Ich wünsch Euch allen frohe Ostern aus South Padre und ein ganz besonderer Gruß geht an die ebenso bezaubernde wie geistreiche Katharina Renz, die heute ihren 23. Geburtstag feiert.
Ich bin mittlerweile seit über 38 Stunden wach und sitze gerade bei uns im Hotel auf dem Balkon. Das Zimmer ist wirklich riesig und luxuriös. Es ist einfach traumhaft hier. Wie einige von Euch ja bereits wissen, ist dies mein bisher erstes Mal am Meer und es hat mich einfach nur verzaubert.
Als wir Sonntag Nacht um halb vier hier angekommen sind, habe ich nach der ersten Besichtigungstour erst einmal meine Badehose geschnappt und bin ab ins Meer zum Schwimmen. Danach bin ich noch bis morgens am Strand gewesen und habe den Sonnenaufgang genossen.
Dabei hab ich noch Bekanntschaft mit den ein oder anderen obskuren Gestalten gemacht, aber darüber berichte ich Euch die Tage noch, da ich langsam aber sicher wirklich ins Bett sollte. Bilder gibts dann natürlich auch noch...
Gute Nacht Amerika...guten Morgen Deutschland...
Sonntag, 12. April 2009
Super Trooper
Ich sollte den ersten Teil der Fahrt übernehmen und so ließ ich es auf den nur von toten Tieren bevölkerten Highways so richtig krachen. Wollte mein falscher Ehrgeiz doch von mir, dass ich die 7,5h Fahrt in sechs Stunden schaffe.
Und wie ich also nach dreiviertel der Fahrt gerade wie die Blues Brothers mit knapp 100 Meilen in der Stunde über eine Anhöhe brettere, dass unsere Karre fast abhebt, sehe ich auf dem rechten Standstreifen plötzlich ein Auto...
SCHEISSE...DIE BULLEN...Voll in die Eisen!
Zu spät!
Ich seh nur noch im Rückspiegel, wie sich das Fahrzeug in Bewegung setzt und bunte Lichter auf dem Dach zu blinken beginnen. Tolle Wurst.
Da ich im Vorfeld schon damit gerechnet hatte, dass ich früher oder später von den Troopers angehalten werde, hab ich mich im Internet schonmal schlau gemacht, wie man sich in solch einer Situation richtig verhält.
Also sofort rechts rangefahren und die Hände aufs Lenkrad.
Verdammt, mein Führerschein ist noch im Geldbeutel. Die Bullen hier sehen es gar nicht gerne, wenn man ruckartige Bewegungen macht, besonders nicht, wenn sie die Hände der betreffenden Person nicht sehen. Also noch schnell mein Portmonee aus der Tasche gefischt, bevor der Trooper sich auf den Weg zu unserem Auto machte.
Klopf, klopf! Fenster auf, bitte! Aber klar doch...
Der nette dunkelhäutige Polizist, nennen wir ihn Officer Dan, weil er mich an den Polizisten aus "Eine schrecklich nette Familie" erinnerte, bedeutet mir mit einer Geste von Zeigefinger und Daumen, dass ich ein kleines bisschen zu schnell gefahren sei.
Puh, denke ich mir. Ein kleines bisschen - dann konnte ich also doch noch rechtzeitig abbremsen.
Ich sei 90 gefahren, wo nur 65 erlaubt seien. ARGH!!! Wie bitte? Hab ich sicher falsch verstanden. Ich bin raus. Die zocken mich jetzt ab. Und da ich kaum Bargeld bei mir habe, werden die mich wohl gleich noch mit aufs Revier schleppen.
Verdammte Sch....wie konnte ich nur? Naja, danach is man immer schlauer.
Ob er doch bitte meine Driver's Licence sehen dürfte.
Aber klar doch. Ich ihm gleich klar gemacht, dass das ein deutscher Führerschein ist, so wie ich es im Internet gelesen hatte. Immer sofort Farbe bekennen, dass man nicht aus den Staaten ist.
Zulassung wollt er dann auch noch, wobei ich dann aussteigen musste, weil ich unseren Mietvertrag im Kofferraum hatte. Viktor wollte dann auch gleich mit aussteigen, wobei ich ihn vielleicht hätte vorwarnen sollen, dass das noch viel weniger gern gesehen wird. So musste er sich halt von Officer Dan anschnauzen lassen, sofort die Türe wieder zu schließen.
Draußen wurde ich dann gefragt, was ich so mache, woher ich komme und wo es jetzt hin gehen soll, worauf ich ihm halt erzählte, dass ich Student sei, gerade ein Praktikum bei Alcatel-Lucent in Plano beendet hätte und nun auf dem Weg in Urlaub nach South Padre sei.
Okay...dann solle ich mich bitte genau auf dieser Grasnabe platzieren, wo er mich vom Auto aus im Auge behalten könne, während er mein Ticket ausstellt.
Oh Gott. Ich arme Sau. Wieso immer mir? Was mach ich jetzt? hmmm...
Was tun, wenn man weiß, dass man Scheiße gebaut hat und nun bestraft wird: bedröppelt dreinschauen und einen auf Mitleid machen.
Also steh ich kurzärmelig auf der Grasnabe, während er das Ticket ausstellt und rubbele an meinen Armen rum und tue so, als ob ich mir den Arsch abfriere bei 25° C Außentemperatur. Dabei senke ich den Kopf und schau mitleidserregend auf meine Füße, immer mit Seitenblick auf Officer Dan - ob er mich auch beobachtet. Wie ich also meine Füße so anstarre, merke ich, dass ich ja Flip-Flops anhabe. Nico, du Vollidiot!!!
Du bist 40km/h zu schnell und fährst auch noch mit Flip-Flops in der Gegend rum. Mein Gott, du verdienst es echt nicht anders. In Deutschland wär der Führerschein nun längst weg, dann wird es hier wahrscheinlich noch ne Ecke härter.
Die buchten mich ein, sperren mich weg und werfen den Schlüssel in Gulli, während ich das Sexspielzeug von irgend nem Zwei-Meter-Knasti werde.
Ich hab doch fast ne Glatze. Sollt ich mir ein Hakenkreuz auf die Brust tätowieren und so im Knast Anschluss an die einheimische Nazigemeinde suchen? Ich hasse Nazis!!!
Verdammt, nimms wie ein Mann. Heul nicht rum du Pfeife! Argh...
Solche und noch viele weitere Gedanken schossen mir in den wenigen Minuten, während Officer Dan mein Ticket ausstellte, durch den Kopf.
Als er wieder zurück kommt, fragt er mich, wie mein Kollege heißt und stellt mir nochmals die selben Fragen wie zuvor. Nachdem ich ehrlich geantwortet hatte, geht er zu Viktor ans Auto und prüft mit den selben Fragen den Wahrheitsgehalt meiner Aussage.
Gut, dass Viktor vom Auto aus alles mitgehört hatte, so konnte er die gleichen Antworten auf Officer Dans Fragen geben.
Also wieder zurück zu mir. Er drückt mir das Ticket in die Hand und erzählt mir irgendwas von Verwarnung und South Padre, von Unfällen und dass ich vorsichtig fahren solle. VERWARNUNG??!!! Ich blende den ganzen Rest komplett aus und in meinem Kopf macht sich nur dieses eine Wort breit: Verwarnung!
Welch schönes, geliebtes, geheiligtes Wort. Eine Ode an die Verwarnung...
Ich wär Officer Dan in diesem Moment am liebsten um den Hals gefallen, aber das wäre dann doch zuviel des Guten gewesen. Ich mich also noch artig bedankt und ihm versichert, dass es mir eine Lehre gewesen sei. Also ab ins Auto, mussten wir doch South Padre diese Nacht noch erreichen...
Tja, aber das wars dann doch noch nicht ganz:
Wie ich also losfahre und mich lauthals mit Viktor darüber unterhalte, dass sowas in Deutschland nie im Leben so glimpflich abgelaufen wäre, werfe ich nach einiger Zeit einen Blick in den Rückspiegel und merke, dass von hinten plötzlich ein Auto rasant aufholt und sich an meine Fersen heftet.
Oh Gott! Wie der Anfang eines durchschnittlichen Horrorfilms: Mann wird von Polizei angehalten - Mann wird laufen gelassen - Mann wird gejagt und auf der Interstate 71 der Garaus gemacht. Alles schon dutzendmal gehabt.
Nach kurzer Zeit, überholt mich das State Troopers Auto dann aber und biegt rechts auf eine Seitenstraße ab und ward nicht mehr gesehen. Puh. Jetzt wirds aber Zeit, die Unterhosen zu wechseln...
Achso, bevor ichs vergesse. Hier ein Foto meines Tickets, nicht, dass ihr noch glaubt, der Nico verzapft hier nur Lötzinn:

Nachtrag: Wie ich beim Überfliegen des Tickets gerade gesehen hab, hatte es Officer Dan wohl mit den Augen, hat er doch glatt unser Nummernschild falsch abgepinselt. Wie die richtige Nummer lautet, verschweige ich mal dezent, nicht dass doch noch was nachträglich kommt... :o)
Und wie ich also nach dreiviertel der Fahrt gerade wie die Blues Brothers mit knapp 100 Meilen in der Stunde über eine Anhöhe brettere, dass unsere Karre fast abhebt, sehe ich auf dem rechten Standstreifen plötzlich ein Auto...
SCHEISSE...DIE BULLEN...Voll in die Eisen!
Zu spät!
Ich seh nur noch im Rückspiegel, wie sich das Fahrzeug in Bewegung setzt und bunte Lichter auf dem Dach zu blinken beginnen. Tolle Wurst.
Da ich im Vorfeld schon damit gerechnet hatte, dass ich früher oder später von den Troopers angehalten werde, hab ich mich im Internet schonmal schlau gemacht, wie man sich in solch einer Situation richtig verhält.
Also sofort rechts rangefahren und die Hände aufs Lenkrad.
Verdammt, mein Führerschein ist noch im Geldbeutel. Die Bullen hier sehen es gar nicht gerne, wenn man ruckartige Bewegungen macht, besonders nicht, wenn sie die Hände der betreffenden Person nicht sehen. Also noch schnell mein Portmonee aus der Tasche gefischt, bevor der Trooper sich auf den Weg zu unserem Auto machte.
Klopf, klopf! Fenster auf, bitte! Aber klar doch...
Der nette dunkelhäutige Polizist, nennen wir ihn Officer Dan, weil er mich an den Polizisten aus "Eine schrecklich nette Familie" erinnerte, bedeutet mir mit einer Geste von Zeigefinger und Daumen, dass ich ein kleines bisschen zu schnell gefahren sei.
Puh, denke ich mir. Ein kleines bisschen - dann konnte ich also doch noch rechtzeitig abbremsen.
Ich sei 90 gefahren, wo nur 65 erlaubt seien. ARGH!!! Wie bitte? Hab ich sicher falsch verstanden. Ich bin raus. Die zocken mich jetzt ab. Und da ich kaum Bargeld bei mir habe, werden die mich wohl gleich noch mit aufs Revier schleppen.
Verdammte Sch....wie konnte ich nur? Naja, danach is man immer schlauer.
Ob er doch bitte meine Driver's Licence sehen dürfte.
Aber klar doch. Ich ihm gleich klar gemacht, dass das ein deutscher Führerschein ist, so wie ich es im Internet gelesen hatte. Immer sofort Farbe bekennen, dass man nicht aus den Staaten ist.
Zulassung wollt er dann auch noch, wobei ich dann aussteigen musste, weil ich unseren Mietvertrag im Kofferraum hatte. Viktor wollte dann auch gleich mit aussteigen, wobei ich ihn vielleicht hätte vorwarnen sollen, dass das noch viel weniger gern gesehen wird. So musste er sich halt von Officer Dan anschnauzen lassen, sofort die Türe wieder zu schließen.
Draußen wurde ich dann gefragt, was ich so mache, woher ich komme und wo es jetzt hin gehen soll, worauf ich ihm halt erzählte, dass ich Student sei, gerade ein Praktikum bei Alcatel-Lucent in Plano beendet hätte und nun auf dem Weg in Urlaub nach South Padre sei.
Okay...dann solle ich mich bitte genau auf dieser Grasnabe platzieren, wo er mich vom Auto aus im Auge behalten könne, während er mein Ticket ausstellt.
Oh Gott. Ich arme Sau. Wieso immer mir? Was mach ich jetzt? hmmm...
Was tun, wenn man weiß, dass man Scheiße gebaut hat und nun bestraft wird: bedröppelt dreinschauen und einen auf Mitleid machen.
Also steh ich kurzärmelig auf der Grasnabe, während er das Ticket ausstellt und rubbele an meinen Armen rum und tue so, als ob ich mir den Arsch abfriere bei 25° C Außentemperatur. Dabei senke ich den Kopf und schau mitleidserregend auf meine Füße, immer mit Seitenblick auf Officer Dan - ob er mich auch beobachtet. Wie ich also meine Füße so anstarre, merke ich, dass ich ja Flip-Flops anhabe. Nico, du Vollidiot!!!
Du bist 40km/h zu schnell und fährst auch noch mit Flip-Flops in der Gegend rum. Mein Gott, du verdienst es echt nicht anders. In Deutschland wär der Führerschein nun längst weg, dann wird es hier wahrscheinlich noch ne Ecke härter.
Die buchten mich ein, sperren mich weg und werfen den Schlüssel in Gulli, während ich das Sexspielzeug von irgend nem Zwei-Meter-Knasti werde.
Ich hab doch fast ne Glatze. Sollt ich mir ein Hakenkreuz auf die Brust tätowieren und so im Knast Anschluss an die einheimische Nazigemeinde suchen? Ich hasse Nazis!!!
Verdammt, nimms wie ein Mann. Heul nicht rum du Pfeife! Argh...
Solche und noch viele weitere Gedanken schossen mir in den wenigen Minuten, während Officer Dan mein Ticket ausstellte, durch den Kopf.
Als er wieder zurück kommt, fragt er mich, wie mein Kollege heißt und stellt mir nochmals die selben Fragen wie zuvor. Nachdem ich ehrlich geantwortet hatte, geht er zu Viktor ans Auto und prüft mit den selben Fragen den Wahrheitsgehalt meiner Aussage.
Gut, dass Viktor vom Auto aus alles mitgehört hatte, so konnte er die gleichen Antworten auf Officer Dans Fragen geben.
Also wieder zurück zu mir. Er drückt mir das Ticket in die Hand und erzählt mir irgendwas von Verwarnung und South Padre, von Unfällen und dass ich vorsichtig fahren solle. VERWARNUNG??!!! Ich blende den ganzen Rest komplett aus und in meinem Kopf macht sich nur dieses eine Wort breit: Verwarnung!
Welch schönes, geliebtes, geheiligtes Wort. Eine Ode an die Verwarnung...
Ich wär Officer Dan in diesem Moment am liebsten um den Hals gefallen, aber das wäre dann doch zuviel des Guten gewesen. Ich mich also noch artig bedankt und ihm versichert, dass es mir eine Lehre gewesen sei. Also ab ins Auto, mussten wir doch South Padre diese Nacht noch erreichen...
Tja, aber das wars dann doch noch nicht ganz:
Wie ich also losfahre und mich lauthals mit Viktor darüber unterhalte, dass sowas in Deutschland nie im Leben so glimpflich abgelaufen wäre, werfe ich nach einiger Zeit einen Blick in den Rückspiegel und merke, dass von hinten plötzlich ein Auto rasant aufholt und sich an meine Fersen heftet.
Oh Gott! Wie der Anfang eines durchschnittlichen Horrorfilms: Mann wird von Polizei angehalten - Mann wird laufen gelassen - Mann wird gejagt und auf der Interstate 71 der Garaus gemacht. Alles schon dutzendmal gehabt.
Nach kurzer Zeit, überholt mich das State Troopers Auto dann aber und biegt rechts auf eine Seitenstraße ab und ward nicht mehr gesehen. Puh. Jetzt wirds aber Zeit, die Unterhosen zu wechseln...
Achso, bevor ichs vergesse. Hier ein Foto meines Tickets, nicht, dass ihr noch glaubt, der Nico verzapft hier nur Lötzinn:

Nachtrag: Wie ich beim Überfliegen des Tickets gerade gesehen hab, hatte es Officer Dan wohl mit den Augen, hat er doch glatt unser Nummernschild falsch abgepinselt. Wie die richtige Nummer lautet, verschweige ich mal dezent, nicht dass doch noch was nachträglich kommt... :o)
Kemah Boardwalk
Wie es scheint, haben die zwei warmen Bier am Vortag Wunder gewirkt. Ich hatte zumindest Samstag morgens beim Frühstück enormen Appetit. Dass das Frühstück jedoch keine halbe Stunde später den Eingang wieder als Ausgang genommen hat, lass ich mal unter den Tisch fallen. Im Verhältnis zum Vortag ging es mir nämlich schon um Meilen besser.
Heute würde also unsere Fahrt nach South Padre anstehen - immerhin 7,5h Fahrtzeit laut Google. Aber da wir uns im dortigen Hotel erst um 15 Uhr am nächsten Tag einchecken konnten, hieß es also noch Zeit tot schlagen in Houston. Das haben wir an einem wolkenverhangenen Nachmittag dann auch am Boardwalk von Kemah ganz in der Nähe von Houston gemacht. Nachdem wir eine Runde gedreht hatten und ich mir noch ein Bierchen genehmigt hatte, gings mir auch schon wieder beschissen und so verzog ich mich ins Auto, um mich autogen für South Padre zu heilen.
Aber hier ein paar Fotos von unserem Nachmittag:



Der Jongleur war übrigens mehr damit beschäftigt seine Utensilien von A nach B nach C und wieder nach A zu transportieren als sie in die Luft zu werfen. Nachdem er dann auch einmal sein Talent unter Beweis gestellt hatte, wußten wir auch, dass das auch besser so war.
Tja und gegen abends um 20 Uhr sind wir dann also los...
Heute würde also unsere Fahrt nach South Padre anstehen - immerhin 7,5h Fahrtzeit laut Google. Aber da wir uns im dortigen Hotel erst um 15 Uhr am nächsten Tag einchecken konnten, hieß es also noch Zeit tot schlagen in Houston. Das haben wir an einem wolkenverhangenen Nachmittag dann auch am Boardwalk von Kemah ganz in der Nähe von Houston gemacht. Nachdem wir eine Runde gedreht hatten und ich mir noch ein Bierchen genehmigt hatte, gings mir auch schon wieder beschissen und so verzog ich mich ins Auto, um mich autogen für South Padre zu heilen.
Aber hier ein paar Fotos von unserem Nachmittag:

Ja, wir waren da!


Auch die Kinder und der Jongleur hatten ihren Spaß
Der Jongleur war übrigens mehr damit beschäftigt seine Utensilien von A nach B nach C und wieder nach A zu transportieren als sie in die Luft zu werfen. Nachdem er dann auch einmal sein Talent unter Beweis gestellt hatte, wußten wir auch, dass das auch besser so war.
Tja und gegen abends um 20 Uhr sind wir dann also los...
Freitag, 10. April 2009
Houston - wir haben ein Problem
Okay, ich gebs ja zu: ziemlich abgedroschene Überschrift!
Aber seit gestern sind wir nunmal hier in Houston Texas und seit heute Nacht hab ich auch wirklich ein Problem! Aber dazu gleich mehr.
Gestern mussten wir ja erst mal unser "geliebtes" und "günstiges" "Apartment" im Homestead räumen. Wie wir also Unmengen an Koffern und Tüten ins Auto laden, dass wir schon fast ne Sondergenehmigung wegen Schwertransports einholen müssen, entdecke ich kurz vor Schluss doch tatsächlich den absoluten Hammer auf unserem Küchenschrank:
Da drehst doch durch. Hätte man echt mal früher finden müssen die Teile. Standen sicher nette und interessante Artikel drin. Hab die "Broschüren" dann aber wieder an ihren angestammten Platz zurückgelegt, damit der Mieter nach uns auch noch was davon hat.
Und dann ging die Fahrt auch schon los. Anfangs kamen wir ziemlich schnell voran, bis wir dann in Houston ankamen und erst mal ewig im Stau standen. Aber so hatten wir wenigstens Zeit, ein bisschen die Skyline zu genießen.

Nach knapp fünf Stunden trafen wir dann also in unserem Hotelzimmer ein, von dem ich noch immer keine Fotos gemacht habe, wie mir grad auffällt. Naja, gibt auch nicht viel zu fotografieren.
Und gegen 20 Uhr sind wir dann nochmal losgezogen, um die Innenstadt von Houston zu erkunden. Hätten wir mal besser stecken lassen. War der selbe Reinfall wie in Dallas. Downtown is zwar wirklich hübsch, aber die Leute fehlen halt. Habs aber trotzdem genossen und die Gerüche und Geräusche in mich aufgesogen.

Ohne Worte
Zurück im Hotelzimmer eröffnete mir Viktor dann, dass er noch ins Kino gehen werde, was mir gerade Recht kam, konnte ich so wenigstens splitternackt im Zimmer rumlaufen und unanständige Sachen im Pay-TV anschauen. Just kidding :)
Nunja, aber irgendwie muss ich des abends irgendwas schlechtes gegessen haben, weil ich nachts plötzlich aufwachte und mir nochmal alles durch den Kopf gehen lassen musste. Die restliche Nacht hab ich dann kaum ein Auge zugemacht, weils mir immer beschissener ging. Am Morgen hab ich dann Viktor gebeten ohne mich loszuziehen, damit ich mich im Bett auskurieren konnte.
Perfekt! So stellt man sich seinen ersten Urlaubstag natürlich vor: Im Bett rumliegen und ab und an die Schüssel aufsuchen. Aber das ganze hat einen spannenden Aspekt: Auf der Toilette gilt es immer zu erraten, wo es wohl als erstes rauskommen wird. Bisher konnte ich das immer gut einschätzen. Hoffe, dass das auch so bleibt. Lecker, was? *g*
Hab dann erst mal bis abends um 20 Uhr Schlaf nachgeholt und ein Süppchen gegessen. Gott sei dank, hab ich auch ein paar Arzneimittel aus Deutschland mitgenommen, die ich mir zwecks des Plazeboeffektes auch anständig reingepfiffen hab. Wie mir Grippostad und Aspirin gegen ne mögliche Lebensmittelvergiftung helfen sollen, kann ich aber auch nicht sagen. :o)
Dann fiel mir noch ein, dass ein warmes Bierchen ja gut für den Magen sein soll. Ich will morgen nach South Padre, deswegen hab ich aus einem zwei gemacht und beide mit Zucker gestreckt auf Ex runtergezogen. Den Würgereflex konnte ich die nächste halbe Stunde gekonnt ignorieren und so hoffe ich, dass des nachts die heilende Wirkung des Alkohols einsetzt. *g*
Aber jetzt mal Spaß beiseite: ich hab so langsam wirklich die Nase voll. Nach über 15 Jahren war ich hier das erste Mal wieder richtig krank, ich hab mir mein Knie geschrottet und nun lieg ich im Bett rum und hab Magenkrämpfe, weil ich irgendwas gegessen hab, das ich nicht vertrage. Ich?! Wo ich normalerweise nen Saumagen hab und seit Jahren nicht mehr kotzen musste.
Ich bin es einfach nicht gewohnt, dass mir mein Körper einen Strich durch die Rechnung macht, und das pisst mich mächtig an, das kann ich Euch sagen: MÄCHTIG!!! Wenn mir nun auch noch South Padre dadurch vermasselt wird, raste ich wirklich aus.
Aber ich werde die nächsten Tage am Strand liegen und mir die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Und wenn sich die ganze Welt gegen mich verschwört und Gott persönlich heruntersteigt und mich wie Hiob knechtet: ICH WERD AM STRAND LIEGEN!
Und wenn es das letzte ist, was ich in meinem Leben tue...
Aber seit gestern sind wir nunmal hier in Houston Texas und seit heute Nacht hab ich auch wirklich ein Problem! Aber dazu gleich mehr.
Gestern mussten wir ja erst mal unser "geliebtes" und "günstiges" "Apartment" im Homestead räumen. Wie wir also Unmengen an Koffern und Tüten ins Auto laden, dass wir schon fast ne Sondergenehmigung wegen Schwertransports einholen müssen, entdecke ich kurz vor Schluss doch tatsächlich den absoluten Hammer auf unserem Küchenschrank:
Da drehst doch durch. Hätte man echt mal früher finden müssen die Teile. Standen sicher nette und interessante Artikel drin. Hab die "Broschüren" dann aber wieder an ihren angestammten Platz zurückgelegt, damit der Mieter nach uns auch noch was davon hat.
Und dann ging die Fahrt auch schon los. Anfangs kamen wir ziemlich schnell voran, bis wir dann in Houston ankamen und erst mal ewig im Stau standen. Aber so hatten wir wenigstens Zeit, ein bisschen die Skyline zu genießen.

Nach knapp fünf Stunden trafen wir dann also in unserem Hotelzimmer ein, von dem ich noch immer keine Fotos gemacht habe, wie mir grad auffällt. Naja, gibt auch nicht viel zu fotografieren.
Und gegen 20 Uhr sind wir dann nochmal losgezogen, um die Innenstadt von Houston zu erkunden. Hätten wir mal besser stecken lassen. War der selbe Reinfall wie in Dallas. Downtown is zwar wirklich hübsch, aber die Leute fehlen halt. Habs aber trotzdem genossen und die Gerüche und Geräusche in mich aufgesogen.

Zurück im Hotelzimmer eröffnete mir Viktor dann, dass er noch ins Kino gehen werde, was mir gerade Recht kam, konnte ich so wenigstens splitternackt im Zimmer rumlaufen und unanständige Sachen im Pay-TV anschauen. Just kidding :)
Nunja, aber irgendwie muss ich des abends irgendwas schlechtes gegessen haben, weil ich nachts plötzlich aufwachte und mir nochmal alles durch den Kopf gehen lassen musste. Die restliche Nacht hab ich dann kaum ein Auge zugemacht, weils mir immer beschissener ging. Am Morgen hab ich dann Viktor gebeten ohne mich loszuziehen, damit ich mich im Bett auskurieren konnte.
Perfekt! So stellt man sich seinen ersten Urlaubstag natürlich vor: Im Bett rumliegen und ab und an die Schüssel aufsuchen. Aber das ganze hat einen spannenden Aspekt: Auf der Toilette gilt es immer zu erraten, wo es wohl als erstes rauskommen wird. Bisher konnte ich das immer gut einschätzen. Hoffe, dass das auch so bleibt. Lecker, was? *g*
Hab dann erst mal bis abends um 20 Uhr Schlaf nachgeholt und ein Süppchen gegessen. Gott sei dank, hab ich auch ein paar Arzneimittel aus Deutschland mitgenommen, die ich mir zwecks des Plazeboeffektes auch anständig reingepfiffen hab. Wie mir Grippostad und Aspirin gegen ne mögliche Lebensmittelvergiftung helfen sollen, kann ich aber auch nicht sagen. :o)
Dann fiel mir noch ein, dass ein warmes Bierchen ja gut für den Magen sein soll. Ich will morgen nach South Padre, deswegen hab ich aus einem zwei gemacht und beide mit Zucker gestreckt auf Ex runtergezogen. Den Würgereflex konnte ich die nächste halbe Stunde gekonnt ignorieren und so hoffe ich, dass des nachts die heilende Wirkung des Alkohols einsetzt. *g*
Aber jetzt mal Spaß beiseite: ich hab so langsam wirklich die Nase voll. Nach über 15 Jahren war ich hier das erste Mal wieder richtig krank, ich hab mir mein Knie geschrottet und nun lieg ich im Bett rum und hab Magenkrämpfe, weil ich irgendwas gegessen hab, das ich nicht vertrage. Ich?! Wo ich normalerweise nen Saumagen hab und seit Jahren nicht mehr kotzen musste.
Ich bin es einfach nicht gewohnt, dass mir mein Körper einen Strich durch die Rechnung macht, und das pisst mich mächtig an, das kann ich Euch sagen: MÄCHTIG!!! Wenn mir nun auch noch South Padre dadurch vermasselt wird, raste ich wirklich aus.
Aber ich werde die nächsten Tage am Strand liegen und mir die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Und wenn sich die ganze Welt gegen mich verschwört und Gott persönlich heruntersteigt und mich wie Hiob knechtet: ICH WERD AM STRAND LIEGEN!
Und wenn es das letzte ist, was ich in meinem Leben tue...
Shoppen und Sport
Ja, fangen beide mit S an und sind fast genauso schön wie das dritte S-Wort im Bunde, das auf ex endet. HASSO AUS!!! Böser Hund!
Sonntag, Montag und Dienstag hab ich also mein Versprechen wahr gemacht, nämlich, dass mich die lokalen Einkaufsmalls hier nicht zum letzten Mal gesehen haben.
So hab ich also nochmal jede große Einkaufspassage abgeklappert und ne Menge Kohle liegen lassen. Gleichzeitig aber auch ne Menge Klamotten eingepackt. Gleich soviel, dass ich mir ein zweites Kofferset beim Walmart um die Ecke kaufen musste, damit ich das alles nach Deutschland bringe. Gut, dass ich bei Delta Air Lines zwei Gepäckstücke bis 23kg aufgeben kann. :)
Und dann standen ja auch noch ein paar sportliche Events an.
Der Montag sollte damit starten, dass wir vormittags schon frühzeitig die Firma verlassen mussten (oooh!!!), damit wir auch pünktlich zum Auftaktspiel der Texas Rangers gegen die Cleveland Indians kamen. Immerhin wollten wir nicht den ersten Pitch unseres geliebten George W. Bush verpassen. Good ole Georgie Boy wurde übrigens ziemich zwiespältig auf dem Diamond begrüßt.


