Sonntag, 5. April 2009

April, April?

Mittwoch war ja bekanntlich der erste April, der Tag der Späße und Veräppelungen. Bei uns in der Abteilung wurde der Tag natürlich nicht gewürdigt, wobei es sich geradezu angeboten hätte, haben wir doch ne Klingel am Lab.
Naja, einmal hab ich Viktor laufen lassen - nachdem ich mal wieder gerade von der Toilette zurück kam, drückte ich draußen spaßeshalber auf die Klingel. Als mir also Viktor entgegen kommt, um die Tür zu öffnen: "April, April!"
Er: "Was sollte des jetzt?"
Hmmmm...auch ne Antwort!

Nunja...aber dann wurde es mal wieder Abend und während Viktor beim Poker spielen war und ich gemütlich Zwiebel-Kartoffelsuppe gekocht hatte, die ich gerade vor dem Fernseher reinspachteln wollte, hör ich plötzlich ne Frauenstimme von draußen:
"Help, Help"
Na spitze, als Deutscher kann man sowas ja nicht einfach ignorieren, weswegen ich mir kurz was überzog und rausschaute. Der Typ links von uns aus Zimmer 215 öffnete im selben Moment seine Tür und fragte mich, ob ich auch was gehört hätte.
Ich nur mit dem Kopf genickt und zum Zimmer rechts von uns rübergegangen, wo von innen ein mordstohuwabohu zu hören war. Am Ende des Ganges gesellte sich gerade noch ein Inder zu den Schaulustigen, als ich also an die Tür von Zimmer 219 klopfte.

Die Tür öffnet sich und ne hysterische Frau steht vor mir, die mich sofort am T-Shirt packt und versucht ins Zimmer zu ziehen. Da neben ihr ein tätowierter Typ steht, der mir nicht mehr so den fitten Eindruck macht und ich außerdem erstmal völlig perplex war, hab ich mich aus ihrem Griff befreit und mich an der Tür postiert. Da fängt die Alte zu brüllen an: "He's a drug addict! Help me...i need his pills!"

Okay, so läuft also der Hase. Hatten wir somit den Grund, wieso der Typ aussah wie ein Schluck Wasser in der Kurve. Ich also auf den Kerl zugegangen und es erst mal auf die Nico-Tour versucht: Also erst mal höflich bleiben: "Ey man, what's up?" - "Nothing"
Na was hatte ich auch erwartet? Dass er mir Shakespeare rezitiert in seinem Zustand?

Da fängt die Frau wieder an rumzubrüllen. Ich soll ihr helfen wo ich doch stärker sei als sie. Er sei drogensüchtig und hätte schonmal eine Frau vergewaltigt...
Hä, wo bin ich hier nur gelandet???

Als sie plötzlich anfängt, an seiner Hosentasche rumzuziehen, wo wohl die Pillen drin sind, rennt er an mir vorbei. Sie zieht nach und zerreißt ihm auf dem Gang noch sein Shirt, während ich nur dumm aus der Wäsche gugge und nach der versteckten Kamera Ausschau halte.
Ne Kamera kann ich aber nirgends entdecken und auch die beiden anderen Typen, die vorhin noch mit mir auf dem Gang draußen standen, sind wie zufällig verschwunden.
Da meine neue Nachbarin draußen rumschreit wie verrückt, schalte ich also endlich und laufe hinterher. Draußen angekommen, seh ich den Kerl gerade noch von hinten stiften gehen, woraufhin sie mich anfleht, ihn einzufangen, wo er doch ein verdammter Drogensüchtiger sei.

Also gut also, können wir ja mal schauen, was das ganze Kardiotraining die letzten Wochen so gebracht hat: Ich also meine Flip Flops ausgezogen, was im Nachhinein betrachtet gar nicht nötig war, und mal kurz hinterher gesprintet. Nach nicht mal 5 Sekunden geht ihm die Luft aus, worauf ich ihn an beiden Armen festhalte und schon überlege ihm ne Kopfnuss mitzugeben. Da er aber trotz Tätowierungen in ungefähr so harmlos war wie ne Fruchtfliege, hab ichs lieber gelassen und es nochmal auf die Höfliche probiert: "Man, show me what's in your pocket". In dem Moment kommt seine Freundin, oder wer auch immer die Frau war, und zieht ihm die Pillendose aus der Tasche, woraufhin wir den Kerl springen lassen...

Auf dem Weg zurück zum Appartement, hat sie sich noch tausendmal bedankt und mir irgendwas von Vergewaltigung und Drogendealern erzählt, die hinter ihm her wären, weswegen sie ihn versteckt hält. Naja, solange die nix von mir wollen...

Okay, ich also wieder hoch in unsere Unterkunft, wo ich endlich meine wohlverdiente Suppe schlürfen wollte, als es an der Tür klopft. Dolle Wurst, kommen jetzt die Drogendealer? Ich kaufe nix! Naja, besser abwarten, was sie anzubieten haben.

Tür auf:
Es ist der Typ links von uns, der mich fragt, wo ich denn plötzlich abgeblieben sei. Gerade als ich ihm die selbe Frage stellen wollte, erklärt er mir, dass er am Frontdesk angerufen hätte. Aha, soso...
Ob mit mir alles in Ordnung sei. Er sei übrigens Richard.
Grüß dich! "Nice to meet you". Dann gesellt sich auch der Inder, nennen wir ihn Rachnit, weil ich seinen Namen selbst nach erneutem Nachfragen nicht verstanden hatte, zu uns.
Und zu guter Letzt kommt uns auch noch die Managerin unseres Hotels entgegen, die sich gleich tausendmal entschuldigt. Da stehen wir also, ein illustrer Haufen, zwei Ausländer, ein Schwarzer und ne Managerin...wie der Anfang eines schlechten Witzes :o)

Aber in Wirklichkeit isses ja das Ende eines schlechten Witzes...
Nachdem wir also noch ein bisschen über das Ereignis gefachsimpelt und die Managerin uns angehalten hatte sofort den Frontdesk anzurufen, wenns irgendwelche Probleme gibt, sind wir also alle wieder von Dannen gezogen. Und ich endlich zu meiner wohlverdienten Suppe...

