Schock machte ich mich zugleich auf zu meinem Abflug-Gate.
Dort saß ich also und sollte zugleich meine erste Erfahrung mit der hiesigen Nahrung und der Bevölkerung machen. Gegenüber des Gates stand doch tatsächlich ein Imbiss, wo es lecker Sandwiches gab. Denk ich mir, haste lange nix gegessen, kaufst dir da drüben was, kannste auch gleich deine Kreditkarte ausprobieren. Aber so ganz unvorbereitet wollt ich da natürlich nicht hin. Also hab ich erst mal mein Buch rausgekramt und so getan als würde ich lesen, während ich den Stand und die dort verkehrende Kundschaft beobachtet habe.
Notiz an mich: „Sollte mich vielleicht beim Secret Service bewerben. Erfahrungen als Nachwuchsagent habe ich ja schon.“
Nun gut, wie ich also dort sitze, hab ich mir schon im Kopf die Sätze zurechtgelegt und mich auf alle Eventualitäten vorbereitet. „Sag ihr, dass du dich nur umschauen willst, wenn sie dich fragt, ob sie dir helfen könne“ – „Verdammt, wie sage ich das überhaupt auf Englisch?“
Okay…vorbereitet wie ich war (niiiiiiicht!!!), schlenderte ich also ganz locker lässig dort rüber und flüsterte schon mal mögliche Antworten auf etwaige Fragen in meinem zukünftigen texanischen Akzent, der mich nicht von der dort lebenden Bevölkerung unterscheiden sollte.
Und dann kam es…überaschte mich die vollschlanke afroamerikanische Bedienstete doch glatt mit etwas, auf das ich überhaupt nicht vorbereitet war…Sie sprach Amerikanisch!!!!! *eek*
Ich: „Äh…wott?“ (Notiz an mich: „Benutze in Zukunft keine Umlaute beim Sprechen!“)
Naja…ich wurschtelte mich dann so durch und hab sogar ein Sandwich erstanden. Wie ein deutscher Touri halt. Hab ganze 8$ für ein Sandwich bezahlt, das zu klein war, um zu schmecken. Bin natürlich nicht auf die Idee gekommen, nach dem Preis zu fragen, weil mir alle Welt erzählt hat, dass Fastfood in den USA soooo billig sei.
IHR SCHWEINE!!!
Zum Schluss hat dann die nette Fette noch was zu mir gesagt, das entweder ne Verabschiedung, ne Beleidigung oder beides war. Nonchalant wie ich bin, habe ich ihr souverän die passende Antwort darauf geliefert: „Ju tu!“
To be continued...

Atlanta, Georgia

Einreiseschalter: viele, viel zu viele…
Wer mich kennt, weiß, was ich als erstes getan habe, als wir in Atlanta gelandet sind.

Rischtich…ich hab die Toilette aufgesucht! Ich hatte nen vierstündigen Aufenthalt, da musst ich ja nicht hudeln. Sitzpinkler wie ich bin, hatte ich auf dem Klo dann meinen ersten Kulturschock: Was war das denn?



Die Klotüren hängen gefühlte 2 Meter über dem Boden, dafür fehlt wenigstens oben soviel, dass sich ein Liliputaner genötigt sieht zu überlegen, ob er nun unten drunter oder oben drüber reinguggt. Naja, wir ham ja nix zu verbergen.
Geschäft erledigt (nein, davon gibt’s kein Foto) und wieder raus, wo ich den anderen bis zur Warteschlange für die Einreise hinterherdackelte.
Diese eine Schlange spaltete sich dann sehr schnell in etwa zehn kleinere auf und ich hatte die Wahl an welche davon ich mich anstelle. Gut, dass wir nächstes Semester Operations Research haben, denn ich hab sooft die Warteschlange gewechselt, weil diese vermeintlich kürzer war, bis ich am Schluss auch wirklich als letzter drankam.