Ballpark zu Arlington von außen und innen
Leider hatten wir nen superbeschissenen Platz auf der Tribüne hinter dem rechten Outfield, wo keine Sonne hinkam. Während wir uns also im wahrsten Sinne des Wortes den Hintern abfroren, saßen keine 20m weiter die Jungs und Mädels im Tank Top da.
Oh Gott, war das kalt. Zwischen dem dritten und vierten Inning drehte ich mal ne Runde außerhalb der Tribüne, nachdem ich von der Toilette kam und wäre beinahe erfroren, weil außerhalb ein halber Orkan gewütet hat. Und um mich rum lauter Texaner, die bei dem Wetter in kurzen Hosen und T-Shirt rumrannten.
Nochmal: Die spinnen, die Texaner!

Panoramablick auf den Diamond
Das Spiel war leider ziemlich einseitig. So einseitig, das wir sogar das Stadion vor Ende des 8. Innings verließen. Ich wußte ja, dass die Cleveland Indians am Anfang der Saison Anlaufschwierigkeiten haben, aber ne 9:1 Schlappe ist schon ziemlich übel. Und heute hab ich dann auch gelesen, dass Cleveland nen 3:0 Sweep einstecken musste. Naja, ich wünsch ihnen viel Erfolg in der weiteren Regular Season.


Blick aufs Infield von unserem Platz und von der anderen Seite
Da das Auftaktspiel schon am frühen Nachmittag startete und deshalb noch ein ganzer Tag vor uns lag, stattete ich danach erst mal dem Friseur einen Besuch ab. Diesmal bin ich zum Sport Clips, für das ich Anfang der Woche nen Coupon am Frontdesk unseres Hotels entdeckt hatte, so dass ich nur 10$ zahlen musste. Mehr hätte ich auch nicht ausgegeben, wo ich doch wußte, dass die gute Dame, die übrigens Tracy hieß und Cola Flaschen sammelt, nur den Rasierapparat bei mir schwingen müsste. Hätte ich nen richtigen Haarschnitt benötigt, hätte ich dem Personal dort aber beim besten Willen nicht über den Weg getraut. Wie man an der Homepage sieht, ist das Sport Clips eine Frieursaloon-Kette, die sich auf die Bedürfnisse männlicher Kunden spezialisiert hat. So kann man während der Wartezeit und dem eigentlichen Schneiden nebenher Sport schauen.

Hier werden die Wartezeiten versüßt: Sport Clips Friseur
Was es nicht alles gibt!
Tobi, das wär was für Dich. Eigentlich hatte ich mich auch auf leichtbekleidete und hübsche Damen gefreut, wo mir doch auf der Homepage der Mund wässrig gemacht wurde. Was ich vergas: Der Laden liegt natürlich in Plano, wodurch die Angestellten dementsprechend aussahen.
Gegen abends bin ich dann noch zum Stonebriar Center, wo ich eigentlich ne Cleveland Indians Kappe kaufen wollte, weil ich mittags beim Auftaktspiel ja nicht mal nen Fanartikelstand der Gegenmannschaft finden konnte. Aber auch dort hab ich leider nicht die Gewünschte entdecken können. Nachdem die Geschäfte schon geschlossen hatten und ich mich langsam auf den Heimweg machte, hörte ich doch tatsächlich Geräusche, als ob irgendwo ein Puck getrieben wurde. Und tatsächlich wurde es immer kälter, während ich langsam aber sicher die Quelle der Geräusche ausfindig machen konnte:

Eishockeyfeld im Stonebriar Center
Haben die tatschächlich ne Eishockeyfläche in dem Einkaufscenter...
Dienstag sollte dann mein Shoppingmarathon mit den Grapevine Mills zu Ende gehen, wo ich nochmal am meisten Geld liegen lies.

Obligatorische Modenschau nach dem Shoppen
Und am Mittwoch stand dann endlich unser letzter Arbeitstag an. Das Projekt hatten wir bis dato einigermaßen unter Dach und Fach, auch wenn es hie und da noch Probleme gab. Aber diese waren aus Zeitermangelung nicht mehr zu lösen, weswegen ich mich die letzten Tage schon zu 100% auf meinen Praxisbericht konzentriert hatte.
Am Mittwoch wollte ich den dann eigentlich zu Ende bringen, aber obwohl die Worte anfangs recht schnell zusammen waren, hakte es gegen Ende hin, wo ich dem Bericht noch den Feinschliff geben wollte. Und was tun, wenns hakt? Am besten alles, wo man noch was dazu schreiben oder Quellen zusammen suchen wollte, löschen! :o)
Bin dann trotzdem nicht fertig geworden und hab unserem Betreuer dann auch mittags mitgeteilt, dass ich ihm den Bericht im Laufe des Tages von zu Hause aus schicken werde.
Wir wollten nämlich den Schuppen nach dem Lunch verlassen, was wir dann auch getan haben, nachdem wir nochmal in großer Runde mit den meisten Kollegen beim Mittagessen waren. Leider konnten die für uns wichtigsten Personen nicht mit zum Lunch kommen, weil noch ne Besprechung durch unseren Abteilungsleiter anberaumt worden war. Genau an unserem Abschiedstag! Und unser Betreuer Don musste just an diesem Tag seine Reifen wechseln lassen. Das alles, obwohl wir die Tage zuvor schon angekündigt hatten, dass wir mit allen nochmal lunchen wollen. Naja, kann man nix machen.
Die Praxisphase ist also rum. Jetzt kann also endlich der spaßige Teil anfangen: Donnerstag nach Houston, wo wir nen zwei Tage Zwischenstopp einlegen werden, bevor es nach South Padre an Golf von Mexiko geht.
Aber halt: Mittwoch Abend sollte ja erst mal noch ein Basketballspiel anstehen. Die Dallas Mavericks gegen die Utah Jazz.

Die Halle vor Spielbeginn
Ich war vor Jahren mal Jazz Fan, bevor ich zu San Antonio wechselte, aber die letzten Jahre konnte ich leider die NBA nicht mehr verfolgen.
Seit vergangenen Mittwoch bin ich jedoch ziemlich von den Mavs angetan. Aber nicht wegen Dirk Nowitzky, der übrigens ein exzellentes Spiel ablieferte, sondern einerseits wegen Jason Kidd und andererseits hauptsächlich wegen J.J. Barea. Der kleine Kerl bahnt sich derart flink seinen Weg durch die gegnerische Defense, dass es eine reine Freude ist, dem Treiben zuzusehen...

Panoramablick auf die Halle
Die Stimmung war trotz des einfachen Spiels, dass die Mavs hatten, geradezu grandios. Es wurde mitgegröhlt und Lärm gemacht, obwohl schon zur Halbzeit so gut wie feststand, wer die Begegnung gewinnen würde.


Ob die Cheerleader wohl an der Stimmung Schuld waren?
Wie im Ballpark zu Arlington hätte ich mir auch hier, mehr Aktion und ein spannenderes Spiel gewünscht, aber schlussendlich war es trotzdem ein phänomenaler letzter Abend in Dallas und Plano.

Welch niederschmetternder Endstand für die Jazz
Morgen sollte es ja endlich losgehen nach Houston. Also noch einmal schlafen...
...aber halt...hatte ich doch glatt vergessen, meinen Praxisbericht noch fertig zu schreiben und meinem Betreuer zu schicken. Verdammt!
Also musste ich die Nacht bis 4 Uhr noch Überstunden einlegen, damit ich das Ganze endlich hinter mir hatte...aber nun wirklich: Noch einmal schlafen (wenn auch ziemlich kurz)...
Sonntag, Montag und Dienstag hab ich also mein Versprechen wahr gemacht, nämlich, dass mich die lokalen Einkaufsmalls hier nicht zum letzten Mal gesehen haben.
So hab ich also nochmal jede große Einkaufspassage abgeklappert und ne Menge Kohle liegen lassen. Gleichzeitig aber auch ne Menge Klamotten eingepackt. Gleich soviel, dass ich mir ein zweites Kofferset beim Walmart um die Ecke kaufen musste, damit ich das alles nach Deutschland bringe. Gut, dass ich bei Delta Air Lines zwei Gepäckstücke bis 23kg aufgeben kann. :)
Und dann standen ja auch noch ein paar sportliche Events an.
Der Montag sollte damit starten, dass wir vormittags schon frühzeitig die Firma verlassen mussten (oooh!!!), damit wir auch pünktlich zum Auftaktspiel der Texas Rangers gegen die Cleveland Indians kamen. Immerhin wollten wir nicht den ersten Pitch unseres geliebten George W. Bush verpassen. Good ole Georgie Boy wurde übrigens ziemich zwiespältig auf dem Diamond begrüßt.


Ballpark zu Arlington von außen und innen
Leider hatten wir nen superbeschissenen Platz auf der Tribüne hinter dem rechten Outfield, wo keine Sonne hinkam. Während wir uns also im wahrsten Sinne des Wortes den Hintern abfroren, saßen keine 20m weiter die Jungs und Mädels im Tank Top da.
Oh Gott, war das kalt. Zwischen dem dritten und vierten Inning drehte ich mal ne Runde außerhalb der Tribüne, nachdem ich von der Toilette kam und wäre beinahe erfroren, weil außerhalb ein halber Orkan gewütet hat. Und um mich rum lauter Texaner, die bei dem Wetter in kurzen Hosen und T-Shirt rumrannten.
Nochmal: Die spinnen, die Texaner!

Das Spiel war leider ziemlich einseitig. So einseitig, das wir sogar das Stadion vor Ende des 8. Innings verließen. Ich wußte ja, dass die Cleveland Indians am Anfang der Saison Anlaufschwierigkeiten haben, aber ne 9:1 Schlappe ist schon ziemlich übel. Und heute hab ich dann auch gelesen, dass Cleveland nen 3:0 Sweep einstecken musste. Naja, ich wünsch ihnen viel Erfolg in der weiteren Regular Season.


Blick aufs Infield von unserem Platz und von der anderen Seite
Da das Auftaktspiel schon am frühen Nachmittag startete und deshalb noch ein ganzer Tag vor uns lag, stattete ich danach erst mal dem Friseur einen Besuch ab. Diesmal bin ich zum Sport Clips, für das ich Anfang der Woche nen Coupon am Frontdesk unseres Hotels entdeckt hatte, so dass ich nur 10$ zahlen musste. Mehr hätte ich auch nicht ausgegeben, wo ich doch wußte, dass die gute Dame, die übrigens Tracy hieß und Cola Flaschen sammelt, nur den Rasierapparat bei mir schwingen müsste. Hätte ich nen richtigen Haarschnitt benötigt, hätte ich dem Personal dort aber beim besten Willen nicht über den Weg getraut. Wie man an der Homepage sieht, ist das Sport Clips eine Frieursaloon-Kette, die sich auf die Bedürfnisse männlicher Kunden spezialisiert hat. So kann man während der Wartezeit und dem eigentlichen Schneiden nebenher Sport schauen.

Was es nicht alles gibt!
Tobi, das wär was für Dich. Eigentlich hatte ich mich auch auf leichtbekleidete und hübsche Damen gefreut, wo mir doch auf der Homepage der Mund wässrig gemacht wurde. Was ich vergas: Der Laden liegt natürlich in Plano, wodurch die Angestellten dementsprechend aussahen.
Gegen abends bin ich dann noch zum Stonebriar Center, wo ich eigentlich ne Cleveland Indians Kappe kaufen wollte, weil ich mittags beim Auftaktspiel ja nicht mal nen Fanartikelstand der Gegenmannschaft finden konnte. Aber auch dort hab ich leider nicht die Gewünschte entdecken können. Nachdem die Geschäfte schon geschlossen hatten und ich mich langsam auf den Heimweg machte, hörte ich doch tatsächlich Geräusche, als ob irgendwo ein Puck getrieben wurde. Und tatsächlich wurde es immer kälter, während ich langsam aber sicher die Quelle der Geräusche ausfindig machen konnte:

Haben die tatschächlich ne Eishockeyfläche in dem Einkaufscenter...
Dienstag sollte dann mein Shoppingmarathon mit den Grapevine Mills zu Ende gehen, wo ich nochmal am meisten Geld liegen lies.