This was awesome...

Finally...
Nico has come back to Dallas Downtown...

It was time to play the game und deshalb standen die Amis auch wieder Schlange. Diesmal vor dem American Airlines Center im Herzen von Dallas.

Schlangestehen, das lieben die Amis

Ich war am Montag nämlich bei der World Wrestling Entertainment Supershow: "So be jealous!"

Ihr denk jetzt sicher: Wie jetzt? Wrestling? Wie kann man nur?!
Ich sag Euch: "It doesn't matter what you think"

Und wenn Ihr jetzt immer noch keine Ahnung habt, was ich hier koche oder Ihr von Wrestling absolut Null versteht...dann hab ich genau zwei Worte für Euch: "Suck it!"

Für Kenner:
Am Montag stand die letzte WWE Raw Ausgabe vor Wrestlemania 25 an, die live aus Dallas auf USA Network übertragen wurde. Außerdem wurden im Vorfeld Matches für ECW und WWE Smackdown aufgezeichnet. Deshalb also der Begriff Supershow. Es waren sozusagen alle Roster der WWE vertreten. Da musste ich natürlich dabei sein. Die Chance hat man nur einmal im Leben. Und was soll ich sagen, obwohl das ganze ein ziemliches Kiddyspektakel war, möchte ich die Erfahrung nicht missen.

Ich bin mittlerweile seit gut und gerne 20 Jahren Wrestlingfan. Ich bin ein sogenannter Smart Mark (Smark), was bedeutet, dass ich sehr wohl weiß, dass Wrestling absolute Show ist und die Kämpfe und Fehden natürlich alle abgesprochen sind. Trotzdem sehe ich dieses Spektakel immer noch gerne, auch wenn der Flair von damals verflogen ist, als ich als kleiner Bub noch alles für bare Münze nahm.
Heutzutage bemesse ich die Inhalte jedoch mit anderen Augen. Für mich zählen die Storylines, die wie in ner Soap aufgezogen sind und ich fühle mich von erstklassigen Matches angesprochen.
Zum Hintergrund des Wrestlings kann ich den kürzlich im Kino angelaufenen The Wrestler mit Mickey Rourke empfehlen, da er das Geschäft wirklich sehr gut aus der Ich-Perspektive des Protagonisten beschreibt.

So jetzt aber genug gefaselt. Zur Supershow:
Ich war mit meinem 22$-Ticket natürlich nicht direkt am Geschehen, sondern musste mich mit einem ziemlich bescheidenen Platz rechts neben dem Titantron (der Riesenbildschirm, der im Hintergrund beim Wrestlereinzug zu sehen ist) zufrieden geben. Als ich die Halle betrat, musste ich erst mal verschnaufen und alles auf mich wirken lassen. Auf den ersten Blick sah das von dort oben alles ziemlich klein aus, war es auch noch verdammt leer.

Halle vor Beginn der Show

Aber sobald die Halle mit über 16000 Zuschauern bis auf den letzten Platz ausverkauft war, bot sie schon einen überwältigender Anblick. Die Stimmung war bombastisch als es dann endlich los ging.

Nationalhymne darf natürlich nicht fehlen

Vor allem die Kinder, die wahrscheinlich noch nicht wissen, dass alles nur Show ist, gehen ganz schön ab. Neben mir war ein Brüllhans, der die übelsten Beschimpfungen gegen die Wrestler aufgebracht hat.

Brüllaffe

Tja, und was war ansonsten?
Ich hab die Show genoßen und hab auch schön gegen so manche Faces geschrien. Faces werden die beliebten Wrestler genannt, während Heels die bösen Buben sind. Ich also immer schön aus Spaß für die Heels geschrien und somit die Aufmerksamkeit des Brüllaffen auf mich gelenkt, der gleich umso lauter für seine Favoriten schrie.

Und am Montag hab ich mir nicht zum ersten Mal gewünscht, dass ich ne richtige Kamere dabei gehabt hätte. 80% meiner Handyaufnahmen kann man in die Tonne kicken. Echt schei**...schade.
Aber ein paar sind trotzdem einigermaßen ansehnlich. Mit einer Fotostrecke möchte ich dann auch diesen Tag beenden.

Have a nice day!

Jeff Hardy zeigt seine Swanton Bomb

Einzug des Heartbreak Kid Shawn Michaels

Rest in Peace: The Undertaker

Tolles Finale: Die McMahon Familie und HHH räumen auf!

The best there is, the best there was and the best there ever will be

And that's the bottom line

Sonntag, 29. März 2009

Wochenrückblick

Oh Mann…
das Austin-Wochenende kann wohl nicht mehr getoppt werden und so heißt es, die nächsten Wochen hier noch runter zu reißen, auf den Urlaub zu freuen und natürlich auf den Rückflug nach Hause.

Nach vergangener Woche liegen jetzt genau noch 8 Arbeitstage vor uns und dann ist erst mal Urlaub angesagt, den wir auch noch richtig planen müssen. Zumindest haben Viktor und ich diesmal das selbe Ziel (na hoffentlich): Houston und danach irgendwo am Strand liegen und die Zeit genießen!