Nungut…da steh ich also am Schalter, zeig artig meinen Reisepass her, drück meine Finger auf die Sensoren und lass ein Bildchen von mir machen. Dann fragt mich der nette Herr, was ich denn so in USA mache und wie lange ich denn vorhätte zu bleiben. Ehrlich wie ich bin, erklär ich ihm, dass dies ein Businesstrip gepaart mit Urlaub und Familienbesuch werden soll.
UND dass ich vorhabe, 89 Tage zu bleiben…
Zur Erinnerung: Ohne Visum darf man höchstens 90 Tage in den Vereinigten Staaten verweilen…

Okay, ab diesem Moment war das zuvor freundliche Gesicht verschwunden.
„Oh man, why have you told me this?“, sagte er nur. Ohoh!
(Notiz an mich: Niemals mehr ehrlich sein, wenn es darum geht, an der Grenze der erlaubten visumfreien Zeit zu kratzen!)

Ihr kennt Guantanamo Bay? Ja genau, da wo die bösen Terroristen sitzen und mit üblen CIA-Methoden zum Sprechen gebracht werden.
Vergesst Guantanamo Bay! Der vormals liebe Officer hat mich derart auseinander genommen, dass ich am Schluss selbst nicht mehr wusste, was ich überhaupt in USA wollte. Als ich also schon drauf und dran war, meine Habseligkeiten einzusammeln und nach Hause zu gehen, drückt er mir meinen Reisepass in die Hand und meint: „Don’t do that ever again!“
Ja wie, bin ich schon drin? Juhuuu, das war ja einfach!
To be continued…

Check-In Stuttgart

Mein Pass funktionierte natürlich. So ein RFID-Chip ist halt unverwüstlich. Und Frauen an Schaltern von Bürgerbüros haben davon natürlich schon mal gar keine Ahnung.
Der Check-In verlief verhältnismäßig unspektakulär. Gepäck aufgegeben und der netten Dame schöne Augen gemacht und schon hat ich nen Sitz am Fenster und nen freien Platz neben mir. Charmeur alter Schule halt…Naja, die Maschine war auch nur halb voll. Na denn, guten Flug...



Und da sitz ich also im Flieger und höre stundenlang den gleichen Musikkanal, auf dem seltsamerweise alle halbe Stunde die Lieder wiederholt werden. Aber coole Musik wars. Ich sag nur: „I kissed a girl – I liked it!“ und Jimmy Eat World hab ich bis dahin auch schon lange nicht mehr gehört gehabt…
Tja..und dann wurden noch fabelhafte Filme gezeigt auf dem Flug.
Wie zum Beispiel The Dutchess mit Keira Knightley…
Dacht ich mir: „Ey, guggste auf Englisch an. Kannste ja gleich üben für die Staaten.“ Gaaaanz dumme Idee…

Verstanden: 0%
Panikfaktor: 100%


Aber da der Film Schrott war, muss es daran gelegen haben, dass ich nix verstanden hab.
Nach ca. 11h Flugzeit dann der erste Zwischenstopp in Atlanta, Georgia.

Nun war es also so weit. Die Stunde der Wahrheit. Würden mich die amerikanischen Beamten ohne Visum in die USA einreisen lassen, oder mich postwendend nach Deutschland zurück schicken? Würde auch dort mein Pass funktionieren?
To be continued…

Rückblende Nr. 2

Samstag 17. Januar. Max-Kade-Wohnheim. Letzte Vorbereitungen…
Zu Besuch: Katharina Renz.

Wie ich mein Zimmer so ausmiste und meinen Koffer packe, fällt der Kathi mein Reisepass in die Hand. Und was sieht sie darauf: Kaffeeflecken.
„Dein Pass schaut ja auch schon aus wie Sau! Was ist denn damit passiert.“