Und am Mittwoch stand dann endlich unser letzter Arbeitstag an. Das Projekt hatten wir bis dato einigermaßen unter Dach und Fach, auch wenn es hie und da noch Probleme gab. Aber diese waren aus Zeitermangelung nicht mehr zu lösen, weswegen ich mich die letzten Tage schon zu 100% auf meinen Praxisbericht konzentriert hatte.
Am Mittwoch wollte ich den dann eigentlich zu Ende bringen, aber obwohl die Worte anfangs recht schnell zusammen waren, hakte es gegen Ende hin, wo ich dem Bericht noch den Feinschliff geben wollte. Und was tun, wenns hakt? Am besten alles, wo man noch was dazu schreiben oder Quellen zusammen suchen wollte, löschen! :o)
Bin dann trotzdem nicht fertig geworden und hab unserem Betreuer dann auch mittags mitgeteilt, dass ich ihm den Bericht im Laufe des Tages von zu Hause aus schicken werde.
Wir wollten nämlich den Schuppen nach dem Lunch verlassen, was wir dann auch getan haben, nachdem wir nochmal in großer Runde mit den meisten Kollegen beim Mittagessen waren. Leider konnten die für uns wichtigsten Personen nicht mit zum Lunch kommen, weil noch ne Besprechung durch unseren Abteilungsleiter anberaumt worden war. Genau an unserem Abschiedstag! Und unser Betreuer Don musste just an diesem Tag seine Reifen wechseln lassen. Das alles, obwohl wir die Tage zuvor schon angekündigt hatten, dass wir mit allen nochmal lunchen wollen. Naja, kann man nix machen.
Die Praxisphase ist also rum. Jetzt kann also endlich der spaßige Teil anfangen: Donnerstag nach Houston, wo wir nen zwei Tage Zwischenstopp einlegen werden, bevor es nach South Padre an Golf von Mexiko geht.
Aber halt: Mittwoch Abend sollte ja erst mal noch ein Basketballspiel anstehen. Die Dallas Mavericks gegen die Utah Jazz.

Ich war vor Jahren mal Jazz Fan, bevor ich zu San Antonio wechselte, aber die letzten Jahre konnte ich leider die NBA nicht mehr verfolgen.
Seit vergangenen Mittwoch bin ich jedoch ziemlich von den Mavs angetan. Aber nicht wegen Dirk Nowitzky, der übrigens ein exzellentes Spiel ablieferte, sondern einerseits wegen Jason Kidd und andererseits hauptsächlich wegen J.J. Barea. Der kleine Kerl bahnt sich derart flink seinen Weg durch die gegnerische Defense, dass es eine reine Freude ist, dem Treiben zuzusehen...

Die Stimmung war trotz des einfachen Spiels, dass die Mavs hatten, geradezu grandios. Es wurde mitgegröhlt und Lärm gemacht, obwohl schon zur Halbzeit so gut wie feststand, wer die Begegnung gewinnen würde.


Ob die Cheerleader wohl an der Stimmung Schuld waren?
Wie im Ballpark zu Arlington hätte ich mir auch hier, mehr Aktion und ein spannenderes Spiel gewünscht, aber schlussendlich war es trotzdem ein phänomenaler letzter Abend in Dallas und Plano.

Morgen sollte es ja endlich losgehen nach Houston. Also noch einmal schlafen...
...aber halt...hatte ich doch glatt vergessen, meinen Praxisbericht noch fertig zu schreiben und meinem Betreuer zu schicken. Verdammt!
Also musste ich die Nacht bis 4 Uhr noch Überstunden einlegen, damit ich das Ganze endlich hinter mir hatte...aber nun wirklich: Noch einmal schlafen (wenn auch ziemlich kurz)...
Six Flags
Samstag, 04.04.09 und wir habens endlich auf die Reihe bekommen. Wir waren im Freizeitpark Six Flags. Juhuuuu...volles Programm. Von 10 Uhr morgens bis Abends um 21 Uhr. Und das auf meine alten Tage.
Aber klasse wars. Richtig klasse. Da ist der Europapark in Rust nur ne Kindergartenveranstaltung, gerade was das große Fahrgeschäft angeht.
Aber nu immer langsam...
...schön von vorne anfangen...
Nachdem uns das Wetter die vorherigen Wochen immer einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte, sah es am Samstag schon besser aus. Morgens war es noch ziemlich kalt und bewölkt, aber so würden schon weniger Leute kommen und wir müssten nicht so lange Schlange stehen...so dachten wir zumindest.
Während wir also geschlottert haben vor Kälte, war der Park schon zur Öffnungzeit ziemlich gut gefüllt. Und ich sag Euch: Die Texaner haben nen Knall! Die rennen bei jedem Wetter mit kurzen Hosen und T-Shirt rum. Egal ob 40° oder 5° C. Der Wahnsinn. Und wir dachten, wir wären die Kälte von Deutschland her gewohnt...
Tja, wie wir also im Six Flags ankommen, müssen wir auch schon 15$ Parkplatzgebühren abdrücken, weil wir einmal falsch abgebogen und dann immer der Masse hinterhergefahren sind. Spitze! Naja, dafür hatten wir einen Coupon, mit dem wir nur den Kindertarif zahlen mussten und somit 19 $ pro Person sparen konnten. Gewußt wie?!
Und dann sind wir auch schon losgezogen. Immer der Karte nach, die man uns am Eingang in die Hand gedrückt hatte.
Nachdem wir beim ersten Fahrgeschäft, Tony Hawk's Big Spin, dann erst mal ne halbe Stunde anstehen mussten, ...
... wurden wir auch auch gleich darauf mit ner vierzigsekündigen Kinderfahrt enttäuscht. Wenn also alle Attraktionen so sind, dann pfiati Gott!
Also weiter zur nächsten Show: Mr. Freeze im Batman Themenbereich.
Ein Schild stimmte uns während einer weiteren halbstündigen Wartephase in ner eisig kalten Halle (der Name war also Programm) schonmal auf das vor uns Liegende ein:
An mir runtergugg: Ha...noch alles dran, dann kanns ja los gehen!
Und dann ging die Attraktion gerade mal 30 Sekunden. Aber diese 30 Sekunden hatten es in sich. Holla, die Waldfee. Zuerst wurden wir wie in einer Raketenbasis auf Kurs gebracht, ausgerichtet und aus der kalten Halle ins Freie senkrecht nach oben geschossen:

Der Hammer!!! Und so sollte es dann weitergehen. Ein Fahrgeschäft toppte das nächste. Gegen mittags wurde dann das Wetter auch noch traumhaft und die Wartezeiten hielten sich mit maximal 30 Minuten auch in Grenzen. So schafften wir es, beinahe alle Hauptattraktionen bis zum frühen Nachmittag mindestens einmal gefahren zu sein. Und dann ging das Licht aus, zweimal!
Beim ersten Mal wurde mir doch tatsächlich schwarz vor Augen, als ich mit dem Titan fuhr, einer 75m hohen Metallachterbahn. Der helle Wahnsinn! Hatte mich eh schon den ganzen Tag wie Jason Statham in Crank gefühlt, weil ich noch nix gegessen und auch nicht viel geschlafen hatte. So knackte ich immer wieder fast weg, holte mir wieder nen Adrenalinkick beim Fahren, pennte fast ein...Adrenalin...pennen...Kick...pennen...und warum? Nur für den Kick für den Augenblick?
Nunja, was der Titan nicht schaffte, hat zumindest das städtische Elektrizitätswerk erreicht: die Lichter gingen nachmittags um 15 Uhr aus, während wir uns beim Panda Express ne Chinapansche reinpfiffen!
Kein Strom mehr im gesamten Freizeitpark, somit waren alle Attraktionen still gelegt. Die Schaubuden dagegen liefen auf Notstrom und waren während der Blackout-Zeit ziemlich gut besucht. Wenn das mal nicht gefickt eingeschädelt war mit dem Stromausfall. Außerdem waren noch "mexikanische Wochen", was soviel hieß, als dass hier und da ein paar Bands auftraten und überall Low Rider zu bestaunen waren.


Gegen 18:30 Uhr gingen dann die Lichter wieder an, nachdem wir uns schon vorgenommen hatten, nun endgültig nach Hause zu gehen. Aber eine Attraktion hatten wir ja noch nicht und deshalb nahmen wir uns diese noch am Schluss vor: der Superman Tower of Power
Aber klasse wars. Richtig klasse. Da ist der Europapark in Rust nur ne Kindergartenveranstaltung, gerade was das große Fahrgeschäft angeht.
Aber nu immer langsam...
...schön von vorne anfangen...
Nachdem uns das Wetter die vorherigen Wochen immer einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte, sah es am Samstag schon besser aus. Morgens war es noch ziemlich kalt und bewölkt, aber so würden schon weniger Leute kommen und wir müssten nicht so lange Schlange stehen...so dachten wir zumindest.
Während wir also geschlottert haben vor Kälte, war der Park schon zur Öffnungzeit ziemlich gut gefüllt. Und ich sag Euch: Die Texaner haben nen Knall! Die rennen bei jedem Wetter mit kurzen Hosen und T-Shirt rum. Egal ob 40° oder 5° C. Der Wahnsinn. Und wir dachten, wir wären die Kälte von Deutschland her gewohnt...
Tja, wie wir also im Six Flags ankommen, müssen wir auch schon 15$ Parkplatzgebühren abdrücken, weil wir einmal falsch abgebogen und dann immer der Masse hinterhergefahren sind. Spitze! Naja, dafür hatten wir einen Coupon, mit dem wir nur den Kindertarif zahlen mussten und somit 19 $ pro Person sparen konnten. Gewußt wie?!
Und dann sind wir auch schon losgezogen. Immer der Karte nach, die man uns am Eingang in die Hand gedrückt hatte.
Nachdem wir beim ersten Fahrgeschäft, Tony Hawk's Big Spin, dann erst mal ne halbe Stunde anstehen mussten, ...
... wurden wir auch auch gleich darauf mit ner vierzigsekündigen Kinderfahrt enttäuscht. Wenn also alle Attraktionen so sind, dann pfiati Gott!
Also weiter zur nächsten Show: Mr. Freeze im Batman Themenbereich.
Ein Schild stimmte uns während einer weiteren halbstündigen Wartephase in ner eisig kalten Halle (der Name war also Programm) schonmal auf das vor uns Liegende ein:
An mir runtergugg: Ha...noch alles dran, dann kanns ja los gehen!
Und dann ging die Attraktion gerade mal 30 Sekunden. Aber diese 30 Sekunden hatten es in sich. Holla, die Waldfee. Zuerst wurden wir wie in einer Raketenbasis auf Kurs gebracht, ausgerichtet und aus der kalten Halle ins Freie senkrecht nach oben geschossen:

Der Hammer!!! Und so sollte es dann weitergehen. Ein Fahrgeschäft toppte das nächste. Gegen mittags wurde dann das Wetter auch noch traumhaft und die Wartezeiten hielten sich mit maximal 30 Minuten auch in Grenzen. So schafften wir es, beinahe alle Hauptattraktionen bis zum frühen Nachmittag mindestens einmal gefahren zu sein. Und dann ging das Licht aus, zweimal!
Beim ersten Mal wurde mir doch tatsächlich schwarz vor Augen, als ich mit dem Titan fuhr, einer 75m hohen Metallachterbahn. Der helle Wahnsinn! Hatte mich eh schon den ganzen Tag wie Jason Statham in Crank gefühlt, weil ich noch nix gegessen und auch nicht viel geschlafen hatte. So knackte ich immer wieder fast weg, holte mir wieder nen Adrenalinkick beim Fahren, pennte fast ein...Adrenalin...pennen...Kick...pennen...und warum? Nur für den Kick für den Augenblick?
Nunja, was der Titan nicht schaffte, hat zumindest das städtische Elektrizitätswerk erreicht: die Lichter gingen nachmittags um 15 Uhr aus, während wir uns beim Panda Express ne Chinapansche reinpfiffen!
Kein Strom mehr im gesamten Freizeitpark, somit waren alle Attraktionen still gelegt. Die Schaubuden dagegen liefen auf Notstrom und waren während der Blackout-Zeit ziemlich gut besucht. Wenn das mal nicht gefickt eingeschädelt war mit dem Stromausfall. Außerdem waren noch "mexikanische Wochen", was soviel hieß, als dass hier und da ein paar Bands auftraten und überall Low Rider zu bestaunen waren.