Aber wie schon im vorvorherigen Post erwähnt, liegt in diesen acht Tagen noch einiges an Arbeit vor mir. Letzte Woche hab ich bei meinem Teil des Projektes endlich einen Durchbruch erzielt und kann somit in die Endphase starten. Den Projektbericht muss ich auch noch schreiben, wobei ich zumindest schonmal eine grobe Gliederung habe, was mir das Schreiben ziemlich erleichtern wird. Und dabei werde ich den selben Tipp beherzigen, den ich auch Tobi schon letzte Woche gegeben habe:
Da ich diesen Bericht definitiv nicht bei der VWA einreichen werde, schreib ich ihn relaxt runter und zieh mir keinen Stress mit Quellensuche und/oder affektierten Satzkonstruktionen rein.

Aber was war nun so los letzte Woche?
In einem Satz: nicht sehr viel!

Bis Donnerstag war alles relativ erwähnungsunwürdig, aber dann:
Wie wir auf der Fahrt zu einem Post Office waren, rammt uns doch tatsächlich einer von hinten mit seinem Auto. Aber von Anfang an:
Wir waren grad Richtung Süden auf dem Weg zu einer Poststelle, damit ich noch ein paar Postkarten abschicken konnte (ja, ich hab meine Lieben nicht vergessen!), als vor uns plötzlich der Verkehr wegen einer Ampel zum Erliegen kommt. Geistesgegenwärtig tritt Viktor auf die Bremse und kriegt das Auto gerade noch vor dem Vordermann zum Stehen. Ich gleich in den Seitenspiegel gespickelt, ob erstens der Hintermann das hoffentlich auch noch hinbekommt und zweitens, es kein Truck sein sollte, falls er es nicht schafft!

Kurz für Informatiker (erst weiterlesen, wenn Ihrs gelöst habt):
1. Bedingung: false
2. Bedingung: true

So war ich also innerhalb kurzer Zeit Zeuge zweier Auffahrunfälle, nur dass ich bei einem selbst beteiligt war. Im Rückspiegel hab ich auf jeden Fall einen viel zu schnell näher kommenden Toyota gesehen, der dumm wie Brot, anstatt ne Vollbremsung zu machen, nach rechts auf die Mittelspur zieht und uns trotzdem noch mit seiner rechten Stoßstange hinten links erwischt. Der Hirsch hatte echt noch Glück, dass auf der Mittelspur keiner war, sonst hätt der den glatt weggerammt.
Er also gleich auf den nächsten Parkplatz gefahren und so auch Viktor, der immer noch nicht ganz registriert hatte, was gerade geschehen war.

Naja, der Fahrer kam uns dann gleich entgegen und hat gleich alle Schuld auf sich genommen und gemeint, dass er versichert sei und mit seiner Versichertenkarte, die er uns in die Hand drückte, alles in Ordnung sei. Na gut, auf der Karte wird wohl alles drauf stehen und so entließen wir den Typen, samt seiner Familie, ohne die Polizei gerufen zu haben. Wenigstens das Kennzeichen hab ich mir noch notiert, wenn ich es schon nicht für nötig hielt, ihn nach seinem Führerschein zu fragen.
Wie wir wieder zu unserem Auto laufen, lehnt sich ein älterer Herr aus dem Fenster seines Vehikels und fragt, ob wir einen Zeugen bräuchten. Hmmmm...
Er sei direkt hinter dem Unfallverursacher gefahren und könnte für uns aussagen. Ob wir auch alle Daten von dem Typ hätten? Ein Versicherungsschein würde in USA wohl nicht viel bringen, vor allem nicht, wenn er auch noch vom vorherigen Jahr ist, wie wir im Nachhinein bemerkt haben.
Na spitze! Es sollte also doch nicht so einfach werden. Eher noch verwirrender...

Lackschaden

Da an unserem Auto kein großer Schaden war, sind wir erst noch zur Poststelle gefahren, die natürlich zu hatte und danach nach Hause, wo wir auch gleich unsere Autovermietung kontaktiert haben. Die meinten dann, wir müssen, streng nach Vorschrift, zur Polizei und ein gelbes und blaues Formular ausfüllen bzw. unterschreiben lassen. Perfekt!

Aber es kommt noch besser....
Wir zur nächsten Polizeistation gebrettert, wo wir einem überaus freundlichen, ehrgeizigen und hilfsbereiten Officer am Empfangsschalter unsere Situation schilderten. Daraufhin drückt er uns ein blaues Formular in die Hand und meint, wir sollen das ausfüllen. Okay, und wie wird dann weiterverfahren?
Sollen wir hinten auf dem Formular nachlesen!
Ja, aber wie läuft das dann genau? Benötigt er keine weiteren Daten?
Hinten auf dem Formular!!
Aha, super, wir benötigen aber laut Autovermietung auch einen gelben Zettel.

Der nette Officer greift unter den Tisch und zaubert tatsächlich ein gelbes Kaninch...Formular hervor. Und wozu sind nun die beiden Formulare genau und was müssen wir noch beachten?
Steht hinten drauf!

Okay, Gott sei dank haben wir auf dem Absatz kehrt gemacht und das Revier verlassen, sonst hätten sie wirklich nen Grund gehabt mich einzubuchten. Ich hab mich ja jetzt schon öfter hier über die Unfreundlichkeit bzw. hingerotzte Arschfreundlichkeit aufgeregt, aber nun war ich tatsächlich auf 180!