Um nicht ne weitere Rückblende in der Rückblende zu starten und somit das gesamte Raum-Zeit-Kontinuum durcheinander zu bringen, hier in aller Kürze:
Den Kaffee hat damals die Kathi aus Versehen über meinen neuen Pass verschüttet. Hab ich ihr bis dahin nicht gesagt gehabt, weil ich es auch erst am nächsten Tag entdeckt habe. Aber das is ne andere Geschichte…
Aber egal. An diesem Samstag also, am Tag vor meiner Abreise eröffnet mir nun die Frau Renz mit schlechtem Gewissen, dass das ein Problem werden könnte. Sie hatte ne Woche zuvor nen neuen Pass bekommen und entgeistert feststellen müssen, dass ihre Fingerabdrücke ja gar nicht auf dem Dingens waren. Auf ihre Frage, wo diese denn seien, eröffnete ihr die Schalterdame des Bürgerbüros, dass die Abdrücke auf nem Chip im Deckel des Passes seien.
Und man aufpassen müsse, dass das Ding nicht zu nass wird, weil der Chip sonst nicht mehr ausgelesen werden könne…
Das alles erzählt mir die Kathi also am Tag vor meiner Abreise…noch Fragen, wieso ich kaum geschlafen habe?

PS: An diesem Samstag haben wir übrigens noch Schlag den Raab angeschaut. Ging mir aber zu lange und so weiß ich bis heute nicht, ob der Typ den Raab geschlagen hat…Über Infos wäre ich dankbar ;-)

Morgenstund hat Gold im...ach halt doch die ...

Okay…Sonntag morgen also aufgestanden und erst mal die Bude richtig leer geräumt. Hatte ja nur ne Woche Zeit, um das zu erledigen, da dachte ich mir, wieso nicht alles auf den letzten Drücker erledigen. Ganz schön schlau von mir, was?
Erst später im Flieger ist mir dann aufgefallen, dass ich meinen Vorratsschrank und mein Kühlschrankfach vergessen hab, auszuräumen. Naja, der Ferienmieter wird sich gefreut haben.
Mich hat übrigens meine letzte Kippe auf dem Weg zum Flughafen gefreut….
Am Flughafen Stuttgart angekommen, ging auch erst mal das erste Bangen los. Würde mein Reisepass beim Check-In funktionieren? To be continued…

Rückblende Nr. 1

Freitag, 16.01.2009. Abends. Stuttgart. Max-Kade. Das Wetter ist feucht-kalt, aber die Frisur hält (woran das wohl liegt?)
Es stand natürlich noch ne kleine Abschiedsparty an.
Extra nen Riesentopf aus dem 4. Stock ausgeliehen (danke nochmals an Euch. Hoffe meine Leute haben ihn auch geputzt wieder zurückgebracht?!), um ne Riesenportion Chili zu kochen. Zur Hand ging mir dabei meine ebenso bezaubernde wie charmante Freundin Kathi, die mir überdies den Tipp mit dem Chili gegeben hat.

Den Topf haben wir natürlich brav leer gefuttert, damit wir auch ne anständige Grundlage für das bevorstehende Saufgelage haben sollten. Das Selbige sollte nicht lange auf sich warten lassen, nachdem uns die Anne freundlicherweise ein neues Kartenspiel beigebracht hatte (bei Bedarf, veröffentliche ich gerne die Regeln)…
Bevor wir dann noch Richtung Stadt zogen, um noch anständig weiterzufeiern, hat unser geliebter Hustler noch ne Marktlücke entdeckt: Die Baguette-Gegensprechanlage (Bilder folgen).
Getreu der StudiVZ-Gruppe: „Ich weiß nix mehr….aber war GEIL!“ ging es dann in der Stadt weiter…

Der große Tag...

war gekommen...
Mein erster Flug nach Übersee. Was würde mich in den Ju-Es-of-Ä erwarten?
Äußerlich wie immer cool, doch innerlich schon seltsam aufgewühlt (nicht zuletzt, weil ich kein Visum hatte)
Die Nacht von Samstag auf Sonntag hat mein Körper mal gedacht: "Schlaf ich nicht so viel! Bin ich lieber aufgeregt. Den Schlaf kann ich ja noch im Flieger nachholen"
Ich hätt ihm natürlich gleich sagen können, dass Schlafen in der "Öffentlichkeit" unter 3 Promille schon mal gar nicht geht, aber naja, auf mich hört er ja nicht…Apropos 3 Promille….