Gegen 18:30 Uhr gingen dann die Lichter wieder an, nachdem wir uns schon vorgenommen hatten, nun endgültig nach Hause zu gehen. Aber eine Attraktion hatten wir ja noch nicht und deshalb nahmen wir uns diese noch am Schluss vor: der Superman Tower of Power
Das sollte also mein erster Freefall Tower werden. War einsame spitze, kann ich Euch nur sagen!
Mit dem Six Flags Freizeitpark hatte ich also alles gesehen, was ich mir noch vorgenommen hatte. Somit konnte ich mich "gemütlich zurücklehnen" und die folgenden Tage genießen...
Fotostrecke:

Nostalgie: Unsere Freunde aus der Kindheit


Noch ein paar Attraktionen

Nasse Angelegenheit an der Wildwasserbahn
Zu guter letzt:

Pimp my Bobby Car
Sonntag, 5. April 2009
April, April?
Mittwoch war ja bekanntlich der erste April, der Tag der Späße und Veräppelungen. Bei uns in der Abteilung wurde der Tag natürlich nicht gewürdigt, wobei es sich geradezu angeboten hätte, haben wir doch ne Klingel am Lab.
Naja, einmal hab ich Viktor laufen lassen - nachdem ich mal wieder gerade von der Toilette zurück kam, drückte ich draußen spaßeshalber auf die Klingel. Als mir also Viktor entgegen kommt, um die Tür zu öffnen: "April, April!"
Er: "Was sollte des jetzt?"
Hmmmm...auch ne Antwort!
Nunja...aber dann wurde es mal wieder Abend und während Viktor beim Poker spielen war und ich gemütlich Zwiebel-Kartoffelsuppe gekocht hatte, die ich gerade vor dem Fernseher reinspachteln wollte, hör ich plötzlich ne Frauenstimme von draußen:
"Help, Help"
Na spitze, als Deutscher kann man sowas ja nicht einfach ignorieren, weswegen ich mir kurz was überzog und rausschaute. Der Typ links von uns aus Zimmer 215 öffnete im selben Moment seine Tür und fragte mich, ob ich auch was gehört hätte.
Ich nur mit dem Kopf genickt und zum Zimmer rechts von uns rübergegangen, wo von innen ein mordstohuwabohu zu hören war. Am Ende des Ganges gesellte sich gerade noch ein Inder zu den Schaulustigen, als ich also an die Tür von Zimmer 219 klopfte.
Die Tür öffnet sich und ne hysterische Frau steht vor mir, die mich sofort am T-Shirt packt und versucht ins Zimmer zu ziehen. Da neben ihr ein tätowierter Typ steht, der mir nicht mehr so den fitten Eindruck macht und ich außerdem erstmal völlig perplex war, hab ich mich aus ihrem Griff befreit und mich an der Tür postiert. Da fängt die Alte zu brüllen an: "He's a drug addict! Help me...i need his pills!"
Okay, so läuft also der Hase. Hatten wir somit den Grund, wieso der Typ aussah wie ein Schluck Wasser in der Kurve. Ich also auf den Kerl zugegangen und es erst mal auf die Nico-Tour versucht: Also erst mal höflich bleiben: "Ey man, what's up?" - "Nothing"
Na was hatte ich auch erwartet? Dass er mir Shakespeare rezitiert in seinem Zustand?
Da fängt die Frau wieder an rumzubrüllen. Ich soll ihr helfen wo ich doch stärker sei als sie. Er sei drogensüchtig und hätte schonmal eine Frau vergewaltigt...
Hä, wo bin ich hier nur gelandet???
Als sie plötzlich anfängt, an seiner Hosentasche rumzuziehen, wo wohl die Pillen drin sind, rennt er an mir vorbei. Sie zieht nach und zerreißt ihm auf dem Gang noch sein Shirt, während ich nur dumm aus der Wäsche gugge und nach der versteckten Kamera Ausschau halte.
Ne Kamera kann ich aber nirgends entdecken und auch die beiden anderen Typen, die vorhin noch mit mir auf dem Gang draußen standen, sind wie zufällig verschwunden.
Da meine neue Nachbarin draußen rumschreit wie verrückt, schalte ich also endlich und laufe hinterher. Draußen angekommen, seh ich den Kerl gerade noch von hinten stiften gehen, woraufhin sie mich anfleht, ihn einzufangen, wo er doch ein verdammter Drogensüchtiger sei.
Also gut also, können wir ja mal schauen, was das ganze Kardiotraining die letzten Wochen so gebracht hat: Ich also meine Flip Flops ausgezogen, was im Nachhinein betrachtet gar nicht nötig war, und mal kurz hinterher gesprintet. Nach nicht mal 5 Sekunden geht ihm die Luft aus, worauf ich ihn an beiden Armen festhalte und schon überlege ihm ne Kopfnuss mitzugeben. Da er aber trotz Tätowierungen in ungefähr so harmlos war wie ne Fruchtfliege, hab ichs lieber gelassen und es nochmal auf die Höfliche probiert: "Man, show me what's in your pocket". In dem Moment kommt seine Freundin, oder wer auch immer die Frau war, und zieht ihm die Pillendose aus der Tasche, woraufhin wir den Kerl springen lassen...
Auf dem Weg zurück zum Appartement, hat sie sich noch tausendmal bedankt und mir irgendwas von Vergewaltigung und Drogendealern erzählt, die hinter ihm her wären, weswegen sie ihn versteckt hält. Naja, solange die nix von mir wollen...
Okay, ich also wieder hoch in unsere Unterkunft, wo ich endlich meine wohlverdiente Suppe schlürfen wollte, als es an der Tür klopft. Dolle Wurst, kommen jetzt die Drogendealer? Ich kaufe nix! Naja, besser abwarten, was sie anzubieten haben.
Tür auf:
Es ist der Typ links von uns, der mich fragt, wo ich denn plötzlich abgeblieben sei. Gerade als ich ihm die selbe Frage stellen wollte, erklärt er mir, dass er am Frontdesk angerufen hätte. Aha, soso...
Ob mit mir alles in Ordnung sei. Er sei übrigens Richard.
Grüß dich! "Nice to meet you". Dann gesellt sich auch der Inder, nennen wir ihn Rachnit, weil ich seinen Namen selbst nach erneutem Nachfragen nicht verstanden hatte, zu uns.
Und zu guter Letzt kommt uns auch noch die Managerin unseres Hotels entgegen, die sich gleich tausendmal entschuldigt. Da stehen wir also, ein illustrer Haufen, zwei Ausländer, ein Schwarzer und ne Managerin...wie der Anfang eines schlechten Witzes :o)
Aber in Wirklichkeit isses ja das Ende eines schlechten Witzes...
Nachdem wir also noch ein bisschen über das Ereignis gefachsimpelt und die Managerin uns angehalten hatte sofort den Frontdesk anzurufen, wenns irgendwelche Probleme gibt, sind wir also alle wieder von Dannen gezogen. Und ich endlich zu meiner wohlverdienten Suppe...
Naja, einmal hab ich Viktor laufen lassen - nachdem ich mal wieder gerade von der Toilette zurück kam, drückte ich draußen spaßeshalber auf die Klingel. Als mir also Viktor entgegen kommt, um die Tür zu öffnen: "April, April!"
Er: "Was sollte des jetzt?"
Hmmmm...auch ne Antwort!
Nunja...aber dann wurde es mal wieder Abend und während Viktor beim Poker spielen war und ich gemütlich Zwiebel-Kartoffelsuppe gekocht hatte, die ich gerade vor dem Fernseher reinspachteln wollte, hör ich plötzlich ne Frauenstimme von draußen:
"Help, Help"
Na spitze, als Deutscher kann man sowas ja nicht einfach ignorieren, weswegen ich mir kurz was überzog und rausschaute. Der Typ links von uns aus Zimmer 215 öffnete im selben Moment seine Tür und fragte mich, ob ich auch was gehört hätte.
Ich nur mit dem Kopf genickt und zum Zimmer rechts von uns rübergegangen, wo von innen ein mordstohuwabohu zu hören war. Am Ende des Ganges gesellte sich gerade noch ein Inder zu den Schaulustigen, als ich also an die Tür von Zimmer 219 klopfte.
Die Tür öffnet sich und ne hysterische Frau steht vor mir, die mich sofort am T-Shirt packt und versucht ins Zimmer zu ziehen. Da neben ihr ein tätowierter Typ steht, der mir nicht mehr so den fitten Eindruck macht und ich außerdem erstmal völlig perplex war, hab ich mich aus ihrem Griff befreit und mich an der Tür postiert. Da fängt die Alte zu brüllen an: "He's a drug addict! Help me...i need his pills!"
Okay, so läuft also der Hase. Hatten wir somit den Grund, wieso der Typ aussah wie ein Schluck Wasser in der Kurve. Ich also auf den Kerl zugegangen und es erst mal auf die Nico-Tour versucht: Also erst mal höflich bleiben: "Ey man, what's up?" - "Nothing"
Na was hatte ich auch erwartet? Dass er mir Shakespeare rezitiert in seinem Zustand?
Da fängt die Frau wieder an rumzubrüllen. Ich soll ihr helfen wo ich doch stärker sei als sie. Er sei drogensüchtig und hätte schonmal eine Frau vergewaltigt...
Hä, wo bin ich hier nur gelandet???
Als sie plötzlich anfängt, an seiner Hosentasche rumzuziehen, wo wohl die Pillen drin sind, rennt er an mir vorbei. Sie zieht nach und zerreißt ihm auf dem Gang noch sein Shirt, während ich nur dumm aus der Wäsche gugge und nach der versteckten Kamera Ausschau halte.
Ne Kamera kann ich aber nirgends entdecken und auch die beiden anderen Typen, die vorhin noch mit mir auf dem Gang draußen standen, sind wie zufällig verschwunden.
Da meine neue Nachbarin draußen rumschreit wie verrückt, schalte ich also endlich und laufe hinterher. Draußen angekommen, seh ich den Kerl gerade noch von hinten stiften gehen, woraufhin sie mich anfleht, ihn einzufangen, wo er doch ein verdammter Drogensüchtiger sei.
Also gut also, können wir ja mal schauen, was das ganze Kardiotraining die letzten Wochen so gebracht hat: Ich also meine Flip Flops ausgezogen, was im Nachhinein betrachtet gar nicht nötig war, und mal kurz hinterher gesprintet. Nach nicht mal 5 Sekunden geht ihm die Luft aus, worauf ich ihn an beiden Armen festhalte und schon überlege ihm ne Kopfnuss mitzugeben. Da er aber trotz Tätowierungen in ungefähr so harmlos war wie ne Fruchtfliege, hab ichs lieber gelassen und es nochmal auf die Höfliche probiert: "Man, show me what's in your pocket". In dem Moment kommt seine Freundin, oder wer auch immer die Frau war, und zieht ihm die Pillendose aus der Tasche, woraufhin wir den Kerl springen lassen...
Auf dem Weg zurück zum Appartement, hat sie sich noch tausendmal bedankt und mir irgendwas von Vergewaltigung und Drogendealern erzählt, die hinter ihm her wären, weswegen sie ihn versteckt hält. Naja, solange die nix von mir wollen...
Okay, ich also wieder hoch in unsere Unterkunft, wo ich endlich meine wohlverdiente Suppe schlürfen wollte, als es an der Tür klopft. Dolle Wurst, kommen jetzt die Drogendealer? Ich kaufe nix! Naja, besser abwarten, was sie anzubieten haben.
Tür auf:
Es ist der Typ links von uns, der mich fragt, wo ich denn plötzlich abgeblieben sei. Gerade als ich ihm die selbe Frage stellen wollte, erklärt er mir, dass er am Frontdesk angerufen hätte. Aha, soso...
Ob mit mir alles in Ordnung sei. Er sei übrigens Richard.
Grüß dich! "Nice to meet you". Dann gesellt sich auch der Inder, nennen wir ihn Rachnit, weil ich seinen Namen selbst nach erneutem Nachfragen nicht verstanden hatte, zu uns.
Und zu guter Letzt kommt uns auch noch die Managerin unseres Hotels entgegen, die sich gleich tausendmal entschuldigt. Da stehen wir also, ein illustrer Haufen, zwei Ausländer, ein Schwarzer und ne Managerin...wie der Anfang eines schlechten Witzes :o)
Aber in Wirklichkeit isses ja das Ende eines schlechten Witzes...
Nachdem wir also noch ein bisschen über das Ereignis gefachsimpelt und die Managerin uns angehalten hatte sofort den Frontdesk anzurufen, wenns irgendwelche Probleme gibt, sind wir also alle wieder von Dannen gezogen. Und ich endlich zu meiner wohlverdienten Suppe...
This was awesome...
Finally...
Nico has come back to Dallas Downtown...
It was time to play the game und deshalb standen die Amis auch wieder Schlange. Diesmal vor dem American Airlines Center im Herzen von Dallas.
Ich war am Montag nämlich bei der World Wrestling Entertainment Supershow: "So be jealous!"
Ihr denk jetzt sicher: Wie jetzt? Wrestling? Wie kann man nur?!
Ich sag Euch: "It doesn't matter what you think"
Und wenn Ihr jetzt immer noch keine Ahnung habt, was ich hier koche oder Ihr von Wrestling absolut Null versteht...dann hab ich genau zwei Worte für Euch: "Suck it!"
Für Kenner:
Am Montag stand die letzte WWE Raw Ausgabe vor Wrestlemania 25 an, die live aus Dallas auf USA Network übertragen wurde. Außerdem wurden im Vorfeld Matches für ECW und WWE Smackdown aufgezeichnet. Deshalb also der Begriff Supershow. Es waren sozusagen alle Roster der WWE vertreten. Da musste ich natürlich dabei sein. Die Chance hat man nur einmal im Leben. Und was soll ich sagen, obwohl das ganze ein ziemliches Kiddyspektakel war, möchte ich die Erfahrung nicht missen.
Ich bin mittlerweile seit gut und gerne 20 Jahren Wrestlingfan. Ich bin ein sogenannter Smart Mark (Smark), was bedeutet, dass ich sehr wohl weiß, dass Wrestling absolute Show ist und die Kämpfe und Fehden natürlich alle abgesprochen sind. Trotzdem sehe ich dieses Spektakel immer noch gerne, auch wenn der Flair von damals verflogen ist, als ich als kleiner Bub noch alles für bare Münze nahm.
Heutzutage bemesse ich die Inhalte jedoch mit anderen Augen. Für mich zählen die Storylines, die wie in ner Soap aufgezogen sind und ich fühle mich von erstklassigen Matches angesprochen.
Zum Hintergrund des Wrestlings kann ich den kürzlich im Kino angelaufenen The Wrestler mit Mickey Rourke empfehlen, da er das Geschäft wirklich sehr gut aus der Ich-Perspektive des Protagonisten beschreibt.
So jetzt aber genug gefaselt. Zur Supershow:
Ich war mit meinem 22$-Ticket natürlich nicht direkt am Geschehen, sondern musste mich mit einem ziemlich bescheidenen Platz rechts neben dem Titantron (der Riesenbildschirm, der im Hintergrund beim Wrestlereinzug zu sehen ist) zufrieden geben. Als ich die Halle betrat, musste ich erst mal verschnaufen und alles auf mich wirken lassen. Auf den ersten Blick sah das von dort oben alles ziemlich klein aus, war es auch noch verdammt leer.
Aber sobald die Halle mit über 16000 Zuschauern bis auf den letzten Platz ausverkauft war, bot sie schon einen überwältigender Anblick. Die Stimmung war bombastisch als es dann endlich los ging.
Vor allem die Kinder, die wahrscheinlich noch nicht wissen, dass alles nur Show ist, gehen ganz schön ab. Neben mir war ein Brüllhans, der die übelsten Beschimpfungen gegen die Wrestler aufgebracht hat.
Tja, und was war ansonsten?
Ich hab die Show genoßen und hab auch schön gegen so manche Faces geschrien. Faces werden die beliebten Wrestler genannt, während Heels die bösen Buben sind. Ich also immer schön aus Spaß für die Heels geschrien und somit die Aufmerksamkeit des Brüllaffen auf mich gelenkt, der gleich umso lauter für seine Favoriten schrie.
Und am Montag hab ich mir nicht zum ersten Mal gewünscht, dass ich ne richtige Kamere dabei gehabt hätte. 80% meiner Handyaufnahmen kann man in die Tonne kicken. Echt schei**...schade.
Aber ein paar sind trotzdem einigermaßen ansehnlich. Mit einer Fotostrecke möchte ich dann auch diesen Tag beenden.
Have a nice day!