Bis wir wieder zu hause waren und nochmals bei der Autovermietung angerufen hatten, war der Zorn dann erst mal verflogen. Vielleicht sollte ich es nächstes Mal wirklich mal mit Jesus probieren, damit ich nicht immer gleich so zornig werde:

Vor unserem Hotel aufgenommen

Ende vom Lied: Unsere Car Company hat jetzt erst mal alle Daten von uns aufgenommen und will das ausgefüllte Formular, wenn wir das Auto abgeben.
So viel Stress wegen nem leichten Lackschaden, der wahrscheinlich nach ner gründlichen Reinigung sowieso nicht mehr sichtbar sein wird.

Tja und wo wir bei Autos sind:

Die Formel 1 hat ja bekanntlich vergangenen Freitag wieder angefangen. Der Wahnsinn, was im ersten Rennen schon abging. Das lässt auf einiges mehr hoffen. Leider hat der Penner von Kubica unseren Vettel abgeschossen (okay, eigentlich wars andersrum, aber ey). Aber ich freue mich auf jeden Fall schon auf die nächsten Rennen.
Aber dann in Deutschland. Ich war das ganze Wochenende damit beschäftigt einen ansehnlichen Livestream im Internet zu finden, damit ich auch das Qualifying und Rennen anschauen konnte. Die Qualität ließ zwar schließlich zu wünschen übrig, aber zumindest hab ich alles gesehen.

Ansonsten war das Wochenende mal wieder ziemlich kalt (von 30° letzte Woche auf 2° runter), was mich aber nicht weiter störte, konnte ich so endlich meinen Blog auf den neuesten Stand bringen und mußte nicht draußen in der Kälte rumhetzen, um eine Beschäftigung vorzutäuschen. Um ehrlich zu sein habe ich nach der Erfahrung in Austin schon mit Plano und Dallas abgeschlossen und muss eigentlich nichts mehr gesehen haben. Irgendwie hab ich auch absolut keinen Bock mehr, die Southfork Ranch zu besichtigen, nur weil jeder sie besichtigt, wenn er nach Dallas kommt.
Deshalb hab ich mir das auch aus dem Kopf geschlagen. Ich bin ja nicht jeder! ;-)

Was jetzt noch ansteht vor unserer Tour nach Houston ist zumindest das Six Flags noch zu besuchen und unsere Sportveranstaltungen, für die wir schon Karten haben und auf die ich mich besonders freue. Morgen Abend geht es mit der WWE Supershow im American Airlines Center in Dallas los :o)

Wünscht mir also viel Spaß...

PS: Am Freitag war ich dann auf der Poststelle und konnte es mir nicht nehmen lassen, von der Schnelligkeit der Angestellten ein Video zu machen. Und stellt Euch vor, in anderen Läden wie Walmart oder im 99cent Shop sind die noch viel, viel schneller...

Spring Break

Donnerstag

Der große Tag war gekommen. Vor lauter Vorfreude hatte ich natürlich nicht allzu gut geschlafen, aber wer braucht schon Schlaf, wenn er mit einem gelungenen Frühstück in den Tag startet? Heut hab ich mich nämlich mal wieder an heimischen Apfelküchle probiert, was gar nicht so einfach ist, wenn die Pfanne weder Teflonbeschichtung noch eine plane Oberfläche besitzt:

Apfelküchle: sehen doch gar nicht so schlecht aus...

Tja, und nachdem wir gespeist und ich gepackt hatte, gings auch schon los. Lagen immerhin 160 Meilen vor uns, die auf der Hinfahrt ich und auf der Rückfahrt Viktor zu überbrücken hatte. Die Fahrt verlief verhältnismäßig ruhig. Viel Musik gehört und die Aussicht genossen.

In Austin angekommen, gings dann erst mal zu unserem Hotel. Für Donnerstag und Freitag Nacht hatten wir uns nämlich ein Zimmer mit Doppelbett angemietet, während wir uns dafür entschieden hatten, am Samstag im Auto zu nächtigen. Unser Zeug abgeladen und nichts wie ab in die Innenstadt...

Außentemperatur umgerechnet 30° C

Nach ermüdender Parkplatzsuche, an deren Ende wir aber doch noch einen Gratisplatz, fünf Blocks von der Sixth Street entfernt, ergattern konnten, ging es also ab auf selbige. Und wie wir dort ankamen, fiel ich doch fast aus allen Wolken. Hier waren tatsächlich Menschenmassen und überall Bars, die Live-Musik aufboten. Ein Teil der 6th Street war extra abgesperrt und dort tummelten sich die unterschiedlichsten Charaktere und hatten Spaß. Von Jung bis Alt, über Rocker, Punker, Snobs, Normalos, Viktors und Nicos - war alles vertreten. Es sollte also keine Kiddy-Party werden; verkündete sogar ein Schild nicht weit von der Partymeile, dass Minderjährige nach 7 Uhr abends keinen Zugang mehr hier hätten. Klasse Sache. Natürlich nicht für die Minderjährigen, aber zumindest für mich :D

Also erst mal die Straße hinauf- und wieder hinabgeschlendert und das Gesehene auf uns wirken lassen, bevor wir anfingen eine Bar nach der anderen aufzusuchen und die dargebotene Livemusik zu genießen und im Gegensatz zur us-amerikanischen Bevölkerung dazu zu tanzen und mitzugröhlen.

Livemusik überall, selbst auf den Straßen



Von Bar zu Bar, von Livemusik zu Livemusik

Der hats ein bisschen zu gut gemeint

Die Livemusik in den Bars hat dann schon ziemlich früh um 1:30 Uhr aufgehört, weswegen wir uns, beeindruckt vom ersten Tag, auf dem Weg zum Auto machten. Unterwegs sind wir aber noch über einen Live Event gestolpert, wo wir bis zum Schluss blieben. Wenn ich von Schluss rede, meine ich natürlich die obligatorische USA-Sperrstunde um 2 Uhr.

Letzter Live Event des Abends

Nachdem ich Viktor im Hotel abgesetzt hatte, hab ich mich nachts noch auf die Suche nach nem Walmart gemacht, um was zum Frühstück für den nächsten Morgen zu besorgen - leider hatte schon alles in der Umgebung geschlossen. Wenn man sich erst einmal an solche 24/7-Einkaufsläden gewöhnt hat, will man sie gar nimmer missen...
Ein erster genialer Tag ging also zu Ende, aber der nächste sollte ja nicht lange auf sich warten lassen.


Freitag

Morgens erst mal aufgestanden und zum lokalen HEB gefahren, um Frühstück zu holen. Während ich die letzten Wochen eigentlich ziemlich gesund gelebt hatte, würde ich die nächsten zwei Tage so richtig über die Strenge schlagen. Ab heute lautete mein Motto: Party on, Wayne! Also neben Äpfeln und Bananen auch Donuts eingekauft und nen obligatorischen Billig-Six-Pack - ganz stylisch im Dosenbierlook.

Da ich heute nicht mehr fahren musste, zischte ich vor unserer Fahrt in die Stadt also sofort mein erstes Bier. Und dann gings wieder auf die Sixth Street, wo wir uns erst mal auf die Suche nach nem anständigen Lokal zum Mittagessen begeben haben. Da das Wetter einfach traumhaft war, mussten wir also ans Freie zum Essen und mexikanisch sollte es auch sein. Also entschieden wir uns für den Iron Cactus. Naja, eigentlich hab ich die Entscheidung übernommen, weil ich nicht wieder stundenlang nach nem Schuppen suchen wollte, bei dem das Essen nun 1$ billiger ist. Für einen Platz an der Sonne, geb ich gerne ein bisschen mehr aus.
Aber die Entscheidung war geradezu goldrichtig. Die Portionen waren riesig und der Preis kann mit 15$ pro Portion mitten auf der Partymeile geradezu als Spottpreis angesehen werden. Und nen annehmbaren Mojito hatte ich auch noch zum Essen.


Megaportionen

Leider war das Essen aber auch ziemlich zwiebelhaltig, womit ich wohl reichlich Bier benötigen würde, um den Geschmack wieder wegzubekommen. Aber zum Glück hatte ich ja noch ein paar Airwaves in meiner Tasche gefunden, die mir heute den Atem retten würden. Im Land des Chewing Gums gibt es tatsächlich keine richtig guten Kaugummies...
Aber zurück zum Essen: Die Portionen waren derart riesig, dass ich mir, Schwabe wie ich bin, den Rest in ner ToGo-Box mitgenommen habe. Wußte doch, dass ich nachts sicher noch hunger bekommen würde. Aber da ich nicht mit dem Zeug auf der Sixth Street rumdackeln wollte, brachte ich es zurück zum Auto, woraufhin sich Viktors und meine Wege vorerst getrennt hatten. Später würden wir uns wieder vor dem Iron Cactus treffen, um auf ein Live Konzert zu tigern, das ganz in der Nähe sein sollte.

Wieder auf der Sixth Street angekommen, dachte ich so bei mir, dass es doch ne wahnsinnig intelligente Idee sein müsste, ne Schachtel Kippen zu kaufen. Als Raucher macht man ja bekanntlich besser Bekanntschaften. Was schon annodazumal im Kade geklappt hatte, würde doch auch sicher hier funktionieren. Und nachdem ich die letzten Wochen schon immer Gelüste nach ner Zigarette hatte und letzte Woche im Westend Pub schon beinahe der Versuchung erlegen wäre, ne Schachtel zu kaufen, wars nun endlich so weit.
Also ne Schachtel LM gekauft und ab ins "Blind Pig" gegenüber vom Iron Cactus, wo ich mir erstmal ein Kippchen angesteckt und ein Bierchen dazu getrunken habe. Oh Gott, hat mich die Kippe verspickt. Aber geil wars....

Dachterasse des Blind Pig

Zum verabredeten Zeitpunkt bin ich dann, nach einem weiteren Bierchen, runter zum Iron Cactus, wo ich doch tatsächlich Bekanntschaft mit dem Tod machte, während ich auf Viktor wartete:

Der Tod steht ihm gut, bei 30° C!

Dann haben wir uns auf dem Weg gemacht zum Free SXSW Concert am See. Aber da wir außer einer traumhaften Aussicht nach einstündiger Rumsucherei nichts entdeckt hatten, bin ich entnervt zur 6th Street zurück. Wieso auch stundenlang nach etwas suchen, wenn man die Party direkt vor der Nase hat?


Prachtvolle Aussicht am See, aber keine Party!

Auf der 6th bin ich dann von Bar zu Bar gezogen, hab den verschiedensten Musikstilen gelauscht und in jeder Bar mindestens ein Bierchen gezischt. Das Fiese in Austin ist nämlich, dass man kein Alkohol auf den Straßen trinken darf, weswegen man eben so lange in den Bars bleiben muss, bis der Alk leer ist. Wenn die Musik nicht mehr gefällt, wird man so ganz schnell zum Extrinker. Wieviel Bars es waren? Keine Ahnung, hab irgendwann aufgehört zu zählen. Könnt Ihr auf die Biere und den weiteren Alkohol übertragen ;-)

Gegen spätabends bin ich dann nochmal zum Auto, wo ich mein kurzhosiges Outfit gegen ein wetterfesteres tauschte, da es nachts schon ziemlich kalt werden kann. Ich hatte ja immerhin Klamotten für mindestens drei Festivals dabei, weswegen ich oben am Auto noch ne Modenschau veranstaltete, weil ich mich nicht entscheiden konnte, in welchem ich noch besser aussah.
Hatte wohl das richtige gewählt, lernte ich doch auf dem nächsten Freilichtspektakel ein Mädel kennen, das mich später noch in den Laden ums Eck einlud.