And that's the bottom line
Nico has come back to Dallas Downtown...
It was time to play the game und deshalb standen die Amis auch wieder Schlange. Diesmal vor dem American Airlines Center im Herzen von Dallas.
Ich war am Montag nämlich bei der World Wrestling Entertainment Supershow: "So be jealous!"
Ihr denk jetzt sicher: Wie jetzt? Wrestling? Wie kann man nur?!
Ich sag Euch: "It doesn't matter what you think"
Und wenn Ihr jetzt immer noch keine Ahnung habt, was ich hier koche oder Ihr von Wrestling absolut Null versteht...dann hab ich genau zwei Worte für Euch: "Suck it!"
Für Kenner:
Am Montag stand die letzte WWE Raw Ausgabe vor Wrestlemania 25 an, die live aus Dallas auf USA Network übertragen wurde. Außerdem wurden im Vorfeld Matches für ECW und WWE Smackdown aufgezeichnet. Deshalb also der Begriff Supershow. Es waren sozusagen alle Roster der WWE vertreten. Da musste ich natürlich dabei sein. Die Chance hat man nur einmal im Leben. Und was soll ich sagen, obwohl das ganze ein ziemliches Kiddyspektakel war, möchte ich die Erfahrung nicht missen.
Ich bin mittlerweile seit gut und gerne 20 Jahren Wrestlingfan. Ich bin ein sogenannter Smart Mark (Smark), was bedeutet, dass ich sehr wohl weiß, dass Wrestling absolute Show ist und die Kämpfe und Fehden natürlich alle abgesprochen sind. Trotzdem sehe ich dieses Spektakel immer noch gerne, auch wenn der Flair von damals verflogen ist, als ich als kleiner Bub noch alles für bare Münze nahm.
Heutzutage bemesse ich die Inhalte jedoch mit anderen Augen. Für mich zählen die Storylines, die wie in ner Soap aufgezogen sind und ich fühle mich von erstklassigen Matches angesprochen.
Zum Hintergrund des Wrestlings kann ich den kürzlich im Kino angelaufenen The Wrestler mit Mickey Rourke empfehlen, da er das Geschäft wirklich sehr gut aus der Ich-Perspektive des Protagonisten beschreibt.
So jetzt aber genug gefaselt. Zur Supershow:
Ich war mit meinem 22$-Ticket natürlich nicht direkt am Geschehen, sondern musste mich mit einem ziemlich bescheidenen Platz rechts neben dem Titantron (der Riesenbildschirm, der im Hintergrund beim Wrestlereinzug zu sehen ist) zufrieden geben. Als ich die Halle betrat, musste ich erst mal verschnaufen und alles auf mich wirken lassen. Auf den ersten Blick sah das von dort oben alles ziemlich klein aus, war es auch noch verdammt leer.
Aber sobald die Halle mit über 16000 Zuschauern bis auf den letzten Platz ausverkauft war, bot sie schon einen überwältigender Anblick. Die Stimmung war bombastisch als es dann endlich los ging.
Nationalhymne darf natürlich nicht fehlen
Vor allem die Kinder, die wahrscheinlich noch nicht wissen, dass alles nur Show ist, gehen ganz schön ab. Neben mir war ein Brüllhans, der die übelsten Beschimpfungen gegen die Wrestler aufgebracht hat.
Tja, und was war ansonsten?
Ich hab die Show genoßen und hab auch schön gegen so manche Faces geschrien. Faces werden die beliebten Wrestler genannt, während Heels die bösen Buben sind. Ich also immer schön aus Spaß für die Heels geschrien und somit die Aufmerksamkeit des Brüllaffen auf mich gelenkt, der gleich umso lauter für seine Favoriten schrie.
Und am Montag hab ich mir nicht zum ersten Mal gewünscht, dass ich ne richtige Kamere dabei gehabt hätte. 80% meiner Handyaufnahmen kann man in die Tonne kicken. Echt schei**...schade.
Aber ein paar sind trotzdem einigermaßen ansehnlich. Mit einer Fotostrecke möchte ich dann auch diesen Tag beenden.
Have a nice day!

Jeff Hardy zeigt seine Swanton Bomb


Einzug des Heartbreak Kid Shawn Michaels

Rest in Peace: The Undertaker

Tolles Finale: Die McMahon Familie und HHH räumen auf!

The best there is, the best there was and the best there ever will be
And that's the bottom line
Sonntag, 29. März 2009
Wochenrückblick
Oh Mann…
das Austin-Wochenende kann wohl nicht mehr getoppt werden und so heißt es, die nächsten Wochen hier noch runter zu reißen, auf den Urlaub zu freuen und natürlich auf den Rückflug nach Hause.
Nach vergangener Woche liegen jetzt genau noch 8 Arbeitstage vor uns und dann ist erst mal Urlaub angesagt, den wir auch noch richtig planen müssen. Zumindest haben Viktor und ich diesmal das selbe Ziel (na hoffentlich): Houston und danach irgendwo am Strand liegen und die Zeit genießen!
Aber wie schon im vorvorherigen Post erwähnt, liegt in diesen acht Tagen noch einiges an Arbeit vor mir. Letzte Woche hab ich bei meinem Teil des Projektes endlich einen Durchbruch erzielt und kann somit in die Endphase starten. Den Projektbericht muss ich auch noch schreiben, wobei ich zumindest schonmal eine grobe Gliederung habe, was mir das Schreiben ziemlich erleichtern wird. Und dabei werde ich den selben Tipp beherzigen, den ich auch Tobi schon letzte Woche gegeben habe:
Da ich diesen Bericht definitiv nicht bei der VWA einreichen werde, schreib ich ihn relaxt runter und zieh mir keinen Stress mit Quellensuche und/oder affektierten Satzkonstruktionen rein.
Aber was war nun so los letzte Woche?
In einem Satz: nicht sehr viel!
Bis Donnerstag war alles relativ erwähnungsunwürdig, aber dann:
Wie wir auf der Fahrt zu einem Post Office waren, rammt uns doch tatsächlich einer von hinten mit seinem Auto. Aber von Anfang an:
Wir waren grad Richtung Süden auf dem Weg zu einer Poststelle, damit ich noch ein paar Postkarten abschicken konnte (ja, ich hab meine Lieben nicht vergessen!), als vor uns plötzlich der Verkehr wegen einer Ampel zum Erliegen kommt. Geistesgegenwärtig tritt Viktor auf die Bremse und kriegt das Auto gerade noch vor dem Vordermann zum Stehen. Ich gleich in den Seitenspiegel gespickelt, ob erstens der Hintermann das hoffentlich auch noch hinbekommt und zweitens, es kein Truck sein sollte, falls er es nicht schafft!
Kurz für Informatiker (erst weiterlesen, wenn Ihrs gelöst habt):
1. Bedingung: false
2. Bedingung: true
So war ich also innerhalb kurzer Zeit Zeuge zweier Auffahrunfälle, nur dass ich bei einem selbst beteiligt war. Im Rückspiegel hab ich auf jeden Fall einen viel zu schnell näher kommenden Toyota gesehen, der dumm wie Brot, anstatt ne Vollbremsung zu machen, nach rechts auf die Mittelspur zieht und uns trotzdem noch mit seiner rechten Stoßstange hinten links erwischt. Der Hirsch hatte echt noch Glück, dass auf der Mittelspur keiner war, sonst hätt der den glatt weggerammt.
Er also gleich auf den nächsten Parkplatz gefahren und so auch Viktor, der immer noch nicht ganz registriert hatte, was gerade geschehen war.
Naja, der Fahrer kam uns dann gleich entgegen und hat gleich alle Schuld auf sich genommen und gemeint, dass er versichert sei und mit seiner Versichertenkarte, die er uns in die Hand drückte, alles in Ordnung sei. Na gut, auf der Karte wird wohl alles drauf stehen und so entließen wir den Typen, samt seiner Familie, ohne die Polizei gerufen zu haben. Wenigstens das Kennzeichen hab ich mir noch notiert, wenn ich es schon nicht für nötig hielt, ihn nach seinem Führerschein zu fragen.
Wie wir wieder zu unserem Auto laufen, lehnt sich ein älterer Herr aus dem Fenster seines Vehikels und fragt, ob wir einen Zeugen bräuchten. Hmmmm...
Er sei direkt hinter dem Unfallverursacher gefahren und könnte für uns aussagen. Ob wir auch alle Daten von dem Typ hätten? Ein Versicherungsschein würde in USA wohl nicht viel bringen, vor allem nicht, wenn er auch noch vom vorherigen Jahr ist, wie wir im Nachhinein bemerkt haben.
Na spitze! Es sollte also doch nicht so einfach werden. Eher noch verwirrender...
Da an unserem Auto kein großer Schaden war, sind wir erst noch zur Poststelle gefahren, die natürlich zu hatte und danach nach Hause, wo wir auch gleich unsere Autovermietung kontaktiert haben. Die meinten dann, wir müssen, streng nach Vorschrift, zur Polizei und ein gelbes und blaues Formular ausfüllen bzw. unterschreiben lassen. Perfekt!
Aber es kommt noch besser....
Wir zur nächsten Polizeistation gebrettert, wo wir einem überaus freundlichen, ehrgeizigen und hilfsbereiten Officer am Empfangsschalter unsere Situation schilderten. Daraufhin drückt er uns ein blaues Formular in die Hand und meint, wir sollen das ausfüllen. Okay, und wie wird dann weiterverfahren?
Sollen wir hinten auf dem Formular nachlesen!
Ja, aber wie läuft das dann genau? Benötigt er keine weiteren Daten?
Hinten auf dem Formular!!
Aha, super, wir benötigen aber laut Autovermietung auch einen gelben Zettel.
Der nette Officer greift unter den Tisch und zaubert tatsächlich ein gelbes Kaninch...Formular hervor. Und wozu sind nun die beiden Formulare genau und was müssen wir noch beachten?
Steht hinten drauf!
Okay, Gott sei dank haben wir auf dem Absatz kehrt gemacht und das Revier verlassen, sonst hätten sie wirklich nen Grund gehabt mich einzubuchten. Ich hab mich ja jetzt schon öfter hier über die Unfreundlichkeit bzw. hingerotzte Arschfreundlichkeit aufgeregt, aber nun war ich tatsächlich auf 180!
Bis wir wieder zu hause waren und nochmals bei der Autovermietung angerufen hatten, war der Zorn dann erst mal verflogen. Vielleicht sollte ich es nächstes Mal wirklich mal mit Jesus probieren, damit ich nicht immer gleich so zornig werde:

Vor unserem Hotel aufgenommen
Ende vom Lied: Unsere Car Company hat jetzt erst mal alle Daten von uns aufgenommen und will das ausgefüllte Formular, wenn wir das Auto abgeben.
So viel Stress wegen nem leichten Lackschaden, der wahrscheinlich nach ner gründlichen Reinigung sowieso nicht mehr sichtbar sein wird.
Tja und wo wir bei Autos sind:
Die Formel 1 hat ja bekanntlich vergangenen Freitag wieder angefangen. Der Wahnsinn, was im ersten Rennen schon abging. Das lässt auf einiges mehr hoffen. Leider hat der Penner von Kubica unseren Vettel abgeschossen (okay, eigentlich wars andersrum, aber ey). Aber ich freue mich auf jeden Fall schon auf die nächsten Rennen.
Aber dann in Deutschland. Ich war das ganze Wochenende damit beschäftigt einen ansehnlichen Livestream im Internet zu finden, damit ich auch das Qualifying und Rennen anschauen konnte. Die Qualität ließ zwar schließlich zu wünschen übrig, aber zumindest hab ich alles gesehen.
Ansonsten war das Wochenende mal wieder ziemlich kalt (von 30° letzte Woche auf 2° runter), was mich aber nicht weiter störte, konnte ich so endlich meinen Blog auf den neuesten Stand bringen und mußte nicht draußen in der Kälte rumhetzen, um eine Beschäftigung vorzutäuschen. Um ehrlich zu sein habe ich nach der Erfahrung in Austin schon mit Plano und Dallas abgeschlossen und muss eigentlich nichts mehr gesehen haben. Irgendwie hab ich auch absolut keinen Bock mehr, die Southfork Ranch zu besichtigen, nur weil jeder sie besichtigt, wenn er nach Dallas kommt.
Deshalb hab ich mir das auch aus dem Kopf geschlagen. Ich bin ja nicht jeder! ;-)
Was jetzt noch ansteht vor unserer Tour nach Houston ist zumindest das Six Flags noch zu besuchen und unsere Sportveranstaltungen, für die wir schon Karten haben und auf die ich mich besonders freue. Morgen Abend geht es mit der WWE Supershow im American Airlines Center in Dallas los :o)
Wünscht mir also viel Spaß...
PS: Am Freitag war ich dann auf der Poststelle und konnte es mir nicht nehmen lassen, von der Schnelligkeit der Angestellten ein Video zu machen. Und stellt Euch vor, in anderen Läden wie Walmart oder im 99cent Shop sind die noch viel, viel schneller...
das Austin-Wochenende kann wohl nicht mehr getoppt werden und so heißt es, die nächsten Wochen hier noch runter zu reißen, auf den Urlaub zu freuen und natürlich auf den Rückflug nach Hause.
Nach vergangener Woche liegen jetzt genau noch 8 Arbeitstage vor uns und dann ist erst mal Urlaub angesagt, den wir auch noch richtig planen müssen. Zumindest haben Viktor und ich diesmal das selbe Ziel (na hoffentlich): Houston und danach irgendwo am Strand liegen und die Zeit genießen!
Aber wie schon im vorvorherigen Post erwähnt, liegt in diesen acht Tagen noch einiges an Arbeit vor mir. Letzte Woche hab ich bei meinem Teil des Projektes endlich einen Durchbruch erzielt und kann somit in die Endphase starten. Den Projektbericht muss ich auch noch schreiben, wobei ich zumindest schonmal eine grobe Gliederung habe, was mir das Schreiben ziemlich erleichtern wird. Und dabei werde ich den selben Tipp beherzigen, den ich auch Tobi schon letzte Woche gegeben habe:
Da ich diesen Bericht definitiv nicht bei der VWA einreichen werde, schreib ich ihn relaxt runter und zieh mir keinen Stress mit Quellensuche und/oder affektierten Satzkonstruktionen rein.
Aber was war nun so los letzte Woche?
In einem Satz: nicht sehr viel!
Bis Donnerstag war alles relativ erwähnungsunwürdig, aber dann:
Wie wir auf der Fahrt zu einem Post Office waren, rammt uns doch tatsächlich einer von hinten mit seinem Auto. Aber von Anfang an:
Wir waren grad Richtung Süden auf dem Weg zu einer Poststelle, damit ich noch ein paar Postkarten abschicken konnte (ja, ich hab meine Lieben nicht vergessen!), als vor uns plötzlich der Verkehr wegen einer Ampel zum Erliegen kommt. Geistesgegenwärtig tritt Viktor auf die Bremse und kriegt das Auto gerade noch vor dem Vordermann zum Stehen. Ich gleich in den Seitenspiegel gespickelt, ob erstens der Hintermann das hoffentlich auch noch hinbekommt und zweitens, es kein Truck sein sollte, falls er es nicht schafft!
Kurz für Informatiker (erst weiterlesen, wenn Ihrs gelöst habt):
1. Bedingung: false
2. Bedingung: true
So war ich also innerhalb kurzer Zeit Zeuge zweier Auffahrunfälle, nur dass ich bei einem selbst beteiligt war. Im Rückspiegel hab ich auf jeden Fall einen viel zu schnell näher kommenden Toyota gesehen, der dumm wie Brot, anstatt ne Vollbremsung zu machen, nach rechts auf die Mittelspur zieht und uns trotzdem noch mit seiner rechten Stoßstange hinten links erwischt. Der Hirsch hatte echt noch Glück, dass auf der Mittelspur keiner war, sonst hätt der den glatt weggerammt.
Er also gleich auf den nächsten Parkplatz gefahren und so auch Viktor, der immer noch nicht ganz registriert hatte, was gerade geschehen war.
Naja, der Fahrer kam uns dann gleich entgegen und hat gleich alle Schuld auf sich genommen und gemeint, dass er versichert sei und mit seiner Versichertenkarte, die er uns in die Hand drückte, alles in Ordnung sei. Na gut, auf der Karte wird wohl alles drauf stehen und so entließen wir den Typen, samt seiner Familie, ohne die Polizei gerufen zu haben. Wenigstens das Kennzeichen hab ich mir noch notiert, wenn ich es schon nicht für nötig hielt, ihn nach seinem Führerschein zu fragen.
Wie wir wieder zu unserem Auto laufen, lehnt sich ein älterer Herr aus dem Fenster seines Vehikels und fragt, ob wir einen Zeugen bräuchten. Hmmmm...
Er sei direkt hinter dem Unfallverursacher gefahren und könnte für uns aussagen. Ob wir auch alle Daten von dem Typ hätten? Ein Versicherungsschein würde in USA wohl nicht viel bringen, vor allem nicht, wenn er auch noch vom vorherigen Jahr ist, wie wir im Nachhinein bemerkt haben.
Na spitze! Es sollte also doch nicht so einfach werden. Eher noch verwirrender...
Da an unserem Auto kein großer Schaden war, sind wir erst noch zur Poststelle gefahren, die natürlich zu hatte und danach nach Hause, wo wir auch gleich unsere Autovermietung kontaktiert haben. Die meinten dann, wir müssen, streng nach Vorschrift, zur Polizei und ein gelbes und blaues Formular ausfüllen bzw. unterschreiben lassen. Perfekt!
Aber es kommt noch besser....
Wir zur nächsten Polizeistation gebrettert, wo wir einem überaus freundlichen, ehrgeizigen und hilfsbereiten Officer am Empfangsschalter unsere Situation schilderten. Daraufhin drückt er uns ein blaues Formular in die Hand und meint, wir sollen das ausfüllen. Okay, und wie wird dann weiterverfahren?
Sollen wir hinten auf dem Formular nachlesen!
Ja, aber wie läuft das dann genau? Benötigt er keine weiteren Daten?
Hinten auf dem Formular!!
Aha, super, wir benötigen aber laut Autovermietung auch einen gelben Zettel.
Der nette Officer greift unter den Tisch und zaubert tatsächlich ein gelbes Kaninch...Formular hervor. Und wozu sind nun die beiden Formulare genau und was müssen wir noch beachten?
Steht hinten drauf!
Okay, Gott sei dank haben wir auf dem Absatz kehrt gemacht und das Revier verlassen, sonst hätten sie wirklich nen Grund gehabt mich einzubuchten. Ich hab mich ja jetzt schon öfter hier über die Unfreundlichkeit bzw. hingerotzte Arschfreundlichkeit aufgeregt, aber nun war ich tatsächlich auf 180!
Bis wir wieder zu hause waren und nochmals bei der Autovermietung angerufen hatten, war der Zorn dann erst mal verflogen. Vielleicht sollte ich es nächstes Mal wirklich mal mit Jesus probieren, damit ich nicht immer gleich so zornig werde:

Ende vom Lied: Unsere Car Company hat jetzt erst mal alle Daten von uns aufgenommen und will das ausgefüllte Formular, wenn wir das Auto abgeben.
So viel Stress wegen nem leichten Lackschaden, der wahrscheinlich nach ner gründlichen Reinigung sowieso nicht mehr sichtbar sein wird.
Tja und wo wir bei Autos sind:
Die Formel 1 hat ja bekanntlich vergangenen Freitag wieder angefangen. Der Wahnsinn, was im ersten Rennen schon abging. Das lässt auf einiges mehr hoffen. Leider hat der Penner von Kubica unseren Vettel abgeschossen (okay, eigentlich wars andersrum, aber ey). Aber ich freue mich auf jeden Fall schon auf die nächsten Rennen.Aber dann in Deutschland. Ich war das ganze Wochenende damit beschäftigt einen ansehnlichen Livestream im Internet zu finden, damit ich auch das Qualifying und Rennen anschauen konnte. Die Qualität ließ zwar schließlich zu wünschen übrig, aber zumindest hab ich alles gesehen.
Ansonsten war das Wochenende mal wieder ziemlich kalt (von 30° letzte Woche auf 2° runter), was mich aber nicht weiter störte, konnte ich so endlich meinen Blog auf den neuesten Stand bringen und mußte nicht draußen in der Kälte rumhetzen, um eine Beschäftigung vorzutäuschen. Um ehrlich zu sein habe ich nach der Erfahrung in Austin schon mit Plano und Dallas abgeschlossen und muss eigentlich nichts mehr gesehen haben. Irgendwie hab ich auch absolut keinen Bock mehr, die Southfork Ranch zu besichtigen, nur weil jeder sie besichtigt, wenn er nach Dallas kommt.
Deshalb hab ich mir das auch aus dem Kopf geschlagen. Ich bin ja nicht jeder! ;-)
Was jetzt noch ansteht vor unserer Tour nach Houston ist zumindest das Six Flags noch zu besuchen und unsere Sportveranstaltungen, für die wir schon Karten haben und auf die ich mich besonders freue. Morgen Abend geht es mit der WWE Supershow im American Airlines Center in Dallas los :o)
Wünscht mir also viel Spaß...
PS: Am Freitag war ich dann auf der Poststelle und konnte es mir nicht nehmen lassen, von der Schnelligkeit der Angestellten ein Video zu machen. Und stellt Euch vor, in anderen Läden wie Walmart oder im 99cent Shop sind die noch viel, viel schneller...
Spring Break
Donnerstag
Der große Tag war gekommen. Vor lauter Vorfreude hatte ich natürlich nicht allzu gut geschlafen, aber wer braucht schon Schlaf, wenn er mit einem gelungenen Frühstück in den Tag startet? Heut hab ich mich nämlich mal wieder an heimischen Apfelküchle probiert, was gar nicht so einfach ist, wenn die Pfanne weder Teflonbeschichtung noch eine plane Oberfläche besitzt:
Tja, und nachdem wir gespeist und ich gepackt hatte, gings auch schon los. Lagen immerhin 160 Meilen vor uns, die auf der Hinfahrt ich und auf der Rückfahrt Viktor zu überbrücken hatte. Die Fahrt verlief verhältnismäßig ruhig. Viel Musik gehört und die Aussicht genossen.
In Austin angekommen, gings dann erst mal zu unserem Hotel. Für Donnerstag und Freitag Nacht hatten wir uns nämlich ein Zimmer mit Doppelbett angemietet, während wir uns dafür entschieden hatten, am Samstag im Auto zu nächtigen. Unser Zeug abgeladen und nichts wie ab in die Innenstadt...
Nach ermüdender Parkplatzsuche, an deren Ende wir aber doch noch einen Gratisplatz, fünf Blocks von der Sixth Street entfernt, ergattern konnten, ging es also ab auf selbige. Und wie wir dort ankamen, fiel ich doch fast aus allen Wolken. Hier waren tatsächlich Menschenmassen und überall Bars, die Live-Musik aufboten. Ein Teil der 6th Street war extra abgesperrt und dort tummelten sich die unterschiedlichsten Charaktere und hatten Spaß. Von Jung bis Alt, über Rocker, Punker, Snobs, Normalos, Viktors und Nicos - war alles vertreten. Es sollte also keine Kiddy-Party werden; verkündete sogar ein Schild nicht weit von der Partymeile, dass Minderjährige nach 7 Uhr abends keinen Zugang mehr hier hätten. Klasse Sache. Natürlich nicht für die Minderjährigen, aber zumindest für mich :D
Also erst mal die Straße hinauf- und wieder hinabgeschlendert und das Gesehene auf uns wirken lassen, bevor wir anfingen eine Bar nach der anderen aufzusuchen und die dargebotene Livemusik zu genießen und im Gegensatz zur us-amerikanischen Bevölkerung dazu zu tanzen und mitzugröhlen.




Von Bar zu Bar, von Livemusik zu Livemusik
Die Livemusik in den Bars hat dann schon ziemlich früh um 1:30 Uhr aufgehört, weswegen wir uns, beeindruckt vom ersten Tag, auf dem Weg zum Auto machten. Unterwegs sind wir aber noch über einen Live Event gestolpert, wo wir bis zum Schluss blieben. Wenn ich von Schluss rede, meine ich natürlich die obligatorische USA-Sperrstunde um 2 Uhr.
Nachdem ich Viktor im Hotel abgesetzt hatte, hab ich mich nachts noch auf die Suche nach nem Walmart gemacht, um was zum Frühstück für den nächsten Morgen zu besorgen - leider hatte schon alles in der Umgebung geschlossen. Wenn man sich erst einmal an solche 24/7-Einkaufsläden gewöhnt hat, will man sie gar nimmer missen...
Ein erster genialer Tag ging also zu Ende, aber der nächste sollte ja nicht lange auf sich warten lassen.
Freitag
Morgens erst mal aufgestanden und zum lokalen HEB gefahren, um Frühstück zu holen. Während ich die letzten Wochen eigentlich ziemlich gesund gelebt hatte, würde ich die nächsten zwei Tage so richtig über die Strenge schlagen. Ab heute lautete mein Motto: Party on, Wayne! Also neben Äpfeln und Bananen auch Donuts eingekauft und nen obligatorischen Billig-Six-Pack - ganz stylisch im Dosenbierlook.
Da ich heute nicht mehr fahren musste, zischte ich vor unserer Fahrt in die Stadt also sofort mein erstes Bier. Und dann gings wieder auf die Sixth Street, wo wir uns erst mal auf die Suche nach nem anständigen Lokal zum Mittagessen begeben haben. Da das Wetter einfach traumhaft war, mussten wir also ans Freie zum Essen und mexikanisch sollte es auch sein. Also entschieden wir uns für den Iron Cactus. Naja, eigentlich hab ich die Entscheidung übernommen, weil ich nicht wieder stundenlang nach nem Schuppen suchen wollte, bei dem das Essen nun 1$ billiger ist. Für einen Platz an der Sonne, geb ich gerne ein bisschen mehr aus.
Aber die Entscheidung war geradezu goldrichtig. Die Portionen waren riesig und der Preis kann mit 15$ pro Portion mitten auf der Partymeile geradezu als Spottpreis angesehen werden. Und nen annehmbaren Mojito hatte ich auch noch zum Essen.