Letztes Freilichtspektakel des Abends



Curiosity: Physik die begeistert...

In dem Schuppen war es anfangs noch ziemlich leer, wofür sich das Mädel, dessen Namen ich natürlich auf Anhieb wieder vergessen hatte, vielmals entschuldigte. Gegen später wurde es aber richtig voll gute alte Dancemusik wurde auch gespielt, worauf ich so lange getanzt habe, bis der Laden dicht machte. Hatte vollkommen das Zeitgefühl verloren. Als ich das letzte Mal auf die Uhr schaute wars 23 Uhr - und plötzlich war es 2.30 Uhr nachts.
Als ich so abtanzte, kam ein Fotograf auf die Tanzfläche und machte ein paar Bilder von mir, fragte mich, wo ich her komme und meinte, dass ich "a really handsome guy" sei. Ziemlich gay, aber ich hatte wohl wirklich das richtige Outfit gewählt...

Nachdem ich kein Bier mehr bekam, machte ich mich also auf den Weg zum Auto, wo Viktor friedlich schlafend auf mich wartete. Musste ziemlich am Auto rütteln, bis ich ihn wach hatte. Ab nach Hause, wo ich den Hals natürlich nicht vollkriegen konnte und noch ein Bierchen aufmachte und...nach ein paar Schlücken stehen ließ...


Samstag

"Boah Viktor, muss das sein?", waren meine ersten Worte, als dieser morgens den Vorhang aufzog. Was ich vergessen hatte: Wir mussten das Zimmer bis 11 Uhr räumen.
Während ich im Halbschlaf nochmal den gestrigen Tag Revue passieren hab lassen und zu mir selbst sagte: "Geil wars", war ich auch schon raus aus dem Bett und ab unter die Dusche, um mich zurecht zu machen für einen weiteren Tag voll wilder Party. War der vorherige Abend schon klasse, hoffte ich das Ganze heute noch toppen zu können. Meinen Muskelkater vom Tanzen ignorierte ich mal geflissentlich.
Schlüssel abgegeben, ab ins Auto und in die Innenstadt.

Kippe am Morgen vertreibt Kater und Biersorgen..

Nicht weit von unserem Parkplatz machten wir auch schon die erste coole Entdeckung des Tages: es sollte ein Live-Konzert mit unzähligen Bands und zwei Tribünen heute geben - 4free. Na, wenn das nichts ist.

Gelände des Livekonzerts (abends bei einem/zwei Bier aufgenommen)..

Aber zuerst hieß es, was zum Kauen zu finden, damit der Alkohol auch ein anständiges Bettchen im Magen bekam. Also ab in die Stadt und erst mal wieder umhergeirrt, auf der Suche nach einem Lokal das Viktor am Vortag gesehen hatte und unbedingt ausprobieren wollte. Da ich langsam richtig Kohldampf bekam und Viktor später noch ins Kino wollte, trennten sich also unsere Wege heute schon vor dem Essen.
Während Viktor sich nun alleine auf die Suche nach seinem ominösen Lokal machte, betrat ich um etwa 13 Uhr das Fadó Irish Pub an der 4th Street, um erst mal anständig zu brunchen.
Das Fadó (ausgesprochen "f'doe") ist ein irisches Lokal, wie es im Buche steht: Drinnen lief zeitgleich ein Rugby- und ein Fussballspiel auf den Großbildfernsehern und die Stimmung war ausgelassen - außerdem war die Hütte rammelvoll. Traf sich gut, wollte eh an die Sonne, weswegen ich also auf den Patio raus bin, wo ich dann auch gleich noch zu meinem ersten Guiness rauchen konnte.
Außerdem bestellte ich mir ein anständig deftiges All-Day Irish Breakfast

So macht brunchen Spaß..

Nachdem ich gespeist und ein bisschen der Livemusik, die im Innenhof gespielt wurde, gelauscht hatte, machte ich mich mit einem aufgewärmten Rausch auf den Weg Richtung Livekonzert. Grad wo ich mir denke, dass jetzt ne Soda nicht schlecht wäre, kommt ein Pickup-Truck mit zwei Mädels auf der Ladefläche ums Eck, um free Monster zu verteilen. Wollt ja eigentliich kein Antialk heute trinken. Aber he, wenns gratis ist!

Vor dem Livekonzert hatte sich mittlerweile eine Riesenschlange gebildet, in der auch Leute anstanden, die bereits ein Armband hatten. Wenn die Amis was von den Briten abgeschaut haben, dann das In-der-Schlang-Stehen. Ich bin natürlich außen vorbei und hab auch erstmal die fast noch längere Schlange vor den Toiletten ignoriert. Wenn keiner was sagt, is auch nix passiert.

Und da noch nicht allzu viel los war, hab ich mich erst mal in der Nähe der Haupttribüne in die Sonne gepackt und die Zeit genossen. Schön rumliegen und Bierchen trinken. Wieso auch immer rumstressen? So muss sein!


Just relax.....

Gegen abends, nachdem Viktors Film fertig war, haben wir uns wieder zusammen gefunden und gemeinsam die Show genossen.

Haupttribüne..

Zwischen zwei Live-Acts sind wir dann erst mal zum Capitol rüber und haben ein paar Touri-Bilder gemacht, solange die Sonne noch günstig stand:





Auf dem Rückweg nochmal kurz am Auto vorbei, um uns frisch zu machen und ein Bierchen zu trinken - nunja..ich hab zwei gezippt. Überhaupt kam das Trinken heute nicht zu kurz:


Eins, zwei, drei, viele, viele Bierchen.....

Aber neben der Tatsache, dass das Bier hier wie Wasser schmeckt, wirkt es auch in etwa so. Ich hab summasummarum ungelogen etwa gute 7-8l Bier an diesem Tag getrunken und war abends immer noch topfit. Auf dem Wasen macht sich spätestens nach der vierten Maß die Wolldecke im Mund bemerkbar. Und in Deutschland bin ich auch noch im Training, während ich hier seit 9 Wochen kaum Alkohohl getrunken hatte. Naja, bin ich halt irgendwann auf Jack on the rocks umgestiegen...

Das Konzert ging in etwas bis kurz nach 9, woraufhin wir wieder Richtung 6th Street zogen. Auf dem Weg sind wir aber noch auf ein Restaurant gestoßen, wo neben einem fantastischen Ambiente auch noch grandiose Livemusik geboten wurde.


Wunderschönes Setting und geile Musik..

Dort habe ich dann mein letztes Bargeld auf den Kopf geworfen, bevor es dann endgültig zur Endstation 6th Street gehen sollte. Aber vorher musste ich natürlich noch zu nem ATM, wie hier die Geldautomaten abgekürzt genannt werden, um Geld abzuheben…na spitze…wollen die tatsächlich 5,25 € fürs Abheben von mir! Schweine!!!
Aber ich hatte noch Hunger, ich hatte noch mehr Durst und noch viel mehr Bock auf Party, weswegen ich die Kohle brauchte und also weitere 60$ abhob.

Coyote Ugly Saloon..

Daraufhin gingen wir endlich ins Coyote, das wir am Donnerstag nur kurz von innen begutachtet hatten. War schon irgendwie cool..hab natürlich gleich wieder die Regeln missachtet und ein Filmchen aufgenommen, anstatt nur die erlaubten Fotos zu machen. Aber der Türsteher hat mich nett darauf aufmerksam gemacht.

Yeah, tanzt für mich...

An der Bar erst mal ein Coors und ein Jack on the rocks bestellt und beides so gut wie auf Ex runtergezogen, weil es kurz vor 2 war und ich nicht wieder wie gestern danach ohne Alk da stehen wollte. Also ab die Post und gleich noch mal an die Bar: Coors und Jack on the Rocks…

Juhuuuuu...

Danach gemütlich an die Bar gesetzt, um dem buchstäblich bunten Treiben zu folgen. Um Punkt 2 Uhr nachts kommt dann plötzlich die Bedienstete an und nimmt mir mein Bier weg, das noch vor mir stand, während ich meinen Jacky in der Hand hielt. "No Alcohol after 2am", meinte sie nur und mein Flehen und meine Beteuerungen, es auch schnell auszutrinken stießen auf Granit. Die Party war also gelaufen...

Schon irgendwie ein Spießerladen und ein Spießerland!
Die könnten dort das Megageschäft mit den trink- und feierwütigen Touristen machen - aber wer nicht will, der hat bekanntlich schon. Wie man auf folgendem Video noch sieht, waren nach 2 Uhr noch alle wild auf irgendeine Party und fanden immer wieder einen Grund, um eine Menge zu bilden und zu feiern. Bis schließlich die berittene Polizei kam und die Massen auseinander trieb.

Wildes Treiben noch auf der Straße

So ging nun auch unsere letzte Nacht hier in Austin zu Ende. Grad schad!
Auf dem Weg zum Auto, wo wir ja nächtigen sollten, hab ich dann noch hautnah einen Auffahrunfall miterlebt, bei dem gleich vier Autos aufeinander krachten. Das zweitvorderste sah am Übelsten zugerichtet aus. Aber da mir die Füße wehtaten und ich nur noch ab ins Auto zum Pennen wollte, hab ich ganz vergessen noch anständige Bilder zu machen.


Sonntag

Oh mein Gott…
Im Auto pennen ging mal gar nicht. Mit Sonnenaufgang und dem Vogelgezwitscher, waren auch Viktor und ich wieder auf den Beinen, um uns auch zugleich auf den Heimweg zu machen. Ich wär glaub noch nicht im Stande gewesen zu fahren, hatte ich immerhin mal wieder für vier gesoffen. Aber grad sche wars…

Trotz Zwischenstopp an einer Tanke, wo ich mir ne Zuckerkur verabreichte und eine rauchte, hat Viktor die Rückfahrt in knapp drei Stunden gemeistert. Hut ab!

Vorsicht Kalorienbombe!

So waren wir also um kurz nach 11 Uhr morgens wieder im gepflegten Plano, wo ich den Tag im Germany-Style auf der Couch ausklingen lies und von Austin träumte...

Fazit: 3 Schachteln Kippen geraucht, Unmengen an Alkohol vernichtet, getanzt bis zum Muskelkater, Party bis zum Abwinken, Live-Musik ohne Ende, ...
Einfach grandios!


PS: Der Trick mit den Kippen hat natürlich geklappt und so bin ich auch hier immer wieder mit Leuten zumindest kurz ins Gespräch gekommen, die ein Feuerzeug von mir wollten. Hat sich also gelohnt, wieder kurzzeitig mit dem Rauchen anzufangen. Die restlichen Kippen hab ich sonntags noch weggeraucht, womit ich seit genau einer Woche wieder abstinent lebe :o)

Not missing but back in Action

Jetzt hab ich so lange nichts von mir hören lassen und dann fange ich auch noch in Englisch hier an. Keine Angst!
Die Überschrift war mir nur grad passend erschienen. Muss meine (unzulänglichen) Englischkenntnisse hier nicht unter Beweis stellen; das überlass ich meinen Kommilitonen :P

Der ein oder andere hat wahrscheinlich schon gemutmaßt, ob ich in Austin vielleicht eingeknastet wurde, dort nun irgendwo unter ner Brücke lebe oder die Party dermaßen beschissen war, dass ich Hals über Kopf nach Hause geflogen bin…

Nichts von alledem! Es geht nur auf das Ende meines Praxiseinsatzes hier zu und somit häuft sich die (liegengebliebene) Arbeit. Report muss noch geschrieben, Projekt abgeschlossen werden und dann fühlt man sich abends schon irgendwie ausgelaugt und hat nicht mehr die Muse noch mehr zu schreiben.