Megaportionen
Leider war das Essen aber auch ziemlich zwiebelhaltig, womit ich wohl reichlich Bier benötigen würde, um den Geschmack wieder wegzubekommen. Aber zum Glück hatte ich ja noch ein paar Airwaves in meiner Tasche gefunden, die mir heute den Atem retten würden. Im Land des Chewing Gums gibt es tatsächlich keine richtig guten Kaugummies...
Aber zurück zum Essen: Die Portionen waren derart riesig, dass ich mir, Schwabe wie ich bin, den Rest in ner ToGo-Box mitgenommen habe. Wußte doch, dass ich nachts sicher noch hunger bekommen würde. Aber da ich nicht mit dem Zeug auf der Sixth Street rumdackeln wollte, brachte ich es zurück zum Auto, woraufhin sich Viktors und meine Wege vorerst getrennt hatten. Später würden wir uns wieder vor dem Iron Cactus treffen, um auf ein Live Konzert zu tigern, das ganz in der Nähe sein sollte.
Wieder auf der Sixth Street angekommen, dachte ich so bei mir, dass es doch ne wahnsinnig intelligente Idee sein müsste, ne Schachtel Kippen zu kaufen. Als Raucher macht man ja bekanntlich besser Bekanntschaften. Was schon annodazumal im Kade geklappt hatte, würde doch auch sicher hier funktionieren. Und nachdem ich die letzten Wochen schon immer Gelüste nach ner Zigarette hatte und letzte Woche im Westend Pub schon beinahe der Versuchung erlegen wäre, ne Schachtel zu kaufen, wars nun endlich so weit.
Also ne Schachtel LM gekauft und ab ins "Blind Pig" gegenüber vom Iron Cactus, wo ich mir erstmal ein Kippchen angesteckt und ein Bierchen dazu getrunken habe. Oh Gott, hat mich die Kippe verspickt. Aber geil wars....
Zum verabredeten Zeitpunkt bin ich dann, nach einem weiteren Bierchen, runter zum Iron Cactus, wo ich doch tatsächlich Bekanntschaft mit dem Tod machte, während ich auf Viktor wartete:
Dann haben wir uns auf dem Weg gemacht zum Free SXSW Concert am See. Aber da wir außer einer traumhaften Aussicht nach einstündiger Rumsucherei nichts entdeckt hatten, bin ich entnervt zur 6th Street zurück. Wieso auch stundenlang nach etwas suchen, wenn man die Party direkt vor der Nase hat?

Prachtvolle Aussicht am See, aber keine Party!
Auf der 6th bin ich dann von Bar zu Bar gezogen, hab den verschiedensten Musikstilen gelauscht und in jeder Bar mindestens ein Bierchen gezischt. Das Fiese in Austin ist nämlich, dass man kein Alkohol auf den Straßen trinken darf, weswegen man eben so lange in den Bars bleiben muss, bis der Alk leer ist. Wenn die Musik nicht mehr gefällt, wird man so ganz schnell zum Extrinker. Wieviel Bars es waren? Keine Ahnung, hab irgendwann aufgehört zu zählen. Könnt Ihr auf die Biere und den weiteren Alkohol übertragen ;-)
Gegen spätabends bin ich dann nochmal zum Auto, wo ich mein kurzhosiges Outfit gegen ein wetterfesteres tauschte, da es nachts schon ziemlich kalt werden kann. Ich hatte ja immerhin Klamotten für mindestens drei Festivals dabei, weswegen ich oben am Auto noch ne Modenschau veranstaltete, weil ich mich nicht entscheiden konnte, in welchem ich noch besser aussah.
Hatte wohl das richtige gewählt, lernte ich doch auf dem nächsten Freilichtspektakel ein Mädel kennen, das mich später noch in den Laden ums Eck einlud.
Curiosity: Physik die begeistert...
In dem Schuppen war es anfangs noch ziemlich leer, wofür sich das Mädel, dessen Namen ich natürlich auf Anhieb wieder vergessen hatte, vielmals entschuldigte. Gegen später wurde es aber richtig voll gute alte Dancemusik wurde auch gespielt, worauf ich so lange getanzt habe, bis der Laden dicht machte. Hatte vollkommen das Zeitgefühl verloren. Als ich das letzte Mal auf die Uhr schaute wars 23 Uhr - und plötzlich war es 2.30 Uhr nachts.
Als ich so abtanzte, kam ein Fotograf auf die Tanzfläche und machte ein paar Bilder von mir, fragte mich, wo ich her komme und meinte, dass ich "a really handsome guy" sei. Ziemlich gay, aber ich hatte wohl wirklich das richtige Outfit gewählt...
Nachdem ich kein Bier mehr bekam, machte ich mich also auf den Weg zum Auto, wo Viktor friedlich schlafend auf mich wartete. Musste ziemlich am Auto rütteln, bis ich ihn wach hatte. Ab nach Hause, wo ich den Hals natürlich nicht vollkriegen konnte und noch ein Bierchen aufmachte und...nach ein paar Schlücken stehen ließ...
Samstag
"Boah Viktor, muss das sein?", waren meine ersten Worte, als dieser morgens den Vorhang aufzog. Was ich vergessen hatte: Wir mussten das Zimmer bis 11 Uhr räumen.
Während ich im Halbschlaf nochmal den gestrigen Tag Revue passieren hab lassen und zu mir selbst sagte: "Geil wars", war ich auch schon raus aus dem Bett und ab unter die Dusche, um mich zurecht zu machen für einen weiteren Tag voll wilder Party. War der vorherige Abend schon klasse, hoffte ich das Ganze heute noch toppen zu können. Meinen Muskelkater vom Tanzen ignorierte ich mal geflissentlich.
Schlüssel abgegeben, ab ins Auto und in die Innenstadt.

Kippe am Morgen vertreibt Kater und Biersorgen..
Nicht weit von unserem Parkplatz machten wir auch schon die erste coole Entdeckung des Tages: es sollte ein Live-Konzert mit unzähligen Bands und zwei Tribünen heute geben - 4free. Na, wenn das nichts ist.

Gelände des Livekonzerts (abends bei einem/zwei Bier aufgenommen)..
Aber zuerst hieß es, was zum Kauen zu finden, damit der Alkohol auch ein anständiges Bettchen im Magen bekam. Also ab in die Stadt und erst mal wieder umhergeirrt, auf der Suche nach einem Lokal das Viktor am Vortag gesehen hatte und unbedingt ausprobieren wollte. Da ich langsam richtig Kohldampf bekam und Viktor später noch ins Kino wollte, trennten sich also unsere Wege heute schon vor dem Essen.
Während Viktor sich nun alleine auf die Suche nach seinem ominösen Lokal machte, betrat ich um etwa 13 Uhr das Fadó Irish Pub an der 4th Street, um erst mal anständig zu brunchen.
Das Fadó (ausgesprochen "f'doe") ist ein irisches Lokal, wie es im Buche steht: Drinnen lief zeitgleich ein Rugby- und ein Fussballspiel auf den Großbildfernsehern und die Stimmung war ausgelassen - außerdem war die Hütte rammelvoll. Traf sich gut, wollte eh an die Sonne, weswegen ich also auf den Patio raus bin, wo ich dann auch gleich noch zu meinem ersten Guiness rauchen konnte.
Außerdem bestellte ich mir ein anständig deftiges All-Day Irish Breakfast

So macht brunchen Spaß..
Nachdem ich gespeist und ein bisschen der Livemusik, die im Innenhof gespielt wurde, gelauscht hatte, machte ich mich mit einem aufgewärmten Rausch auf den Weg Richtung Livekonzert. Grad wo ich mir denke, dass jetzt ne Soda nicht schlecht wäre, kommt ein Pickup-Truck mit zwei Mädels auf der Ladefläche ums Eck, um free Monster zu verteilen. Wollt ja eigentliich kein Antialk heute trinken. Aber he, wenns gratis ist!
Vor dem Livekonzert hatte sich mittlerweile eine Riesenschlange gebildet, in der auch Leute anstanden, die bereits ein Armband hatten. Wenn die Amis was von den Briten abgeschaut haben, dann das In-der-Schlang-Stehen. Ich bin natürlich außen vorbei und hab auch erstmal die fast noch längere Schlange vor den Toiletten ignoriert. Wenn keiner was sagt, is auch nix passiert.
Und da noch nicht allzu viel los war, hab ich mich erst mal in der Nähe der Haupttribüne in die Sonne gepackt und die Zeit genossen. Schön rumliegen und Bierchen trinken. Wieso auch immer rumstressen? So muss sein!


Just relax.....
Gegen abends, nachdem Viktors Film fertig war, haben wir uns wieder zusammen gefunden und gemeinsam die Show genossen.

Haupttribüne..
Zwischen zwei Live-Acts sind wir dann erst mal zum Capitol rüber und haben ein paar Touri-Bilder gemacht, solange die Sonne noch günstig stand:




Auf dem Rückweg nochmal kurz am Auto vorbei, um uns frisch zu machen und ein Bierchen zu trinken - nunja..ich hab zwei gezippt. Überhaupt kam das Trinken heute nicht zu kurz:



Eins, zwei, drei, viele, viele Bierchen.....
Aber neben der Tatsache, dass das Bier hier wie Wasser schmeckt, wirkt es auch in etwa so. Ich hab summasummarum ungelogen etwa gute 7-8l Bier an diesem Tag getrunken und war abends immer noch topfit. Auf dem Wasen macht sich spätestens nach der vierten Maß die Wolldecke im Mund bemerkbar. Und in Deutschland bin ich auch noch im Training, während ich hier seit 9 Wochen kaum Alkohohl getrunken hatte. Naja, bin ich halt irgendwann auf Jack on the rocks umgestiegen...
Das Konzert ging in etwas bis kurz nach 9, woraufhin wir wieder Richtung 6th Street zogen. Auf dem Weg sind wir aber noch auf ein Restaurant gestoßen, wo neben einem fantastischen Ambiente auch noch grandiose Livemusik geboten wurde.


Wunderschönes Setting und geile Musik..
Dort habe ich dann mein letztes Bargeld auf den Kopf geworfen, bevor es dann endgültig zur Endstation 6th Street gehen sollte. Aber vorher musste ich natürlich noch zu nem ATM, wie hier die Geldautomaten abgekürzt genannt werden, um Geld abzuheben…na spitze…wollen die tatsächlich 5,25 € fürs Abheben von mir! Schweine!!!
Aber ich hatte noch Hunger, ich hatte noch mehr Durst und noch viel mehr Bock auf Party, weswegen ich die Kohle brauchte und also weitere 60$ abhob.

Coyote Ugly Saloon..
Daraufhin gingen wir endlich ins Coyote, das wir am Donnerstag nur kurz von innen begutachtet hatten. War schon irgendwie cool..hab natürlich gleich wieder die Regeln missachtet und ein Filmchen aufgenommen, anstatt nur die erlaubten Fotos zu machen. Aber der Türsteher hat mich nett darauf aufmerksam gemacht.
Yeah, tanzt für mich...
An der Bar erst mal ein Coors und ein Jack on the rocks bestellt und beides so gut wie auf Ex runtergezogen, weil es kurz vor 2 war und ich nicht wieder wie gestern danach ohne Alk da stehen wollte. Also ab die Post und gleich noch mal an die Bar: Coors und Jack on the Rocks…

Juhuuuuu...
Danach gemütlich an die Bar gesetzt, um dem buchstäblich bunten Treiben zu folgen. Um Punkt 2 Uhr nachts kommt dann plötzlich die Bedienstete an und nimmt mir mein Bier weg, das noch vor mir stand, während ich meinen Jacky in der Hand hielt. "No Alcohol after 2am", meinte sie nur und mein Flehen und meine Beteuerungen, es auch schnell auszutrinken stießen auf Granit. Die Party war also gelaufen...
Schon irgendwie ein Spießerladen und ein Spießerland!
Die könnten dort das Megageschäft mit den trink- und feierwütigen Touristen machen - aber wer nicht will, der hat bekanntlich schon. Wie man auf folgendem Video noch sieht, waren nach 2 Uhr noch alle wild auf irgendeine Party und fanden immer wieder einen Grund, um eine Menge zu bilden und zu feiern. Bis schließlich die berittene Polizei kam und die Massen auseinander trieb.
Wildes Treiben noch auf der Straße
So ging nun auch unsere letzte Nacht hier in Austin zu Ende. Grad schad!
Auf dem Weg zum Auto, wo wir ja nächtigen sollten, hab ich dann noch hautnah einen Auffahrunfall miterlebt, bei dem gleich vier Autos aufeinander krachten. Das zweitvorderste sah am Übelsten zugerichtet aus. Aber da mir die Füße wehtaten und ich nur noch ab ins Auto zum Pennen wollte, hab ich ganz vergessen noch anständige Bilder zu machen.
Sonntag
Oh mein Gott…
Im Auto pennen ging mal gar nicht. Mit Sonnenaufgang und dem Vogelgezwitscher, waren auch Viktor und ich wieder auf den Beinen, um uns auch zugleich auf den Heimweg zu machen. Ich wär glaub noch nicht im Stande gewesen zu fahren, hatte ich immerhin mal wieder für vier gesoffen. Aber grad sche wars…
Trotz Zwischenstopp an einer Tanke, wo ich mir ne Zuckerkur verabreichte und eine rauchte, hat Viktor die Rückfahrt in knapp drei Stunden gemeistert. Hut ab!

Vorsicht Kalorienbombe!
So waren wir also um kurz nach 11 Uhr morgens wieder im gepflegten Plano, wo ich den Tag im Germany-Style auf der Couch ausklingen lies und von Austin träumte...
Fazit: 3 Schachteln Kippen geraucht, Unmengen an Alkohol vernichtet, getanzt bis zum Muskelkater, Party bis zum Abwinken, Live-Musik ohne Ende, ...
Einfach grandios!
PS: Der Trick mit den Kippen hat natürlich geklappt und so bin ich auch hier immer wieder mit Leuten zumindest kurz ins Gespräch gekommen, die ein Feuerzeug von mir wollten. Hat sich also gelohnt, wieder kurzzeitig mit dem Rauchen anzufangen. Die restlichen Kippen hab ich sonntags noch weggeraucht, womit ich seit genau einer Woche wieder abstinent lebe :o)
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