Aber nun ist es endlich soweit. Die Zeit nehm ich mir das Wochenende einfach, wo hier mal wieder superbeschissenenes Wetter ist und Six Flags zum dritten Mal ins buchstäbliche Wasser fällt. Und somit komme ich auch gleich ohne weitere Umschweife auf das Topthema der vorletzten Woche zu sprechen: Spring Break und South by Southwest Festival in Austin, Texas. Um es vorweg zu nehmen: Es war geil! HAMMERGEIL!!!
Die Zeit dort hat die langweiligen Wochen hier in Plano wohl so ziemlich wett gemacht, wobei ich aber mittlerweile zugeben muss, dass wahrscheinlich schon ein Wangener Bauernfest nach 9 Wochen Abstinenz so in etwa so bedeutend geworden wäre wie das Oktoberfest. Aber es war schon genial...

Donnerstag, 19. März 2009

Austin, wir kommen...

Noch einmal schlafen, dann isses soweit!
Spring Break in Austin steht endlich an. Ich kanns kaum erwarten. Das langweilige Dallas hinter uns lassen und endlich ne geile Party starten...
In Austin ist vergangene Woche auch das South by Southwest Festival angelaufen...


Das bedeutet, dass noch mehr los sein wird, als ohnehin jede Woche in Downtown los sein soll. Allen voran auf der 6th Street spielen wohl täglich in etlichen Bars Live Bands. Austin wird nicht umsonst Live Music Capital of the World genannt.

Genau diese 6th Street haben uns auch etliche Arbeitskollegen ans Herz gelegt. Nicht zuletzt Danny, den wir bekanntlich letzten Dienstag kennen gelernt haben, hat folgende beschwörenden Worte von sich gegeben: "Haltet Euch an die 6th Street. Was ihr sonst noch sehen müsst? Hmmm...die 6th Street...da müsst ihr hin...sonst nirgends..."

Da musste ich heute glatt mal im Internet stöbern, was dort wirklich so abgeht und hab entdeckt, dass es in Austin auf der 6th doch tatsächlich einen Coyote Ugly Club gibt. Ich wusste noch nicht mal, dass es diese Clubs wirklich gibt...also dort muss ich auf jeden Fall mal vorbeischauen.

Also gut also, ich pack mich ins Bett, damit ich morgen fit bin. Wir sehn uns frühestens am kommenden Sonntag wieder...buenas noches!

Mittwoch, 18. März 2009

St. Patrick's Day

Sonntag hab ich mal schön ausgeschlafen und zum ausgelassenen Brunch mal wieder das unfassbare Fernsehprogramm genossen:
Die bringen tatsächlich Sonntag morgens um 10:30 Jeepers Creepers 2 und gleich danach Final Destination 2.
Und American Pie 2, der im Anschluss lief, schneiden sie dann. Ja geht's noch? Die besten Szenen aus dem Streifen haben die einfach mal so ritsch ratsch rausgeschnippelt.
Stiflers Urindusche z.B. und die beste Szene des Filmes, bei der Stifler mit dem Vibrator der vermeintlichen Lesben durchs Haus springt und „Dildo, Dildo“ brüllt. Einfach weg...aber Horrorfilme vormittags bringen *tzz*

Gegen Abend sind wir dann Richtung Dallas Downtown aufgebrochen, um im Westend ein St. Patrick's Day Straßenfest zu besuchen. Die Hinfahrt war schon super spannend. Wie wir grad in Richtung Nobelviertel unterwegs sind, seh ich doch glatt folgende Schönheit vor mir.


Da wir auf eine Ampel zufuhren bin ich schnell auf die rechte Spur gewechselt, damit ich auch ein schönes Bild von Christine erwische. Die Ampel springt auf grün, ich beschleunige und mache ein weiteres Foto.


Man achte genau auf das Schild rechts außen - was das wohl heißt?
Richtisch: Right lane MUST turn right!

Hinter mir hupt plötzlich einer wie verrückt, weil ich natürlich geradeaus weiterfahren will. Ja spinnt denn der? Kann der nicht nen anderen anhumpen und wenn schon mich, dann doch gefälligst leise. D'oh.
Merkt Euch Jungs: "Niemals den Verkehr aus den Augen lassen, auch wenn Euch eine wahre Schönheit begegnet!"

Diese adrenalinhaltige Autofahrt konnte dann nur noch von einem noch spannenderen Straßenfest getoppt werden. Welch Höllenspektakel uns erwartete, könnt Ihr auf folgenden Fotos sehen:


Der Hammer, oder?
Wo sind wir hier nur gelandet? Armselig ist kein Ausdruck! Aber wenigstens wissen wir jetzt, was Santa Claus so nach Weihnachten treibt...





Den Frust haben wir dann erst mal mit nem Bierchen runtergespült und sind weitergezogen ins Westend Pub, wo laut Flugblatt das Spektakel weiter gehen sollte. Naja, dort hat sich Viktor noch ein etwas ungewöhnliches Gebräu für 8.50$ einverleibt, bevor wir dann nach Hause gefahren sind, weil auch hier absolut nix los war.